Studie: Kosteneffiziente und klimagerechte Transformationsstrategien für das deutsche Energiesystem bis zum Jahr 2050

  • Hallo Cephalotus,


    ich versuche mal, konkret auf Deine Punkte einzugehen:


    - Braunkohle-Ende: Es geht mir primär nicht um die wenigen dortigen Arbeitsplätze, sondern die Möglichkeit, importunabhängig bis zur Erreichung der 100% EE eine BackUp-Kraftwerkskapazität zur Verfügung zu haben.

    Und wenn man in http://www.energy-charts.de sieht, wie brav die Braunkohle - im Gegensatz zu den bzgl. Rohstoff importabhängigen AKWs - mittlerweile zwischen grob 5 und 15 GW rauf und runter fährt, wenn Wind/Sonne/Biomasse nicht liefern, so finde ich das sehr gut!


    - CO2-Ausstoß als Grund für Kriege: Denkst Du tatsächlich, das es gut und richtig ist, wenn es soweit kommt, dass z.B. D militärisch angegriffen wird, weil es noch die lokal verfügbare Energieressource Braunkohle nutzt?

    Und umgekehrt, sind wir bereit unsere Söhne in den Krieg gegen Polen zu senden, weil die demnächst doch noch ihre heimische Steinkohle verfeuern wollen?


    - Saudies und Russen helfen...: Denkst Du das wir Wirtschaftsmodelle für andere Länder / Regionen entwickeln sollten? Ich finde, wir sollten eher bei uns selbst schauen, welche physischen Produkte die Menschen z.B. in fünf Jahren mit Wohlstand assozieren um dann diese - wie bisher - als Industrienation zu entwickeln und dem Weltmarkt anzubieten.


    - PV-Förderung / EE-Gesetz: Ja, dass war wirklich eine tolle Sache, die hier in D u.a. vom Umweltminister Töpfer damals mit aufgegleist wurde; die private Abhängigkeit von den vier damaligen Strom-Monopolisten und gleichzeitig die gesellschaftliche Importabhängigkeit bei der Stromerzeugung zu verringern! Den Weg konsequent mit PV und Wind im Strom- aber auch Wärmemarkt weiterzugehen, halte ich für sehr wichtig, eben um die Import-Abhängigkeiten weiter zu verringern!


    - Wasserstoff aus Russland: Also, hier von uns in D eine Weichenstellung bei denen zu bewirken, würde erst einmal eine politisch deferenziertere, NATO-kritischere Haltung unserseits erfordern! Und momentan würden die wohl mit Kusshand den von uns finanzierten 1000 MW-Elektrolyseur (... vielleicht von Siemens entwickelt) übernehmen und neben einen neuen WWER-1200 stellen...


    Gruß


    ElektroZW

  • - PV-Förderung / EE-Gesetz: Ja, dass war wirklich eine tolle Sache, die hier in D u.a. vom Umweltminister Töpfer damals mit aufgegleist wurde; die private Abhängigkeit von den vier damaligen Strom-Monopolisten und gleichzeitig die gesellschaftliche Importabhängigkeit bei der Stromerzeugung zu verringern! Den Weg konsequent mit PV und Wind im Strom- aber auch Wärmemarkt weiterzugehen, halte ich für sehr wichtig, eben um die Import-Abhängigkeiten weiter zu verringern!

    Da stimme ich zu. Leider - wenn man die Sache weiter denkt - sind die Import-Abhängigkeiten nur aufgeschoben aber nicht aufgehoben.


    Ohne eine lokale PV, KWK, Geo-/Hydro-/Wind- Industrie bleibt man abhängig.


    Bei nüchterner Betrachtung ist bisher tatsächlich nur die Windenergie in Deutschland am "nachhaltigsten".


    Selbst wenn ich auf allen Dächern PV Panele habe, ist mir nicht geholfen, wenn ich diese in 20-30 Jahren importieren muss (austausch/reparatur etc.) - weil ich im Land nur Kartoffelchips herstelle.


