PV-Anlagen Planung für geplanten Neubau

  • Hallo zusammen,


    ich bin schon seit einiger Zeit stiller Mitleser und bin nun dabei eine PV-Anlage für unser neues Haus zu planen.

    Das ganze ist aktuell nicht ganz einfach, da das Haus noch nicht gebaut ist. Von daher schreibe ich Euch ein paar Details.


    Zielsetzung allgemein:

    - Dach voll machen (möglichst effizient)

    - Nutzung KFW40 Plus Förderung

    - Nutzung Speicher-Förderprogramm Sachsen Anhalt



    Haus-Details:

    - das Haus wird ein Bungalow mit ca. 145 m2

    - Massivhaus nach KFW40 Plus

    - das Dachform des Hause ist nicht optimal für PV. Hier kann/wird es aber keine Änderungen mehr geben.

    - LWWP für Heizung und Warmwasser

    - genauere Zeichnungen mit Maßen des Daches liegen noch nicht vor

    - Dachneigung: 35 Grad

    - die Ausrichtung der Terrassen-seite (Rückseite) wird Süd / SSW

    - Region-PLZ: 38xxx


    Ich schreibe hier in so einem frühem Stadium, da der Fertighausanbieter bereits im Hauspreis eine PV-Anlage mit Speicher vorsieht.

    Die Komponenten der Anlage sind grds. hochwertig (Sunpower Module, Solaredge, LG Speicher). Allerdings ist mir das Verhältnis Generator-Leistung zu Speicher viel zu gering (Generator: 2.x kwp vs. 6.6 kwh Speicher).


    Grundsätzlich kann ich die PV-Anlage des Hausanbieters auch "entfernt" werden. Im Rahmen des Bauantrags und Ausfertigung der Unterlagen für KFW müsste ich dann aber mind. die Spezifikation der "neuen" PV-Anlage vorab liefern.


    Ich hoffe Ihr könnt mir wertvolle Hinweise für die Planung geben.


    In den Anhand eingie Bilder der Dachform:

    - Darstellung Haustyp / Dach (rot eingezeichnet sind 3 Große Dachfenster)

    - Luftbild eines identischen Haustyps

    - Luftbild des Hauses auf unserem Baugrundstück gefaked (ca. Süd/SSW Aussrichtung)

    - Bild des Haustyps mit PV-Modulen


    Vielen Dank & Gruß

  • - Nutzung KFW40 Plus Förderung

    - Nutzung Speicher-Förderprogramm Sachsen Anhalt

    Klär bitte ob das kombinierbar ist. Klär bitte ob dadurch die GESAMTE Anlage auf 60% abgeregelt würde. Viele Länderförderprogramme fördern mit Steuergeld leider die VERNICHTUNG von wertvollem EE-Strom.


    da der Fertighausanbieter bereits im Hauspreis eine PV-Anlage mit Speicher vorsieht.

    Erfahrungsgemäß sind das überteuerte Alibi-Anlagen von denen besser abgesehen wird.

    Voilà - du schreibst von 2,x kWp. ZUM WEGLAUFEN!


    Warum sind so viele Neubauten so schlecht auf OV ausgelegt? In den einzelnen Räumen bekommt man von der Dachform eh wenig mit. Möglichst energetisch optimales Verhältnis zwischen Außenfläche und Volumen wäre mein Ziel bei bestmöglicher PV-Ernte.


    WP mit Broadcasttechniker   mdonau   Green_Pirate und Co besprechen - deren Hinweise und Wissen sind Gold wert.


    OSW vollständig skizzieren; DF und PV passend kombinieren, auf die Sparren achten.

    2 angemessene Rohre vom Keller zum Dach legen lassen, möglichst ohne Biegungen. Es sollte starres Cu-Kabel für PA durchpassen!


    Fotos von sämtlichen(!) Installationen samt Maßen auf PApier für die Nachwelt erhalten, insbesondere Rohre. Hilft später enorm!


    PS: 12 Module wie abgebildet wären knapp 4 kWp. Wenn dir 12 Module für 2komma angeboten werden dann wirst du verar...

  • Wenn dir 12 Module für 2komma angeboten werden dann wirst du verar...

    ... und dann noch die teuren Sunpower-Module ....

    Damit wird sich die PV nie amortisieren.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • Bin an Bord.

