Brauchen wir mehr Güterverkehr auf der Schiene oder die Elektrifizierung des LKW Verkehrs?

  • Moinsen,


    auch dieses Problem könnte man mit kürzeren, autonomen Antriebseinheiten erschlagen. Ein ICE vorweg und 10 Sek Später ein selbstfahrendes "Gepäckabteil" mit weiss nicht 5 oder 10 Standard Containern hinterher?


    Ich kann das Geblubber nicht mehr hören "Unsere Züge können (auf dem Papier) 300km/h fahren".


    Nee, unsere Züge kommen zu spät. (Verspätung wird erst ab 6 Minuten gezählt) *Gelächter*


    Selbst mein Auto kann einem anderen hinterherfahren, Geschwindigkeit und Abstand halten, sogar Lenkbewegungen korrigierend ausführen und bei Hindernissen warnen bzw. anhalten.


    Wenn das gewollt wäre, wär das möglich, denke ich. Ich empfinde solche Lösungen aber regelmässig als nicht gewollt. Wir bauen jetzt stattdessen Oberleitungen auf Autobahnen, wunderbar (dämlich) und fabulieren von Wasserstofflösungen in der kleinst anzunehmenden Form eines Autos. Wie albern, 3 oder 5 konkurrierende Energieinfrastrukturen PARALLEL aufbauen zu wollen.


    Wasserstoff - von mir aus, aber nur wo gewisse Grössenskalierungen Sinn ergeben.


    Ich bau doch auch kein Haus mit 4 Eingangstüren, Fliegengitter, Schiebetür, Flügeltür und zum Schluss nochmal nen Garagentor - wie dämlich wäre es, sowas auch nur anzudenken.


    Eigentlich ist dieser ganze Kram rund ums Thema, wie es derzeit kommuniziert wird, nur Blödsinn³


    Es fehlt jemand der sowas mal öffentlichkeitswirksam aufdröselt und ein paar Leute mal aus dem Galopp nimmt.


    Aber solange da solche "Menschen" wie Altmeier und Ko da planlos, kopflos und hirnlos daherrennen und -sabbeln, wird das nix werden.


    Ich bin jetzt mitte Ende 30, vor exact 20 Jahren wusste ich mit PC- Teilen und Aufrüstzubehör so richtig gut bescheid - heute: 0 Ahnung mehr was angesagt ist oder ne Grafikkarte aktuell oder nicht. Und jetzt kommen 60-70-jährige Politiker, und wollen uns erzählen, was technisch sinnvoll und up-to-date ist? Mit den Folgen für meine Kinder, wohlgemerkt!


    Der Ansatz ist falsch, die Umsetzung ist grottig - jedem Bewerber würde man sagen, "Danke für Ihre Zeit, wir haben uns bereits für einen anderen entschieden."


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
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    "Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt." [Gandi]


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  • So umweltfreundlich die Bahn aktuell auch sein kann, sie wird sich niemals in Kosten und Umweltfreundlichkeit und vor allem Flexibilität mit einem Elektro LKW messen können.

    Das wirklich Üble ist, dass dasselbe auch für den Elektro-PKW gilt. Nur bei wirklich vollen Zügen ist die Bahn wenigstens energetisch im Vorteil. Wenigstens das (Park-)Platzproblem in den Großstädten löst die Bahn besser...

  • auch dieses Problem könnte man mit kürzeren, autonomen Antriebseinheiten erschlagen. Ein ICE vorweg und 10 Sek Später ein selbstfahrendes "Gepäckabteil" mit weiss nicht 5 oder 10 Standard Containern hinterher?

    Gut zu erkenne, das jedem Interessierten sofort auffallen wird, dass die Schiene eine extrem leistungsfähige Infrastruktur darstellt, die man nur mit etwas Anpassungen sofort wettbewerbsfähig machen kann.