    Eines der interessantesten KWK Produkte (Ene-Farm) gibt es in Japan, und wenn man sich arg anstrengt und das von einem deutschen Hersteller will, dann ist das eben auch nur mit importierter Technologie (und Produkten) zu machen.

  • Wir haben hier ein Braunkohlekraftwerk und es wäre kein Problem, wenns nur das wäre, aber hier hängt sehr viel Industrie direkt am Betrieb des Kraftwerkes mit dran, welche den heißen Dampf nutzen. Für die ist ein Wegbruch dann richtig böse und hier müssen erst Löungen her, dann kann abgeschaltet werden.


    Zu gern wird das vergessen, dass Probleme niemals eindimensional sind, wenn sie derart groß sind.

    Auch hier wäre der Schwenk auf ein z.B. H²- oder Methan-Gas-betriebenes Kraftwerk der korrekte Ersatz. Mit purem Strom wäre hier keinem geholfen, da dieser regelrecht verpulvert würde. Die Energie aus dem Gas kann man jedoch vielfach verteilt nutzen.

    Genau wie bei der Kohle, es wird eben nicht nur Strom draus gemacht, sondern der heiße Dampf kann richtig gut anderweitig weiter genutzt werden, eben zur Kunststoffherstellung, wie hier.


    Einfache Lösungen wären schön, aber die wird es so nicht geben.

    Wenn das Problem nicht bei der Wurzel gepackt wird, gehts sehr daneben und die AfD bekommt noch mehr Zuspruch ... neiiiiin!

  • Wir haben über 200TWh/a an Gasspeichern, wenn Du eine Notfallreserve haben willst erscheint es mir weitaus klüger, hier Regeln für den minimalen Füllstand und die Abgabe in einer Krise zu etablieren als die paar Braunkohlekraftwerke.


    Umgekehrt haben unsere Braunkohlekraftwerke heute eine klare weltweite Signalwirkung, denn sie sind mit die größten vorstellbaren Umweltschweinereien in Bezug auf Klimaschutz, die man sich vorstellen kann. Es gibt nicht viel, was weniger Wohlstand erzeugt bei mehr Schaden als unsere Braunkohlekraftwerke.


    Solange die deutsche Braunkohlekraftwerke betreiben werden wird es niemals internationalen Klimaschutz geben. Niemand auf dieser Welt wird völlig zurecht auf seine Öl- oder Gasförderung verzichten, solange Deutschland Braunkohle ausgräbt und verbrennt. Jede kWh die heute mit Braunkohle erzeugt wird verhindert künftig 2,5kWh die mit Erdgas erzeugt werden oder 20kWh die mit einem Solar-Wind-Gas-Mix erzeugt würden.

    Jede kWh die Du heute aus Braunkohle nutzt kostet uns 20kWh Strom in 25 Jahren.


    Auch alle Maßnahmen zu grünem Wasserstoff und synthetischen Treibstoffe wird es niemals großtechnisch geben, solange wir Braunkohle verbrennen, weil es schlichtweg absurd ist.

    Um künftig eine t CO2 aus der Luft abzuscheiden benötigt man 400-600€. Da hat man erst das CO2, nicht den Kraftstoff, die Vermeidungskosten liegen also Richtung 1000€/t.

    Im Vergleich dazu, einfach Braunkohle heute nicht zu verbrennen landen wir bei 1€/kWh Braunkohlestrom. (Braunkohle ist ein ganz wunderbarer Kohlenstoffspeicher, das hat über Jahrmillionen zuverlässig funktioniert)


    Wie Du siehst sind all diese Visionen von der Energiewende und einem dekorbonsierten Deutschland rein garnix wert. Niemand bei gutem Verstand kann gleichzeitig erzählen, dass wir künftig CO2 aus der Atmosphäre entnehmen (um damit grünes Kerosin und grünen Schiffsdiesel zu machen) und gleichzeitig erzählen, man solle ruhig noch ein paar Jahre weiter Kohle verbrennen, außer dort wo ansonsten sofort die Lichter ausgingen.


    Es geht nicht darum, den Saudis und den Russen zu helfen, es geht darum, das unser Planet bewohnbar wird und wir mit einer mittleren Katastrophe davon kommen (+3K für die unverbesserlichen Optimisten wie mich) statt in den Untergang zu gehen.

