Salzwasser-Stromspeicher Greenrock

  • Hallo.


    Ein PV-Angebot beinhaltet einen Greenrock Salwasser Stromspeicher 7,5kwh Multigrid inkl. Energiemanagement-Systems (EMS) 1 -phasig.

    Kostet 6.757,40€


    Bevor jetzt Anworten auf Basis -lass das, lohnt nicht, verfasst werden-, ich möchte einen Speicher allein schon im Hinblick auf

    E-Auto und oder Notstromaggregat Ersatz..


    Kann man den Salzspeicher empfehlen? Wie sind die Salzwasserspeicher im Vergleich zu Batteriespeicher z.B. SENEC 2,5kwh für 6.485,00€

    zu sehen?

  • Naja die hatten wir vor ein paar Jahren schon mal in Diskussion.

    Punkt ist halt 0,25 Leistung von das Kapa.

    Sprich mehr als 1,8 kW Leistung kannst du nicht rausziehen oder reinladen.

    Innenwiderstand zu hoch.

    Das war damals von Aquion


    Damit ist halt noch weniger Langzeit Erfahrung als mit Lion da.

  • Ich habe seit April einen Salzwasser-Stromspeicher von Greenrock und kann ihn nicht empfehlen.

    Da die Herstellerfirma bisher offenbar nicht in der Lage ist, eine Betriebsanleitung zu erstellen (!), ist man den Eigenheiten der Anlagensteuerung hilflos ausgeliefert. So wird die Batterie auch schon mal völlig entleert, was die eigentlich vorgesehene Notstrom-Funktion ad absurdum führt. Meist aber wird viel zu viel Netzstrom bezogen, obwohl genügend Batteriestrom vorhanden wäre. Einstellmöglichkeit: Mangels Benutzerhandbuch Fehlanzeige!

    Nach knapp einem halben Jahr brannte eine kleine Sicherung durch mit der Folge, dass die gesamte PV-Anlage für zwei Wochen ausfiel, da mein im benachbarten Bundesland Rheinland-Pfalz ansässiger Solarteur nicht gleich kommen konnte. Selbsthilfe: Mangels Benutzerhandbuch Fehlanzeige!

  • Unabhängig vom Speicher selbst... die Steuerung bei Greenrock ist soviel ich weiß ein Victron ESS System ..Ich wüßte hier nicht von welchen Eigenheiten du hier sprichst?.. es gibt in der ESS Steuerung eine definierte % Entladegrenze im Eigenbedarfsbetrieb welche definiert wie weit es runter gehen darf und wieviel für Notstrom als Rest zu verfügung steht. Da ist eigentlich nichts wirklich undurchsichtiges dabei.

  • Nein, die WR sind zwar Victron, die Steuerung ist aber eine separate Entwicklung und nicht von Victron, das Prospekt hab ich von der Messe noch zu Hause.


    Es ist eine abgespeckte Version davon bzw. von dieser Firma:

    https://www.smart1.eu/das-system

  • Wir haben mal die Aquion Speicher getestet (also noch vor deren Insolvenz). Lade/Entladeleistung unter aller Kanone, ist ja noch schlimmer als Blei.


    Bei den Kosten 7,5kwh/6.757,40€ würde ich für das Geld lieber einen hübschen Urlaub auf den Malediven empfehlen.


    Da hat man mehr Salzwasser, der CO2 Ausstoß für den 2 x 9-stündigen Flug (also falls man Hin und zurück will) ist sicher nicht höher als der Ausstoß bei der Produktion und ganz allgemein hat man mehr davon, falls man nicht unter Sonnenallergie leidet.


    Wenn Du einen Speicher willst, würde ich doch mal eben für den Preis (netto allerdings)


    10kWh LiFePO4 (48V, 200Ah) mit BMS und MultiGrid-II 48/3000/35-32


    anbieten. Der rennt dann auch Kreise um den Salzsee.

