Elek­tri­zi­täts­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men

  • Ich würde mich mal nach dem derzeitigen Strompreis des Verpächters erkundigen und dann gemeinsam einen Preis festlegen der für beide Seiten gut ist (sofern machbar).

    Speist du über den vorhandenen Hausanschluss ein? Vermutlich eher nicht. Wie die Zählerkaskade dann auszusehen hat kann dir am besten der beauftragte Elektriker zeigen.

    Das Problem ist nicht der Strompreis sonst die Regelung.
    Wenn ich den Strom an Dritte direkt vermarkten will, soll ich eine Energieversorgungsunternehmenh (§ 3 Nr. 18 EnWG
    ) / Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EEG §3 Nr. 2d) gründen und es ist ziemlich komplex!

  • Ich habe diese Antwort im Internet gefunden:

    Meldepflichten bei Lieferung an Dritte

    Ihr Unternehmen liefert Strom an Letztverbraucher? Dann werden Sie nach §3 Nr. 20 EEG 2017 als Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) angesehen und müssen gemäß §74 EEG 2017 ihrem Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) und der Bundesnetzagentur folgende Informationen mitteilen:

    • Ob und in welcher Höhe für die Lieferung die EEG-Umlage anfällt. Ausnahme: Diese Information liegt dem ÜNB und der Bundesnetzagentur bereits vor.
    • Welche Energiemenge Ihr Unternehmen an den Letztverbraucher geliefert hat. Bis zum 31.5 jeden Jahres müssen Sie dann die Endabrechnung über die im Vorjahr gelieferten Strommengen vorlegen.
  • Ich verkaufe auch Strom an den Dachverpächter. Bei TENNET gebe ich die Prognose über die EEG-Umlage ab (nach Rücksprache muss ich nicht monatlich schätzen sondern gebe nur die Jahressumme an) und führe Anhand der gelieferten Menge meine EEG-Umlage ab.

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Ich verkaufe auch Strom an den Dachverpächter. Bei TENNET gebe ich die Prognose über die EEG-Umlage ab (nach Rücksprache muss ich nicht monatlich schätzen sondern gebe nur die Jahressumme an) und führe Anhand der gelieferten Menge meine EEG-Umlage ab.

    Toll. Dann habe ich zwei Fragen an dich:

    1. hast du dich als EltVU gemeldet?
    2. Die Lieferung an Dritte bzw. das Messkonzept soll beim Netzbetreiber zugestimmt werden?
  • als Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) angesehen

    Da steht nicht, daß du eines gründen mußt, sondern, daß du als solches angesehen wirst. Alles andere, was EVUs sonst noch machen müssen, bleibt dir erspart.


    Den Strom ohne Netzdurchleitung zu vermarkten erlaubt das EEG (außer du wärst ausschreibungspflichtig, bist du aber bei 99kWp, BTW: dürfen auch exakt 100 sein aber kein Wp mehr, noch lange nicht), da muß niemand was genehmigen.


    Warum die Vorredner Volleinspeisung empfehlen - der Hausanschluß wird keine 100kWp hergeben, also muß ein eigener Trafo her, damit erfolgt dann auch der sonstige Bezug darüber auf Mittelspannung und das wird sich bei wenigen 1000 oder von mir aus auch wenigen 10000kWh nicht rechnen.

    Gangbar wären möglicherweise 30-40kWp am Hausanschluß mit Überschußeinspeisung und der Rest gesondert, macht das alles aber nicht preiswerter.

  • als Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) angesehen


    Warum die Vorredner Volleinspeisung empfehlen - der Hausanschluß wird keine 100kWp hergeben, also muß ein eigener Trafo her, damit erfolgt dann auch der sonstige Bezug darüber auf Mittelspannung und das wird sich bei wenigen 1000 oder von mir aus auch wenigen 10000kWh nicht rechnen.

    warum um gottes Willen soll denn nun einn Trafo her bei den lächerlichen 99kwp?

    Das wird mit Wandlersäule an die Hauptleitung angeschlossen.

    Wenn Du glück hast liegt diese Leitung vor dem Grundstück in der Erde.


    Und wenn es ein größerer Landwirtschaftsbetrieb ist, dann haben die sowieso genug Leistung verfügbar und demzufolge auch genug Einspeisekapazität.


    Xorshid :

    Den Strom den die Verpächterin selbst verbraucht, den verkaufste einfach fertig,

    Zähler dazwischen und gut.

    Du musst aber klären das du nicht alles Lieferst sondern nur was eben geht.

    den Nacht- und Schlechtwetterstrom muss sie dennoch bei Ihrem Anbieter betziehen.


    Das kann sogar für dich lukrativ sein wenn die relativ viel verbraten.

    z.B. EEG Vergütung liegt bei 8 cent

    Du verkaufst den Strom aber für 12 Cent plus EEG Umlage also rund 19 Cent damit bist du billiger als der beste Stromanbieter und bekommst aber 50 % mehr für die kwh

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!

  • als Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) angesehen

    Da steht nicht, daß du eines gründen mußt, sondern, daß du als solches angesehen wirst. Alles andere, was EVUs sonst noch machen müssen, bleibt dir erspart.


    Warum die Vorredner Volleinspeisung empfehlen - der Hausanschluß wird keine 100kWp hergeben, also muß ein eigener Trafo her, damit erfolgt dann auch der sonstige Bezug darüber auf Mittelspannung und das wird sich bei wenigen 1000 oder von mir aus auch wenigen 10000kWh nicht rechnen.

    richtig! Ich habe es übersehen!


    Es ist ein Kuhstall und hat eine 125 kVA Trafo.