Anlagenerweiterung... Sind die Zähler und Einspeisevergütungen richtig?

  • Hallo Zusammen,


    im Rahmen meiner Überlegungen den Messstellenbetreiber zu wechseln (zu ComMetering), stellten sich in einem anderen Thema einige Fragen. Ich hoffe diese mit eurer Hilfe benatworten zu können. Hier erst mal die Fakten:


    Im Oktober 2018 wurde auf dem Dach des Hauses eine PV mit 23,04 kWp Installiert. Der Stromzähler wurde durch den Netzbetreiber gegen einen neuen Zweirichtungszähler getauscht (Iskar MT681-D4A52-K0p). Zusätzlich wurde durch den Elektriker des Solarteurs ein Erzeugungszähler innstalliert (EMH eHZ-KW8E2A5L0EQ2P). Es handelt sich also um Messkonzept 3 - "Überschusseinspeisung Für EEG-Anlagen > 10 kW".

    Einspeisevergütung zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme = 11,5 Cent für jede kWh (Dachanlagen bis 40 kWp)


    Im Juli 2019 wurde eine Erweiterung mit 5,44 kWp auf dem Garagendach in Betrieb genommen. Die Anlage habe ich selber gebaut und war am Ende froh wenigstens einen Elektriker gefunden zu haben welche diese anschließt und anmeldet. Da der erste Wechselrichter (Solaredge SE17K) mit der ersten Anlage voll war, wurde für die Erweiterung ein SolarEdge SE3680H installiert.

    Einspeisevergütung zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme = 10,34 Cent für jede kWh (Dachanlagen bis 40 kWp)


    Der Elektriker hat mir bei der Erweiterung zwei Optionen für den Zähler genannt:

    a) Der zweite Wechselrichter wird an den vorhandenen Erzeugungszähler der ersten Anlage angeschlossen und die eingespeisten kWh im Verhältnis der Anlagengrößen vergütet. Also 80,9% der eingespeisten kWh zu 11,5 Cent und 19,1% zu 10,34 Cent.

    b) Der zweite Wechselricher erhält einen eigenen Erzeugungszähler (NZR WSD 25). So kann die Einspeisevergütung im Verhältnis der tatsächlichen Produktion berechnet werden.


    Ich habe mich für Variante b entschieden, ich fand es auch ganz praktisch einen separaten Zähler zu haben welcher mir die Erzeugung anzeigt. Diesen könnte ich auch im Volkszähler einbinden.


    Kommen wir nun zu meinen Fragen:

    1. Gehören die Erzeugungszähler mir oder dem Netzbetreiber?

    2. Ist die Berechnung der Einspeisevergütung in den Varianten a) und b) richtig oder habe ich ein Problem?

    3. Für die korrekte Darstellung von Bezug, Einspeisung und Eigenverbrauch im ComMetering Portal passt das Setup nicht, dies hätte nur mit Variante a) funktioniert, richtig?

    4. Ist die Einspeisevergütung der Erweiterung mit 10,34 Cent richtig (Dachanlagen bis 40 kWp), oder wären es 10,64 Cent (Dachanlagen bis 10 kWp)?

    5. Gibt es überhaupt einen Vorteil bei einer "Erweiterung" im Gegensatz zu einer "Neuanlage"?

    6. Ist ein Zubau innerhalb von 12 Monaten immer eine "Erweiterung" oder hätte ich auch zwischen "Erweiterung und "Neuanlage" wählen können. Gibt es überhaupt noch einen Unterschied?


    Viele Grüße,

    Christian

  • Erweiterung war doch sicher nicht vor der Erstinstallation. Nach Messstellenbetriebsegesetz sind eigene Zähler nicht mehr möglich. Da vermutlich keine 12 Monate zwischen den Installationen vergangen sind, ist es keine Neuanlage sondern eine Erweiterung, also Vergütungsstufe über 10 kW.

  • Oktober 2018 und Juli 2019 in zusammenhängenden 12 Monaten => klingt für mich nach einer Erweiterung...


    23,04 11,50
    05,44 10,34
    28,48 11,28


    wäre für mich dann gemeinsam an einem Erzeugungszähler eine 28,5 kWp-Anlage mit 11,28 cent/kWh (netto)...

  • Das würde also bedeuten das Varinate a) richtig wäre und b) ungültig ist. Die PV Erweiterung muss zusammen mit der ersten PV an den ersten Erzeugungszähler angeschlossen werden? Kann der zweite Erzeugungszähler als "nice to have" zwischen PV Erweiterung und ersten Erzeugungszähler eingebunden bleiben, oder muss dieser entfert werden?

  • Das sehe ich nicht so, es muss auch die Kaskadenmessung mit bevorzugtem Eigenverbrauch der zugebauten Moddule gehen. Eigentlich ist ja nach EEG jedes Modul eine Anlage, die Zusammenfassung erfolgt ja "nur" zur Ermittlung der Vergütungöhe, Umlagepflicht etc. Aber lohnen wird sich eine kompexere Messung wohl kaum.

  • Klar geht Kaskade - aber hier sehe ich darin keinen Sinn. Die Nachkommastellen rechtfertigen bei Haushalts-EV keine Kaskade.

    Ich gehe nicht auf alle Fragen ein da die Sache klar ist und bereits beantwortet wrude.

    Da innerhalb 12 Monaten >10 kWP => alles am EZ.

    Mit Kaskade würde ein Zähler mehr benötigt, das bringt hier keinen Vorteil.

    Privater Zähler kann bleiben, dessen popeliger Verbrauch sollte niemanden interessieren.

    a) ist richtig.

  • Wie schon geschrieben

    Privater Zähler kann bleiben, dessen popeliger Verbrauch sollte niemanden interessieren.

    a) ist richtig.


    Oder hast du zwei EZ vom MSB?