    The bitterness of poor quality remains long after the sweetness of low price is forgotten. [Twitter]

  • Nein, die WR sind zwar Victron, die Steuerung ist aber eine separate Entwicklung und nicht von Victron, das Prospekt hab ich von der Messe noch zu Hause.


    Es ist eine abgespeckte Version davon bzw. von dieser Firma:

    https://www.smart1.eu/das-system

    Hmm also ich hab meinen letzten Prospekt vor 1 1/2 Jahren und da war ne CCGX drin abgebildet. Wenns da was geändert haben ist das mir neu aber ich hab mit denen so nix zu tun

  • Unabhängig vom Speicher selbst... die Steuerung bei Greenrock ist soviel ich weiß ein Victron ESS System ..Ich wüßte hier nicht von welchen Eigenheiten du hier sprichst?.. es gibt in der ESS Steuerung eine definierte % Entladegrenze im Eigenbedarfsbetrieb welche definiert wie weit es runter gehen darf und wieviel für Notstrom als Rest zu verfügung steht. Da ist eigentlich nichts wirklich undurchsichtiges dabei.

    Ja, die Steuerung ist von Victron.
    Von welchen Eigenheiten ich spreche? Na, selbstverständlich von denen, die ich genannt habe: mal vollständige Entladung, meistens aber viel zu geringe Inanspruchnahme der Batterie. Und eben Unfähigkeit (oder Unwillen?) des Herstellers, seinen Kunden eine Anleitung an die Hand zu geben, mit der man zum Beispiel die Entladetiefe einstellen könnte. Das ist doch nun wirklich Undurchsichtigkeit in ärgerlichster Form!

  • Soviel ich weiß installiert ja Greenrock selbst, oder hast du direkt bei Greenrock gekauft? Deswegen stellen sie Endkunden auch keine Infos zum selberherumstellen. Das ist eigentlich Typisch bei Systemen für geschulte INstallateuere. Sogesehen wieso gehst denn nicht einfach zu deinem Installer der das bei dir gemacht hat. Der muß es ja wissen und kann bzw sollte dir das auch erklären können.

  • Und eben Unfähigkeit (oder Unwillen?) des Herstellers, seinen Kunden eine Anleitung an die Hand zu geben,

    Mal abgesehen davon, dass das ein Fall für den Verbraucherschutz wäre - ohne Anleitung darf nichts verkauft werden.

    Die Frage ist - und leider ist dies bei solch technischem Krimskrams Auslegungssache - was noch zur Benutzeranleitung zählt (Drückst Du grüne Knopf) und was schon technische Anleitung für den Wartungsdienst ist.


    Du kannst natürlich in diverse bekannte Probleme mit (älteren Versionen vom) Victron ESS gerauscht sein. Da behebt das oft ein FW Upgrade. Falls da Greenrock noch eine Steuerschicht oben drauf hat, müssen die das eventuell (nicht zwingend, kann man aber mangels genauer Kenntnis der Interaktion dieser Systeme nicht sagen) auch immer validieren und wenn da die Manpower fehlt, bleiben halt Endkundenanlagen auf einem alten Stand.


    Wenn wir sehen, dass der Endkunde willig, fähig und bei Sinnen ist, dann bekommt er auch schon mal ein MK2/3 und einen Schulungseinlauf (Diese Knopf nicht anfasse) und kann ggf. Firmware-Updates bzw. die weniger kritischen Parameter selbst einstellen.


    Wenn man eine Anlage kauft, bei der der Anbieter von 20 Jahren Lebensdauer spricht, dann ist es m.E. unverantwortlich den Kunden einem "Anbieter Lock-In" schutzlos ausgeliefert zu lassen. Dabei muss der Anbieter noch nicht einmal pleite gehen. Es reicht vollkommen wenn er "erfolgreich" ist bzw. mit der Nachfrage nicht mitskaliert und schon fallen Bestandskunden von der Tischkante.

    The bitterness of poor quality remains long after the sweetness of low price is forgotten. [Twitter]