    Aber der Deutschen Bahn AG ist es ja schon zu teuer, den S-Bahnverkehr in Berlin ins 21 Jahrhundert zu holen, so dass auf dem Ring ( 41 und 42) es immer wieder zu Chaos kommen muss. Man merke an, das vor 1939 mehr Personenkilometer mit der S-Bahn erbracht wurden und die Pünktlichkeit besser war!


    Man stelle sich nur vor, Signal Technik etc. auf dem Stand des Jahrs 2010!


    Level 5 für selbstfahrende Lafetten (Einzelwagen) waren schon 'durch' als es weder Tesla noch irgendeinen anderen Autobauer gab, der sowas wollte. Alles liegt fix und fertig in den Schubladen.


    Man könnte ja wenigsten Staatssekretäre berufen , die VerkehrIngenieure sind, also so, wie zu den glorreichen Zeiten der Bahn ! Die Deutsche Reichsbahn war mal das wertvollste Unternehmen in D. das größte und reichste sowieso! Und auch das technisch innovativste ! Deshalb hat auch AEG, Siemens & Co. überall in Berlin einen Gleisanschluss gehabt! Und damals war das Gewusel auf den Straßen viel dichter als heute!

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Meine Meinung, ich halte die elektrifizierung der LKW auf den Straßen/Autobahnen für eine ziemliche Schnapsidee und ich verstehe auch nicht, was daran günstig sein soll. Die Frage wäre auch, wer aus der EU da überhaupt mitmachen würde wollen und welche System dann wieder entstehen.

    Aber Du scheinst daran echt zu glauben ... die Zeit wird es zeigen.

    Es muss auf jeden Fall was passieren auf den Straßen und auf der Schiene.

    Schön, hast du auch harte Argumente oder nur eine Meinung? Man kann solche Dinge grob abschätzen, wenn es um Kosten und Zeitbedarf geht, und das Resultat in einen sinnvollen Kontext (zu erreichende CO2-Einsparungen bis 20250) setzen...


    Wenn es schnnell gehen muss, dann ist die Elektrifizierung der BABs sicherlich die effektivste Variante, alleine schon, wenn man über dei durchschnittliche Nutzungsdauer der LKW nachdenkt, es kann das meiste über Ersatzbedarf geregelt werden.


    Und Deutschland als verkehrtechnischer Knoten in der EU hat es im Grunde leicht, Standards zu schaffen und durchzusetzen.

  • Das darf ja gerne funktionieren und umsetzbar sein, heißt, es bezahlt auch jemand ... ich glaube nicht dran.


    Argumente, das es nicht so schnell / nie umgesetzt wird:

    Es geht um Fernverkehr ... es müssten also ein paar mehr Länder der EU mit machen und wie einigungsfreudig gerade die Jungs und Mädels von der EU sind, wissen wir. Ok, sie sind besser, als die Brexit-Briten.

    Das kostet eine kleine Stange Geld.

    Der gesamte Fuhrpark dazu exisistiert nicht und muss geschaffen werden.

    DE hat bewiesen, dass es mit der flächendeckenden Verbreitung von EAutos und dazu passenden Ladesäulen schlicht überfordert ist, aber LKW am Fahrdraht ... wir schaffen das!

    Das fällt ins Resort des Verkehrsministerium ... ein starker Grund, dass es NICHT klappen wird bzw. wenn dann nur zu horrenden Kosten.


    Ich meine/denke ... mehr ist es nicht ... wir haben weitaus größere Sorgen und Herausforderungen, als LKW an den Fahrdraht zu bekommen, aber wie eingangs geschrieben, wenn es kommt. Toll:thumbup:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hi.


    ...steht der OL-LKW dann weniger im Stau weil gleichzeitig mit dem Leitungsbau auch die Straßen und Brücken instandgesetzt und ausgebaut werden...? Oder läuft der Transitverkehr dann per Verordnung nicht mehr auf der BAB?


    Wenn der Verkehr wie prognostiziert weiter zunimmt schalten wir gerade nochmal nen Gang hoch beim "auf-den-Abgrund-zurasen", nur wirds dann schön sauber...


