Verzicht auf Einspeisevergütung

  • Hallo zusammen, ich habe seit 8 Jahren eine sog. Guerilla Anlage mit 4kW auf dem Dach. Natürlich mit Digitalzäher der nicht rückwärts zählt! Wir haben unseren Alltag so eingerichtet das wir den Strom selbst nutzen, wenn er da ist. Die geschenkten kW an den Netzbetreiber lagen bei ca. 1000 kW/h im Jahr. Bedeutet 100 Euro. Wenn ich das noch versteuere, bleiben 60-70 übrig, lächerlich. Ich möchte nun die Anlage legal In Betrieb nehmen, der örtliche Installateur meinte, es müsste nach Voranmeldung nur ein aktueller WR angeschlossen werden, der Rest passt schon. Fertig melden, erledigt. Das ist schon am Laufen.

    Was ich nicht möchte ist Kontakt zum Finanzamt oder irgendwelchen Beratern, da das wenige Geld, das ich mit PV verdiene, vielfach wieder verschlungen wird. Mich interessiert es nicht, irgendwas von der Steuer abzusetzen. Für mich zählt eher der "grüne" Gedanke an dem System. Ich möchte also bei meinem Netzbetreiber N-Ergie oder Main Donau Netzgesellschaft keinen Cent bekommen um mir die Formalien, u.a. auch die Gewerbeanmeldung, zu ersparen. Hat das jemand schon mal gemacht? Bevor ich meine Steuer selber gemacht habe, habe ich jedes Jahr 300 - 400 Euro beim Berater liegen lassen :-( Warum ich nun Legal werde möchte? Wir haben neuerdings einen Zäher, der auch eingespeiste Energie zählt!:cursing: Ist doof falls doch mal jemand kommen sollte, um den Stand abzulesen...

  • wegen dem Finanzamt brauchst du dir keine Sorgen machen.

    In der Regel sind Nebeneinkünfte bis 410€ im Jahr steuerfrei.

    Lass dir einfach die Vergütung ohne Umsatzsteuer auszahlen.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Sofern noch nicht erfolgt die Anlage im Marktstammdatenregister eintragen, dem VNB formlos via email mitteilen das Du seit acht Jahren eine 4kWp Photovoltaikanlage netzparallel betreibst, nur der Vollständigkeit halber Bescheid gibst da Du auf eine EEG-Vergütung verzichtest... - Das werden die nicht lustig finden aber ich denke nicht das sie Dir bei einer Anlage, die vor acht Jahren in Betrieb ging, nun plötzlich den Strom abstellen wegen möglicher Netzschädlichkeit oder Gefahr für Leib und Leben... Einfach weiter laufen lassen... Du hast Deine Ruhe und die freuen sich über den von Dir verschenkten Strom...


    edit: Wenn Du kein Geld erhälst hast Du nach meinem dafürhalten auch nichts mit dem Finanzamt zu tun... Umsatzsteuer fällt nicht an und den geldwerten Vorteil durch Deinen Direktverbrauch könntest Du als geldwerten Vorteil bei der Steuer angeben... Aber sicher bin ich mir nicht ob das wirklich so geht... Wenn ich weiter drüber nachdenke würde ich unter dem Aspekt vielleicht gar nichts machen und alles lassen wie es ist... Ist doch egal ob Dein Zähler den überschüssigen Strom zählt... Glaube ja nicht das der Netzbetreiber diesen Strom in seinen Bilanzen ausweist und seinerseits gewinnerhöhend versteuert...

  • Da ist nix eingetragen.... ;-) Wir machen eine "neue" Anlage, mittels eines neuen Wechselrichters. Der Installateur sieht das als einfachste Möglichkeit. Ich habe im Moment nur ein Problem mit dem 2 Richtungszähler. Der verrät mich über kurz oder lang.

  • Woher kommt der Unsinn "Gewerbeanmeldung"?

    2011 waren das ca 25 Cent samt vergütetem EV.

    Mit pv-steuer.com ist die Steuer einfach. Wie gesagt gibt es eine "Freigrenze".

  • Was für ein Irrweg. Nein, das ist nur in seltenen Fällen, zB wenn beide USt-pflichtig sind, die PV aber in KUR laufen soll nötig.

    Und auch dann nur steuerlich, nicht auf dem Gewerbeamt.

  • Wir haben neuerdings einen Zäher, der auch eingespeiste Energie zählt!:cursing: Ist doof falls doch mal jemand kommen sollte, um den Stand abzulesen...

    Du hast schon Glück gehabt, dass bei der Zählersetzung nichts aufgefallen ist. Spätestens bei der nächsten Ablesung stehst du mit heruntergelassener Hose da.


    Jetzt hast du die beiden Möglichkeiten:


    a) Solarteursrat befolgen, was zum Betrug (oder zumindest Falschangabe) durch Vorgaukelung falscher Tatsachen führt


    b) Farbe bekennen und abwarten, wie der VNB reagiert.


    Ich würde b) nehmen!

    Da du aber nicht automatisch davon ausgehen kannst, dass der VNB zwar deinen Strom nimmt, daber keine Vergütung dafür zahlen wird, solltest du als "Plan B" gleich gegen Auflagen aus dem EEG verstoßen, die lediglich eine Reduzierung der Vergütung auf null zur Folge haben, aber keine sonstigen Sanktionen nach sich ziehen.

    In § 52 Abs. 1 stehen schon mal einige Möglichkeiten. Du musst nur noch abklopfen, dass diese Verstöße nicht weiter strafbewehrt sind.


    Ansonsten müsstest du durch technische Umbauten dafür sorgen, dass kein Strom aus deiner Anlage in Netz gehen kann.


    Ich bin mir jetzt nicht so ganz sicher, ob deine Grundintention ist, den Gewinn aus der Anlage nicht versteuern zu müssen oder ob du einfach keinen Bock auf Steuerberater und Finanzamt hast. Die Tatsache, dass du für Gewinne aus PVA unter 410,- € keine Steuern zahlen musst erspart dir zwar Ersteres aber nicht Letzteres.

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)