    Wer so tut als würde er Klimaschutz wollen, der muss mir hier und jetzt erzählen können, was mit russischen Öl und Gas oder saudischem Öl in 10 und in 20 Jahren sein wird. Nicht im Jahr 2100, sondern in nur 10 oder 20 Jahren, denn bis dahin muss deren Förderung bereits zurück gehen (und zwar umso schneller, je mehr Kohle wir verbrennen).

    Glaubst Du, die Russen lassen ihr Erdgas freiwillig im Boden, solange wir hier Braunkohle verfeuern? Völlig zurecht tippen die sich auf die Stirn.


    Das russischen Angebot für grünen Wasserstoff ist keine Phantasie. Allerdings schwebt den Russen nicht vor, das mittels Elektrolyseure zu erzeugen, sondern über Kohlenstoffabscheidung aus Methan (den Kohlenstoff vergräbt ma dann).

    Das ist grundsätzlich eine interessante Option, allerdings wäre es ein Schildbürgerstreich, wenn wir hier Kohle aus der Erde buddeln und verbrenne und die Russen scheiden Kohle aus dem Methan ab und verbuddeln das dann.


    Alle diese Systemansätze im Klimaschutz, die jetzt bei uns langsam technologisch interessant sind und die wir zum erreichen einer mittleren Katastrophe schnellstmöglich brauchen wie eben grünen Wasserstoff und synthetische Treibstoffe und grüne Kohlenstoffkreisläufe sind fast alle grober Unfug, solange man hier Braunkohle in die Luft pustet.


    Solange die Kohlekraftwerke hier laufen haben wir die neuen Techniken halt auf Modell- und Demonstratorebene, also Photovoltaik Stand 1995. das ist aber nicht das, was wir in 2038 brauchen.


    Das gilt in ähnlichen Maße für USA und China auch, aber die sind bei der systemweiten Einbindung von EE NOCH nicht so weit wie wir. Falls wir da einen Vorsprung behalten wollen muss sich das System ändern und zwar jetzt.


    Für Unternehmen die Dampf vom Braunkohlekraftwerk nutzen muss man halt mal anschauen, was die heute für die Wärme bezahlen. Wenn es 0,5ct/kWh sind weiß man ja, wo der Hund begraben liegt.

    Das ist dann "DDR-Effizienz". Hat sowas eine Zukunft? Natürlich nein.


    Wenn es normale Wärmepreise sind gibt es auch Alternativen.


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    Das heißt nicht, dass man übermorgen jedes Kohlekraftwrek abschalten muss, koste es was es wolle, aber ich fordere einen glaubwürdigen und schnellen Pfad, der sich an Notwendigkeiten orientiert.

    UK hat gezeigt, dass man in 6 Jahren quasi aus der Kohleverstromung aussteigen kann. Wenn ein paar von den Dngern dann noch in den Dunkelflauten laufen zru Netzstabilisierung ist das eine Weile auch okay.


    Aber wir brauchen hier noch über den Sinn und Unsinn von Inlandsflügen diskutieren, wenn alle Inlandsflüge in Deutschland in einem Jahr zusammen soviel CO2 ausstoßen wie Neurath in nur einem Monat in die Luft spuckt.


    MfG


    PS: Ich will keinen Krieg, aber sei mal ein großer Optimist und stelle Dir vor, in 2050 hätten wir die Energiewende tatsächlich geschafft und die EU und China und die USA und eine +3K Welt wäre zu halten. Natürlich würde die Welt 2050 schon anders aussehen als heute mit einigen katastrophalen Ereignissen, die eben der unaufhaltsame Wandel mit sich bringen wird.

    Und jetzt stell Dir vor, in dieser Welt fördern die Saudis und die Russen immer noch täglich mehrere Millionen an Barrel Öl um den Kram selber zu verfeuern aber auch um ich nach Afrika, Indien & Co zu verkaufen.

    Die Welt würde also trotz aller Anstrengungen weiter Richtung +5K gehen und als wir das das letzte Mal an der Perm-Trias Grenze hatten folgte daraus das größte Artenstreben in der Geschichte das Planeten.