    Irrsinn...

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Sehe ich auch so!

    Bahn ist alles da ... auch da muss ausgebaut, modernisiert und Wagons plus Lokführer gefunden werden, aber das Potential ist größer bzw. liegt bis jetzt komplett brach.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
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  • Bei Bahnstrecken wären eher zusätzliche /getrennte Hochgeschwindigkeitstrassen für den Reiseverkehr sinnvoll. Das würde zu einer Entflechtung führen, die heute auch den Güterverkehr behindert.

    Genau das Konzept darf man als gescheitert betrachten. So wurde beispielsweise die ICE Strecke Köln/Frankfurt geplant. Da man sich damals auch noch für besonders clever hielt hat man die Strecke obendrein so steil geplant, das wirklich nur der der ICE 3 dort fahren kann - der wurde damals mit Triebwagen neu vorgestellt. Die Antriebleistung wird dabei über den Zug verteilt statt nur über eine Lok auf die Schiene gebracht. Das Ergebnis ist das Güterverkehr dort aus technischen Gründen nicht stattfinden kann, da Güterzüge mit voller Länge u.A. bei einem Nothalt an den Steilstrecken nicht mehr anfahren könnten weil die Räder durchdrehen würden. Jetzt gondelt hin und wieder ein ICE über die Strecke und dazwischen ist lange Pause. Da hätte man man problemlos noch Güterverkehr dazwischen bekommen ohne das ein ICE behindert worden wäre. Güterverkehr der die heute hoffnungslos überlaste Rheinschiene wunderbar entlasten hätte können. Die gut gemeinte Entflechtung ist Größenwahn und für 40.000 Reisende täglich wurden Milliarden verschleudert! So umweltfreundlich die Bahn aktuell auch sein kann, sie wird sich niemals in Kosten und Umweltfreundlichkeit und vor allem Flexibilität mit einem Elektro LKW messen können.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke_Köln–Rhein/Main

    Ne, auf der Neubaustrecke könnte auch wenn sie vollkommen flach wäre zwischendurch kein Güterzug fahren, denn der mit 300km hinterherfahrende ICE würde auf den Güterzug schneller auflaufen aus Du "Gützerzug" sagen kannstum das übertrieben aber versändlich zu beschreiben. Es sei denn die Güterzügen schaffen auch Tempo 300 - dann kann man sie aber acuh so bauen, dass jeder Güterzugwaggon einen Motor hat, und so die Steigung schafft. Das hätte bei Selbstfahrenden Güterzügen auch sonst viele Vorteile mit dem trennen und vereinen von Güterzügen, um mehr Ziele öfter anfahren zu können, und auch um Gleisanschlüsse zu reaktivieren.

    Aber dagegen sein ist immer einfacher, als wirkliche Alternativen aufzuzeigen. Von der Kapazität und von der Lärmbelastung im Rheintal bräuchte es NEBEN der Schnellfahrstrecke auch eine tunnelreiche Güterzugstrecke die mit Tempo 160 güterzüge flach, aber von den Siedlungen entfernt im 2-5 Minuten-Takt die Rheinschine hoch und runter laufen lässt.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • So umweltfreundlich die Bahn aktuell auch sein kann, sie wird sich niemals in Kosten und Umweltfreundlichkeit und vor allem Flexibilität mit einem Elektro LKW messen können.

    Das wirklich Üble ist, dass dasselbe auch für den Elektro-PKW gilt. Nur bei wirklich vollen Zügen ist die Bahn wenigstens energetisch im Vorteil. Wenigstens das (Park-)Platzproblem in den Großstädten löst die Bahn besser...

    Das löst auch den Fernverkehr insgesamt besser - die Autobahn ist EIGENTLICH eine völlige Fehlkonstruktion, bei dem das Auto zu was vergewaltigt wird was es nicht gut kann - Massentransport und das noch über grosse Entfernungen. Massentransport kann die Schiene besser, Auto kann individualtransport besser. Zug braucht weniger platz, weniger Energie, und macht je transportierter Einheit viel weniger Lärm. Das ändert sich beim Wechsel von Diesel auf E-Antrieb nicht.