    Generator: 2.x kwp vs. 6.6 kwh Speicher

    Noch nichtmal andersrum wird da n Schuh draus :D Die "Kreativität" der Fertighausplaner kennt langsam echt keine Grenzen mehr. Ich hoffe beim Thema Heizung (seperater Thread?) siehts besser aus?!


    zu deiner PV allgemein:

    Eigentlich sollte das ohne Solaredge abgehen - vielleicht mit einem WR der 3 Tracker (für jede Ausrichtung einen) hat gehen.
    Entscheidend wird wie lange die Jeweiligen Strings werden. WNW wird am kürzesten sein - wenn da ~12-15 Module gehen könnte es klappen.

    u.U wäre auch eine Parallelschaltung z.B von WNW und SSW möglich (Strings müssen gleich lang sein) - dann ginge ein WR mit nur 2 MPPT - die Abregelverlußte müssen wir im Verlauf Simulieren (PVSOL Premium als 4 Wochen Gratistest und SMA Auslegungstool)


    zunächst benötigen wir deine Dachpläne mit genauen Abmessungen - auch der Fenster die da auf die Sonnenseite müssen. (Einstrahlung in Wohnraum? gut bedacht? Ist Schade wenn man große Fenster ständig beschatten muss...)

    Wenn du die Dachneigungen mitlieferst können wir vorab den Ertrag jeder Fläche (auch des Norddachs) kalkulieren.

    Mit der max Belegung im Kopf konstuieren wir deine Anlage.


    Sind über die LWWP hinaus noch weitere Großverbraucher (E-Mobilität, Klima, Pool etc.) geplant?

    Heizbedarf 5500kWh? Welche WP wurde geplant (wie tief (el. Aufnahmeeistung) kann sie modulieren?


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Dachneigung: 35 Grad

  • Erst einmal vielen Dank für Eure Antworten und wertvollen Tips!


    - tatsächlich gibt es durch das zusätzliche regionale Speicherförderprogramm eine Einspeiseeinschränkung auf 50% (wie sich das konkret auswirkt wird sich nach der Anlagenplanung zeigen)

    - ich werde versuchen dass Dach mit den vorliegenden Informationen zu zeichnen, solange ich noch keine Bauzeichnung habe und dies dann hier einstellen


    weitere Antworten:

    - perspektivisch wird sicher in den kommenden 2-3 Jahren ein E-Auto oder Hybrid kommen

    - auf Grund des aktuellen Planungsstadiums habe ich noch keine Heizlastberechnung erhalten

    - wird sind ein 2 Personen Haushalt

    - der Jahres-Stromverbrauch sollte so zwischen 2000-2500 kwh liegen (zzgl. Wärmepumpe)

    - die LWWP ist eine moderne modulierende Nibe (hier sind aufgrund der "guten" Werte sogar noch eine BAFA Förderung möglich). Eine Sole-Wärmepumpe bzw. Ringgrabenkollektor würden leider das Budget sprechen

    - die LWWP hat auch eine begrenzte Klimafunktion

    - bis auf die PV-Anlage macht der Hausanbieter vom energetischen Aspekt einen sehr guten Eindruck, obwohl es sich hierbei um einen Bungalow handelt, wird hier eine Betondecke zum "Dachgeschoss" verbaut


    zu den Bildern bzw. Beschreibung der inkludierten PV habe ich mich nicht ganz korrekt ausgedrückt:

    - die Bilder sind Bilder eine Musterhauses, d.h. die Anzahl der Module auf dem Bild entspricht nicht dem des Hausangebots

    - beim Haus wären 2.6 kwp und 6.6 kwh Speicher enthalten (das sind imho 7 PV-Module)

    - grundsätzlich kann das auch erweitern, allerdings passt die Preis/Leistung dann nicht

    - Leerrohre in das DG, sowie nach außen sind in der Planung vorgesehen


    Viele Grüße

    Stefan

  • tatsächlich gibt es durch das zusätzliche regionale Speicherförderprogramm eine Einspeiseeinschränkung auf 50% (wie sich das konkret auswirkt wird sich nach der Anlagenplanung zeigen

    so etwas auf KEINEN FALL abschließen. Überschlage mal schnell wievielviel 20% Einspeisevergütungen in 20 Jahren sind (und danach muss das immernoch so bleiben)!!! Für das Ged kannst du dir gleich zwei Speicher kaufen.


