Planung Gewerbehalle Sandwichpaneele Selbstmontage ca. 80-99kWp

  • Das Zertifikat ist die 4105:2011


    momentan ist die 4105:2018-11 Nötig

    ZOE intens 10/2014, IONIQ Style electric 11/2017, Kona 12/2018
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

  • Projekt#2: Es ist technisch einfach, Akkuschrauber ist geladen, aber doch kompliziert...


    Ich habe jetzt den Mieter der betreffenden Halle nach deren Stromverbrauch gefragt, Antwort:


    30.000kWh p.a. Interesse an Mieterstrom ist groß, was das auch immer ist.


    Was kann ich dem Mieter für eine Hausnummer netto pro kWh nennen?


    Bekomme ich nach Abzug der Kosten und des Aufwandes mehr als 100% Einspeiser?


    Wie aufwendig ist das Prozedere?


    Welche Technik ist nötig?


    Ist ein langjähriger Liefervertrag nötig?


    Ist eine Rückkehr zum EEG Einspeiser möglich?


    Was passiert wenn der Mieter auszieht?


    Fragen über Fragen?


    Soll ich einen extra Thread aufmachen?


    Gruß

    Paul

  • Also rein physikalisch nutzt der Mieter ja so oder so den PV-Strom. Jetzt geht's nur noch darum dass ihr beide monetär einen Mehrwert generiert.


    Auf die Einzelheiten der Zähler etc möchte ich nicht eingehen, da kennen sich andere besser aus.


    Aber bei Mieterstrom hast du 2 Möglichkeiten:

    1. Dein Mieter hat 2 Stromtarife, einen für deinen Strom und drn zweiten für den Netzbezug wenn nicht genug vom Dach kommt.


    2. Dein Mieter hat einen Stromtarif bei dir. Was deine PV nicht liefert, kaufst du ein.


    Bei Variante 2 kostet die kWh soviel, wie du sie einkaufst. Plus ggf. Ne kleine Grundgebühr die dir durch den Netzbezug entsteht. Hintergrund: wenn du zu einem geringeren Preis verkaufst als du einkaufst, machst du bei jeder kWh Netzbezug Verlust. Das gleichst du zwar durch den Mehrertrag des PV-Stroms aus, da du das Verhältnis nicht kennst, gehst du ein schwer kalkulierbares Risiko ein. Nachteil hier wird sein, dass du deinem Vermieter keinen besseren Strompreis anbieten kannst, ohne größere Risiken einzugehen(s.o)


    Bei Variante 2 kannst du den Preis festlegen, wie du dich damit noch wohl fühlst. Wenn du für dich intern eine Mieterstromvergütung von 15Cent netto annimmst, kommen da ~6,5 Cent EEG dazu plus Mwst. Macht 25,5Cent brutto. Evtl. Bekommst du noch 1-1,5 Cent Mieterstromzulage. Ob das bei Gewerben auch greift weiß ich nicht.


    Schreib dir einfach mal alle jährlichen Kosten für Messung und Grundgebühr etc auf und vergleich mal, ob sich der Mehraufwand lohnt. Bei 30 MWh könnte das interssant werden, vorallem wenn im Einschichtbetrieb gearbeitet wird.


    EEG-Einspeisung machst du ja unabhängig und parallel dazu.


    Langfristige Verträge würde ich nicht machen, es sei denn du hast großen Invest für die Messung. Gerade bei Variante 2 musst du die Arbeitspreise ja immer deinen EK-Preisen anpassen.


    So ausm Bauch würde ich zu Variante 1 tendieren, da deutlich weniger Aufwand und Risiko. Und bei einem Großabnehmer auch für den Mieter vertretbar. Und er hat, falls du deinen Strom günstiger anbieten kannst einen Anreiz den Verbrauch in den Tag zu legen, bzw. Sieht ja auch direkt was er finanziell davon hat.

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Es geht darum, erst mal ein paar K.O. Kriterien auszuräumen.

    EEG-Einspeisung machst du ja unabhängig und parallel dazu.

    Ich lege mich also nicht fest, ob EEG Einspeisung oder Mieterstrom. Sollte der Mieter ausziehen, insolvent etc. sein, speise ich ganz normal EEG ein, richtig?

    vorallem wenn im Einschichtbetrieb gearbeitet wird.

    Ja, ist so, nur tagsüber, 5 Tage, bei Auftragsdruck auch mal Samstags. Im Sommer kommt dank Klimawandel ein kleines Problem hinzu: Durch das Lichtband wird die Halle sehr heiß, Abhilfe könnte eine Klimatisierung sein. Mit PV Strom evtl. günstig und nachhaltig zu realisieren...

