1-phasiger Hybrid Wechselrichter richtig ins Stromnetz einbinden

  • Hallo liebe Forengemeinde,

    da ich mich nun auch entschlossen habe, einen Teil meines Stroms selbst zu produzieren und dabei bin, mir gerade eine PV Anlage installiere, habe ich mich natürlich durch viel Berichte gelesen. Denke auch soweit erstmal die Komponenten für meine (vorläufigen) Anforderungen gefunden zu haben. Allerdings was ich nicht gefunden habe ist, wie ich den WR am besten an mein vorhandenes Stromnetz einbinde.


    Ich habe einen EaSun Hybrid Wechselrichter (baugleich Effekta AX Serie) mit 5KW 48V 80A MPPT und max. 450V & 4000W PV Input, 1-phasig.

    PV Module sind 12 x 300Wp Mono und als Speicher ist eine PYLONTECH LiFePO4 48Volt - 2,4 kWh Speicherbatterie mit Batteriemanagement geplant.


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/img_4726lrk58.jpg]


    In meinem Zählerschrank kommen hinter dem Zähler (oben) 3 Phasen an, die dann nochmal auf 2 Sicherungsautomaten-Reihen aufgeteilt sind, zum FI laufen und von da dann in 3er Reihe auf die Sicherungsautomaten gelegt sind. Also jede 3. Sicherung läuft auf der selben Phase.

    Kann man auf dem Bild glaube gut erkennen.

    Jetzt kann ich ja WR-bedingt nur ein Phase nutzen, was ja soweit ok ist. Das heisst ich würde die Belegung der Sicherungen so ändern, das alle Geräte/Räume, die über die eine Phase vom Wechselrichter laufen sollen, eben auf z.B der 3. Phase laufen.

    Was sind nicht angeschlossen werden soll ist z.B das Kochfeld, da das eh nur auf 2 Phasen (Phase 1 und 2) läuft und ich ja Phase 3 nutze. Und Herd würde ich auch irgendwie versuchen nicht über WR laufen zu lassen. Allerdings liegt auf der 2. Reihe, die letzten 3 Sicherungen, meine 8KW Sauna. Die soll natürlich auf keinen Fall über den WR laufen.

    Meine Fragen wären nun. Wo genau gehe ich jetzt vom Zählerschrank zum WR ab ? Oder gibt es andere Ideen wie man es realisieren kann. Wie gesagt. Ich will so viel wie möglich am WR anschliessen, aber die ganz großen Stromverbraucher aufgrund fehlender Leistung ( vor allem beim Speicher) natürlich auslassen.

    Falls ds noch wichtig ist. Mein Standbyverbrauch liegt bei ca 4000W/Tag. Das heisst wenn ich im Urlaub bin hab ich trotzdem einen Tagesverbrauch von 4KW für Kühlschrank, Wasserbett, Belüftung usw.


    MfG RB

  • Also jede 3. Sicherung läuft auf der selben Phase.

    Du meist bestimmt jede 4. läuft auf der selben Phase. Nach L1-L2-L3 kommt wieder L1......
    Lass die drei Sicherungen für die Sauna von einem Elektriker seperat auf dem RCD aufklemmen.
    Sowas nicht selber machen, LEBENSGEFAHR....

    LG. Noell

  • Ok stimmt. Wäre dann jede 4. Sicherung :-)

    Auf jeden Fall das anklemmen soll eh eine Elektriker machen, schon alleine wegen der richtigen Absicherung. Möchte halt nur viele Infos haben damit ich das richtig planen kann und schonmal die richtigen Leitungen verlegen kann.

    Allerdings verstehe ich nicht so ganz was du meinst. Meinst du das die Leitungen zur Sauna noch vor dem Abgang zum Wechselrichter auf ne extra Scheine kommen ? Platz wäre ja noch.

  • Hi.

    Du musst mit einer Leitung vom Netz zum AC Eingang und mit einer Leitung vom Wechselrichterausgang zu den Sicherungen.


    Geh nach dem RCD in den AC Eingang.

    Denn Nulleiter wird man Brücken müssen am Wechselrichter.

    Mit dem Wechselrichterausgang gehst zu der ersten Sicherung.

    Die Sicherungen die am Wechselrichter Laufen sollen, entweder alle in eine Reihe und mit einer Phasenschiene verbinden oder immer ein Kabel zu der Jeweiligen Sicherung durchschliefen.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Ok. Aber wenn ich erst nach dem RCD zum WR gehe brauche ich ja nicht mehr so dicke Kabel. Mein Elektriker sagte was von 6mm2 zum WR. Ins RCD gehen glaube Max 4mm2

    Was wäre denn bei dem 5KW WR passend ?

  • Der Hösel / Ayx spricht von 25 A (3 Adern) bei Verlegung im Installationsrohr oder Kabelschacht bei 4 qmm. Das dann aber bei einem Kabel. Bei 2 Kabeln wären dann noch der Häufungsfaktor 0,8 heranzuziehen.


    25 A x 230 V = 5750 W (*0.8 = 4600 W)


    Das wäre dann rechnerisch noch möglich. Da ist dann aber keinerlei Reserve mehr vorhanden...


    Wobei, wo liegt denn der max. Strom des WR? und wann wird der mal zu 100 % erreicht?


    Daher passt das schon besser mit den 6 qmm, die der Elektriker genannt hat denn die Verlegung wird bestimmt nicht ganz ideal sein können!

    7,35 kWp mit 30 x IBC MonoSol 245 ET an SMA Sunny Tripower 8000TL-10; Inbetriebnahme 14.08.2012
    2013 1004.28 kWh/kWp
    2014 1093.07 kWh/kWp
    2015 1159.28 kWh/kWp
    2016 1093.39 kWh/kWp

    2017 1060.24 kWh/kWp

    2018 1189.56 kWh/kWp

  • Ok. Ein 6mm2 Kabel, bzw. 2 im Rohr wäre nicht das Problem. Aber wenn ich wie scauter2008 sagt hinter dem RCD zum WR abgehe, wo ja nur ein 4mm2 rein geht, mit 6mm2 raus gehe. Macht das Sinn ?

    Der WR kann Max 5KW. Allerdings wird die hier nie erreicht.