    perspektivisch wird sicher in den kommenden 2-3 Jahren ein E-Auto oder Hybrid kommen

    E-Auto soll wieviel fahren? Typ/Größe schon angepeilt? - meine Argumentation geht aber eh nur wieder Richtung Norddach ^^


    - auf Grund des aktuellen Planungsstadiums habe ich noch keine Heizlastberechnung erhalten

    - wird sind ein 2 Personen Haushalt "irrelevant"

    - der Jahres-Stromverbrauch sollte so zwischen 2000-2500 kwh liegen (zzgl. Wärmepumpe)

    - die LWWP ist eine moderne modulierende Nibe (hier sind aufgrund der "guten" Werte sogar noch eine BAFA Förderung möglich). Eine Sole-Wärmepumpe bzw. Ringgrabenkollektor würden leider das Budget sprechen

    - die LWWP hat auch eine begrenzte Klimafunktion

    Heizlastberechnung Worstcase:

    KfW40+ bedeutet

    Zitat


    ≤ 25 kWh/(m²·a)

    und damit: >=3650kWh/a

    Nochmal die Frage: Welche Nibe geplant ist (vorallem welche Leistung).

    (modern und modulierend sind wohlkingende Worte - ebenso wie der Firmenaname :))

    BAFA kriegt auch ne Geisha - weniger als die BAFA Forderung würde ich im Neubau nicht umsetzen wollen.

    Sole muss nicht sein - nicht bei dem super niedrigen Bedarf den ihr habt.

    Klimafunktion ist nett - funktioniert aber nur bei ausreichend Gebäudemasse wirklich unauffällig.


    Beschreibung der inkludierten PV

    Vergiss das mal schön - den Bäcker die Brötchen, den Metzger das Mett machen lassen.

    PV selbst konzipieren - verstehen ist besser als jede Beratung.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Dein Plan klingt gut, verfolge ihn weiter, ohne den Fertighausbauer.

    Das kann nur sündteuer, technisch nicht durchdacht und als Griff ins Klo enden.


    Absolut nix in Richtung PV Vorbereitung vom Hausbauer nehmen/Kaufen.

    Maximal 3-4 Leerrohre vom First bis neben den Zählerschrank darf er legen und der Zählerschrank darf Platz für 3 Zähler haben. HH Stromzähler, WP Zähler und Erzeugungszähler der PV, wobei Du den WP Zähler idealerweise erst gar nicht setzen lässt und die WP auf HH Strom klemmst.


    Du hast Dach für >15KWp ... nutze das.

    Baue den KfW40+ Anteil mit 60% Regelung und den Rest mit 70% Regelung ... so groß wie möglich und auf allen Ost Süd und Westdächern. Das kann man gut mit 2 SMA WR lösen. Prognosebasierte Ladung mittels SMA SB Storage 2.5 und SunnyHomeManager2.0 rein nehmen ... das hat so sonst kein anderer und Du brauchst es mit KfW40+ Förderung und teilweiser 60% drossel. Lass Dir bloß nicht die ganze Anlage auf 60% kappen, das ist falsch.


    Gerne liefern wir vorab die Spec der neuen PV Anlage für KfW40+ und Du kannst dann dazu brauchbare Angebote einholen. Kläre mit Architekt oder Energieberater wie viel PV und wie viel Speicher Du bauen musst ... das Verhältnis von 2KWp und 6KWh ist einfach nur krank.


    15KWp und 7KWh würden eher Sinn ergeben.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • WP Zähler

    genau! vergessen zu erwähnen - den brauchst du nicht - a) nicht weil du eh nur 1000kWh zum Heizen brauchst und b) weil davon fast alles in Zukunft vom Dach kommt.


    Den Speicher würde ich so klein wie möglich (statthaft) gestalten - Dann wird er auch im Winter noch voll und im Sommer halbwegs leer. - Gewinne bringt er eh keine - aber dich Kohlestromfrei durch die Nacht.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • "Eine Sole-Wärmepumpe bzw. Ringgrabenkollektor" verhindert hohe Folgekosten im Vergleich zu einer LWWP oder liege ich da falsch?

    An einer im Betrieb günstigen Heizung zu sparen ist doch ein Schuss in den Ofen?