    Ich denke, so ein Szenario wird Krieg bedeuten.


    Umgekehrt kann man Russland, Saudi Arabien & Co aber schwerlich zwingen, ihr komplettes Wirtschaftssystem ohne Alternative aufzugeben (schon garnicht heute aus der Warte eines Landes, das noch Jahre lang Braunkohle fördern und verbrennen will)


    Fazit: Niemand weiß, ob die Welt die Energiewende mitmacht und hinbekommt, wenn wir sie (vor)machen, aber jedem sollte ganz klar bewusst sein, dass es garantiert keine globale Energiewende geben kann und wird, solange bei uns Braunkohlekraftwerke einfach weiter laufen.


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Alles über ein Netz geht nunmal nicht ... mittlerweile kommen Lokale Netze an ihre Grenzen, nur weil jetzt paar Leute schon Ladestationen zuhause hin stellen ... was soll das werden, wenn dann auch noch alle elt. heizen würden. Sorry, das kann nie gehen. Nie!

    Transport... Leute ... haben Kosten und Machbarkeiten je jemanden bei Gas oder Öl-Pipelines oder Transportschiffen je jemanden gehindert, diese zu bauen?

    NEIN!

    Aber wenn das Zeug nicht direkt aus der Erde gepumpt wird, dann schlage sofort alle die Hände über den Köpfen zusammen und es gib ein einhelliges ... Geht ja gar nicht, rechne mal x * y + Kuh die im Quadrat springt = Unmöglich

    Eigentlich sprechen diese zwei Zitate hintereinander auch ohne Kommentar für sich. Im einen argumentierst du wörtlich so, wie du es im anderen vehement zurückweist :)

  • cephalotus:thumbup:, sehr gute Gedanken, insbesondere die Schlussfolgerung, dass CO2-Emission in absehbarer Zeit quasi zwingend als kriegerischer Akt berachtet werden wird. Man kann nicht früh genug anfangen, sich darüber Sorgen zu machen. Ich habe den Eindruck, die Saudis bereiten sich darauf besser vor als die Russen, vielleicht ist das aber auch einfach Selbstschutz folgend aus dem niedrigeren Breitengrad.

    Was sollte die Russen aber daran hindern, uns statt H2 einfach Strom zu verkaufen? Das Land ist groß genug um entkorrelierte WKA und PV aufzubauen und kann China mit Westeuropa verbinden. Was die liefern wird schon davon abhängen, was wir nachfragen. Vor allem könnte man damit vor 2038 beginnen, denn dass Russland Kohlenstoff vergräbt, noch während er hier ausgegraben wird, ist natürlich eine absurde Vorstellung.

    Man kann nur immer wieder betonen, dass 2038 viel zu spät ist!

  • Die Welt würde also trotz aller Anstrengungen weiter Richtung +5K gehen und als wir das das letzte Mal an der Perm-Trias Grenze hatten folgte daraus das größte Artenstreben in der Geschichte das Planeten.


    Ich denke, so ein Szenario wird Krieg bedeuten.

    Klar.


    Ebenso, wenn Permafrostböden in der Tundra auftauen und Gigatonnen an Methan in die Atmosphäre gelangen. Oder Yellowstone hochgeht. Oder die Phlegräischen Felder und/oder auch noch ein paar Vulkane, so dass "wir" wieder ein "Jahr ohne Sommer" haben.


    Krieg wird es bereits geben, wenn ein großer Staat hierbei die Aufmerksamkeit von der Innenpolitik auf die Außenpolitik umbiegen kann (z.B. krachende heimische Wirtschaft)


    All diesen Ereignissen stehen wir machtlos gegenüber. Ich bin kein Klimaskeptiker, klar ist der derzeitige Treibhauseffekt menschengemacht. Aber genauso leben wir ja momentan in einer Eiszeit (Definition: Mindestens einer der Pole ist von Eis bedeckt, schaut nach).


    Die Antarktis war nicht immer unter einer 2km Eisdecke, Grönland ebenso. Ist halt schon lange her - aus unserer Sicht.