    15Cent netto annimmst, kommen da ~6,5 Cent EEG

    Ok, wenn ich 12 ct verlange, zahlt der Mieter effektiv ca. 18,5 ct /kWh. Macht für mich eine Mehreinnahme von ca. 600€ im Jahr. Ob das den Aufwand lohnt?


    Der Mieter hat einen Strommakler, er möchte mir nicht sagen was die kWh ihn kostet. Weiss jemand die Gewerbepreise für 30MWh im Raum 74889? Hallo MarkusWo ?

  • Einlesen kannst Du Dich mal hier Mieterstrom

    Du musst, meine ich, mindestens 10% unter dem üblichen Marktpreis liegen. Der Vertrag muss jährlich kündbar sein und Du musst die volle EEG-Umlage abführen. Bei gefördertem Mieterstrom bekommst Du wieder eine Rückerstattung von um die 3 Cent/kWh.

  • Wer macht's für wieviel lautet die Frage. Machst du Mieterstrom für 600€ mehr im Jahr? Das musst du selbst entscheiden.

    Bei Mieterstrom ist Wohlwollen auf beiden Seiten gefragt. Du kannst dich nicht großartig dran bereichern, und der Mieter macht auch nicht den Reibach.


    Mietstromzulage würde ich mich mal erkundigen ob das auch für Gewerbeimmobilien zählt (warum nicht?). Die Mietstromzulage berechnet sich aber aus: EEG-Einspeisevergütung- 8,5 Cent. Das heißt bei Anlagen unter 10kWp ~1,5 Cent. Je größer die Anlage wird, desto geringer die Zulage. Habe die Zahlen jetzt nicht im Kopf. Aber das wird effektiv schon Richtung null Mieterstromzulage bei dir gehen.


    Ich habe keine Ahnung wie sich das mit der Umsatzsteuer verhält, also wenn du bspw. Kleinunternehmer wärst, ob du dennoch Umsatzsteuer ausweisen darfst. Dein Mieter will sich ja sicher die Umsatzsteuer zurückholen.


    Was mir gerade noch aufgefallen ist: wie kommst du auf 600€ Mehreinnahmen? Wenn ich von 15.000kWh DV des Mieters ausgehe, und du 2 Cent dadurch mehr erlöst, komme ich auf gerade einmal 300€/a

  • Also für die Vermarktung des Stroms kann er deutlich mehr als 2 cent über der Einspeisevergütung verlangen!


    Er bekommt noch rund 9,5 cent , plus 2 cent plus EEG Umlage plus UST wären 21,42 cent brutto


    Also wer da nicht den PV Strom bei dem Verbrauch kauft wäre selbst schuld.

    Ich denke 13-15 cent plus eeg Umlage plus USt wären auch realistisch!


    Nur weil Betriebe viel Strom abnehmen bekommen sie den nicht geschenkt!

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!

  • Dazu müsste er wissen, zu welchem Preis der Mieter den Strom bisher bezieht. In 09xxx würde ich bei 30MWh/a ~ 25Cent/kWh brutto inkl. Grundgebühr bezahlen. Geht vielleicht noch etwas günstiger, wenn kein Grünstrom.

    Zweite Frage: wieviel günstiger müsste der PV-Strom angeboten werden, damit der Mieter mit macht. Wie schon gesagt, es kommt auf das Wohlwollen beider Seiten an. Und reich wird dadurch keiner von beiden.

    Aber so 12-14 Cent könnte man bei Mieterstrom an gewerblichen Großabnehmer erlösen. Bei Mehrfamilienhäusern sogar etwas mehr, aber hier nicht der Fall. Man hat auf jeden Fall dadurch Mehrerlöse. Aber auch Mehraufwand.

  • Wenn ich von 15.000kWh DV des Mieters ausgehe, und du 2 Cent dadurch mehr erlöst, komme ich auf gerade einmal 300€/a


    Hast recht.


    Also wegen 300€ pro Jahr ficken wir da nicht groß rum... Da sind ja die Brocken teurer als die Brüh, wie man hier sagt.


    Alleine schon die Abrechnerrei und der Messaufwand...


    Der Mieter sollte da lieber beim Lieferanten für Klopapier nachhaken, da ist bedeutend mehr Potential drin.


    Mann ist das peinlich, den Mieter wegen 300€ angesprochen zu haben...