Agrophotovoltaik - Suche Software zur Simulation der Verschattung DURCH PV-Panele

  • Servus die Damen und Herren,


    ich bin auf der Suche nach einer Software die mir die Verschattung langwirtschaftlich genutzter Fläche durch die Panele einer Agrophotovoltaik-Anlage simulieren kann. Dabei soll neben dem Schattenverlauf auch die in der Verschattung verbleibende Lichtmenge eruiert werden. Und weil das alles viel zu einfach wäre, sind die Panele (abgesehen von den Zellen) auch noch transparent. Es handelt sich hierbei um Panele auf einem Gewächshaus.


    Hat jemand eine Idee welche Software das könnte?


    Vielen Dank und freundliche Grüße, Michl

  • Hallo und Willkommen im Forum,

    wie genau soll es denn werden? Auch noch spektral aufgelöst, weil das je nach Kultur wichtig sein kann? Mein Bauch sagt mir, daß kann man nicht (mit endlichem Aufwand) berechnen, da hilft nur probieren.

    Ebenso sagt mein Bauchgefühl, daß man allerhöchstens 50% (eher 33%) der Scheiben ersetzen darf, wenn man darunter nicht nur sehr schattentolerante Planzen anbauen will.

    Es handelt sich hierbei um Panele auf einem Gewächshaus.

    Dann wende dich an den Gewächshausbauer. Die sollten schon mal die ganze Konstruktion und deren Verschattung im Rechner haben, weil das einer der Optimierungsparameter ist. Mit dem selben Programm sollten die verschiedene Verglasungen simulieren können, und da kann man dann einen Parametersatz erstellen, der die Module abbildet.

  • Hallo Alterego ;)


    Danke für die Antwort, prinzipiel so genau wie eine übliche Verschattungssimulation, nur eben zusätzlich mit einem Wert des Restlichts in dem Bereich - da würde ich mir ein Raster vorstellen mit den Daten: Timestamp, nicht verschattet (Lichtmenge x) oder verschattet (Lichtmenge y) wobei Lichtmenge x die Globalstrahlung aus historischen Wetterdaten darstellt. Das wäre mal das Prinzip, dabei ist mir klar, dass das Gewächshaus an sich noch nicht berücksichtigt wurde - das wird es wohl auch nur vereinfacht.


    Panele sind natürlich nur auf jeden 8ten Glassegment - die Bude wird nicht zugepflastert.


    Gewächshausbauer - danke für den Denkanstoß, werde ich mal recherchieren.


    Spektrale Auflösung wäre ein weiterer Schritt bzw. reicht hier die Lichtsumme im PAR (Photosynthetically Active Radiation) Bereich, was ungefär dem sichtbaren Licht entspricht. Im Optimalfall spuckt mir die Software - sollte sie existieren - diesen Wert aus. PAR-Sensoren sind allerdings verbaut, eventuell kann ich mir dies mit Messdaten zusammenschustern, aber wie gesagt - eins nach dem anderen. ;)

    für Interessierte: https://www.redusystems.at/de/…-eine-massgebliche-rolle/

  • Hi,


    PV-Simulationsprogramme (ich habs mit PVSyst gemacht) können bei Verschattungsanalyse berechnen, wieviel direkte und wieviel diffuse Strahlung auf die Modulfläche fällt. Und alles, was nicht auf die Module fällt, fällt halt ins Treibhaus :)

    Klar, davon müsste man noch die Verschattung durchs Gewächshaus selbst abziehen, und der Lichteinfall durch Seiten/Giebel ist nicht berücksichtigt.


    Theoretisch könnte man aber hier auch den anderen Weg gehen: die geplanten Module als Verschattungsobjekte einzeichnen und den Boden als (kleinteilige) Modulfläche definieren. Dann kann man auch das Gewächshaus einzeichnen, zumindest in Näherung das Raster aus Rinne und Energieschirm. Dann kann man sehen, ob es noch große Unterschiede bei der Einstrahlung gibt.

  • Servus Holter, danke für deinen Input, die Methode im zweiten Absatz habe ich auch bereits angedacht. Das Problem hierbei wäre, dass mir (nehme ich an) die Lichtmenge im Schatten nicht ausgegeben wird. Ich denke für klassische PV-Berechnungen ist die Lichtmenge bzw -leistung im Schatten irrelevant - da ist Schatten einfach Schatten oder? Mangels Erfahrung lasse ich mich da aber gerne eines Besseren belehren ;) Wenn doch wäre das natürlich (fast) optimal.