    ---


    Bevor mir ein Rhetorik-Azubi unterschieben möchte ich propagiere "Wir sind eh machtlos, wir sollten nix tun." - bitte bleiben lassen, das tue ich nämlich nicht. Ich sage nur, dass alle Überlegungen zur Begrenzung der globalen Temperaturerhöhung nur einen Teil der Lösung sehen.


    Ich gehe sogar einen Schritt weiter, ich behaupte, das ist nur Plan B.


    Plan A wäre, dass wir von einer massiven Erhöhung der mittleren globalen Temperatur als gegeben ausgehen sollten und entsprechend handeln sollten. Sprich sich hierauf vorbereiten, eine diesbezüglich entsprechend resiliente Gesellschaft aufbauen.


    Das schliesst Plan B nicht aus und der riesige Vorteil ist, dass wenn man sich in der Grundannahme bei Plan A schon vertan hat, hat man trotzdem gewonnen.


    Im Klartext: Die Tulpenbauern mit den gelben Nummernschildern arbeiten seit 700 Jahren unermüdlich daran dem Meer Land abzutrotzen. Manchmal gibt's auch Rückschläge, aber die Energie und Beharrlichkeit (und manchmal Pragmatik) die in dieses Unterfangen geht ist beachtlich. Das ist eine Investition, die man nicht einfach so aufgibt.


    Und dennoch gibt es in den Niederlanden einen Trend, der einfach davon ausgeht dass das Meer früher oder später kommen wird. Naja und dann baut man eben Häuser, die auch schon mal 13m mit dem Wasser in die Höhe gehen können.


    Ich behaupte, besagter Plan B, den ihr alle in den Köpfen habt, und der nichts anderes darstellt als social-geoengineering (wobei bei technischem geoengineering ja alle dagegen sind - zugegeben: mich eingeschlossen), stellt euch vor der geht echt in die Hose und man hat den Plan A nicht verfolgt.


    "Dann sind wir am Arsch" sage ich da nur.

  • cephalotus:thumbup:, sehr gute Gedanken, insbesondere die Schlussfolgerung, dass CO2-Emission in absehbarer Zeit quasi zwingend als kriegerischer Akt berachtet werden wird. Man kann nicht früh genug anfangen, sich darüber Sorgen zu machen. Ich habe den Eindruck, die Saudis bereiten sich darauf besser vor als die Russen, vielleicht ist das aber auch einfach Selbstschutz folgend aus dem niedrigeren Breitengrad.

    Was sollte die Russen aber daran hindern, uns statt H2 einfach Strom zu verkaufen? Das Land ist groß genug um entkorrelierte WKA und PV aufzubauen und kann China mit Westeuropa verbinden. Was die liefern wird schon davon abhängen, was wir nachfragen. Vor allem könnte man damit vor 2038 beginnen, denn dass Russland Kohlenstoff vergräbt, noch während er hier ausgegraben wird, ist natürlich eine absurde Vorstellung.

    Man kann nur immer wieder betonen, dass 2038 viel zu spät ist!

    Zwei Hauptgründe:


    1. Eine Wasserstoffpipeline kann deutlich mehr Leistung transportieren als eine HGÜ Leitung (wenn auch nur 1/3 einer Methanpipeline)

    2. Wir werden weitaus mehr für 1kWh grünen Wasserstoff bezahlen als für 1kWh grünen Wind- oder Solarstrom, schlichtweg weil die 1kWh Wasserstoff für und weitaus wertvoller sein wird.

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Wir haben das ja neulich schon mal durchkalkuliert. HGÜs würde man ja nicht nur eine bauen sondern ein ganzes Netz, und sie funktionieren in beide Richtungen. Und dass 1 kWh H2 wertvoller sein soll als 1kWh Strom bezweifle ich zumindest mal. Das hängt natürlich von der Anwendung ab, aber für alles was elektrisch oder elektrifizierbar ist (die gesamte Kraftwerksleistung, Raumwärme, ein Großteil des Verkehrs) ist schon auf jeden Fall mal der Strom wertvoller. Ich bin also nicht überzeugt.