    Aber der Investitionsbedarf im Schienenbereich ist rieseig, und braucht zur Umsetzung Jahrzehnte. Die Schweiz investiert pro Jahr und Kopf etwa 300€ mehr in die Schiene als D. Das sind etwa 24 Mrd € je Jahr, 240 MRd € in 10 Jahren und das passiert seit wenigstens 20-30 Jahre. Jeder kann sich selbt surechnen wie viel wir mal in die Schiene investieren sollten. Alles unter 100 Mrd ist keiner Diskussion würdig.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
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  • Der LKW steht so viel oder so wenig im Stau wie bisher, und der transitLKW wird so fahren wie es für ihn billiger ist- und das ist Elektrisch, wenn eine Oberleitung da ist. Was ganz schnell druck erzeugt auch in den NAbarländern die Oberleitung nachzurüsten, weil die ausländischen Spediteure ihre E-LKW dann acuh zuhause fahren wollen werden.

    Der Fuhrpark der LKW in D wird in sehr kurzen Zyklen ausgetauscht in D. Die Spediteire fahren weit, weit über 100.000km je Jahr im Fernverkehr, eher 200.000, und zwischen 500.000 und 1.000.000 km wird der Wagen spätestens verkauft. D.h ein Austausch der Flotte kann in 5 Jahren durch sein.


    Und Kapazität für mehr Güterverkehr auf der Schiene? Leider fehlanzeige wenn man die details kennt. Es reicht nicht wenn auf 200km noch Kapazität ist wenn dann eine Strecke oder ein Knoten kommt der Zu ist.

    Um das Aufzuzeigen:

    - die Rheinschiene ist gänzlich zu, und wird auch noch mit dem Ausbau zu sein, denn der Zuwachs wird jedes neue Gleis dort sofort belegen. Die Schwarzwaldbahn ist zu und zudem nicht wirklich Gütezugtauglich. Die Gäubahn ist wegen der eingleicigen Abschntte und der fehlenden Singener Kurve zu.

    Die Geislinger Steige ist zu, womit dann ach die Südbahn richtung Bodensee aus Richtung Rotterdamm und Co zu ist, diese ist aber ebenfalls wegen der eingleisigen Abschnitte vor Lindau zu Der Brennerzulauf ist bekanntermassen sowiso zu. Womit man schnell in kurzem Absiss sihert, dass man von der Linie Karlsruhe -München Südwärts nicht mehr Verkehr auf die Schiene bekommen kann, ohne richtig Milliarden in die Hand zu nehmen. Die Neubastrecke Stuttgart-Ulm wird ein wenig entlasten, und eigentlich hatte die Bahn vor gleichzeitig Friedrichhafen-Lindau zweigleisig auszubauen, aber das hat das Verkehsministerium wieder gestrichen weil "braucht ja ein mensch so eine ausgebaute Provinzbahn", womit der Güterverkehr weiter nicht auf der Linie nach Süden rollen kann - die bisherige Kapazität ist vollständig mit Personenverkehr belegt.

    Tut mir Leid wenn ich da das eine oder andere Luftschloss zum Absturz bringen muss. MAn kann die Schiene für mehr Güterverkehr ausbauen - und wenn man das tut geht da teilweise auch wirklich viel Volumen sehr schnell drüber. Nur im ISTZUSTAND ist leider keine Kapazität da. Weil irgendwo eine Weiche fehlt, ein Stück weit ein zweites Gleis fehlt, der ganze Güterzug Kopf machen muss, Güterzüge voller Länge garnicht in den Bahnhof passen, etc... Unzulänglichkeiten, die man oft schon zu Kaiser Wilhelms Zeiten beheben wollte, die aber nie angefasst wurden.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
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