Messkonzept bei zwei Anlagen, die erste mit und die zweite ohne Erzeugungszähler

  • Hallo,


    ich beabsichtige meine Anlage mit knapp 40kWp um eine weitere mit knapp 10kWp zu erweitern (Auf der Garage ist noch Platz 8)). Wenn zwischen der Inbetriebnahme 12 Monate liegen, muss ich dann bei der zweiten Anlage 40% EEG-Umlage auf Eigenverbrauch zahlen? Im Falle von mehreren Anlagen <= 10kWp ist die Antwort nein, aber wie bekommt man das umgesetzt, wenn die erste > 10kWp ist?


    Am einfachsten wäre es, wenn ich beide Anlagen hinter den vorhandenen Erzeugungszähler hänge. Aber dann zahle ich ziemlich sicher auf den Eigenverbrauch EEG-Umlage, oder bekommt man da eine prozentuale Lösung hin? Natürlich würde ich am liebsten den Strom der zweiten Anlage bevorzugt eigenverbrauchen, weil geringere Vergütung und ich hoffe keine EEG-Umlage.


    Ich habe mal eine Lösung mit einem weiterem Stromzähler skizziert. Zur Abgrenzung und bevorzugten Nutzung der neuen Anlage wird zwar ein weiterer Zähler erforderlich, aber das kostet bei Commetering 35€ im Jahr, ein freier Zählerplatz an der richtigen Stelle ist vorhanden. Erzeugungsanlage 2 ist die alte Anlage (nachrangige Eigenverbrauchsnutzung), Erzeugungsanlage 1 ist die neue Anlage, Z4 soll wegen <=10kWp entfallen. Klappt das?


    Hat jemand Erfahrung mit einem solchen Fall? Netzbetreiber ist Westnetz.


    Bonusfrage: 1. Anlagenteil 30kWp im Mai 2019 ans Netz gebracht. 2. Anlagenteil 8,7kWp im Juli 2019 ans Netz gebracht. Wie lange muss ich nun warten, um die neuen 10kWp ans Netz zu bringen? Ich vermute bis August 2020, oder bekommt man das schon im Juni 2020 hin?

  • Vielleicht blöde Frage: Weshalb gehst Du davon aus, dass die prozentuale Lösung nicht funktioniert? Problem könnte hier sein, dass 50 kWp hinter einem Zähler hängen und es dann in Richtung Wandler geht. (Kann Dir ggf. auch beim beschriebenen MK passieren, aber ggf. akzeptiert Westnetz einen 100A Zähler)


    (Kurze Anmelrkung zu prozentualen Aufteilung für die die damit nichts anfangen können, aber hier mitlesen: Bspw. bei Volleinspeisern mit unterschiedlicher Vergütung hängen oft beide Anlagen hinter einem Zähler. Die Einspeisung wird dann einfach prozentual über die installierte Leistung gemessen)


    Zu Deinem MK: Aus meiner Sicht schlüssig. Die Westnetz ist ja eher riesig und deshalb ist es hier mit pauschalen Aussagen etwas schwierig. Unsere Erfahrungen sind hier eher positiv und das entsprechend MK 6 + Erzeugungszähler ist auch schon so umgesetzt.

  • Ich werde die prozentuale Lösung mal anfragen, mal sehen ob jemand bei Westnetz meine Frage versteht :). Bevorzugten Eigenverbrauch aus der EEG-umlagefreien neuen Anlage kann ich dann wohl nicht umsetzen, aber ich schätze hiermit spare ich mal gerade die Zählergrundgebühr, also nichts gewonnen.

  • Bonusfrage: 1. Anlagenteil 30kWp im Mai 2019 ans Netz gebracht. 2. Anlagenteil 8,7kWp im Juli 2019 ans Netz gebracht. Wie lange muss ich nun warten, um die neuen 10kWp ans Netz zu bringen? Ich vermute bis August 2020, oder bekommt man das schon im Juni 2020 hin?

    Alles falsch, 1. Juli 2020.


    Messung entweder wie abgebildet oder die neue Anlage auch hinter Z3 und dann Abrechung nach Anlagengröße oder Z2 als Zweirichtung ausführen, dann kann Z3 entfallen - Westnetz sollte groß genug sein die nötigen virtullen Zählpunkte darstellen zu können.

  • Volle Zustimmung. 2 2RZ wie in meiner Signatur und die Sache läuft wie du sie haben möchtest.


    Getrennt Messung heißt aber 2 WR. Ob sich das gelohnt hat? Oder ist noch Dach gewachsen?

  • Die zweite Anlage befindet sich auf einer 50m entfernten Garage, die erst noch erschlossen werden muss. Das wären dann ganz schöne Leitungslängen mit Typ1 Blitzschutz für DC-Leitungen, das wollte ich vermeiden. Das Drehstromkabel zur Garage mit Blitzschutz brauche ich eh für eine E-Auto-Ladestation. Es wäre schön, wenn ich da parallel den kleinen Garagenwechselrichter dran hängen könnte ohne Erzeugungszähler (Eigenverbrauch in der Garage kann dann nicht erfasst werden).


    Ein größerer WR im Haus wäre möglich gewesen (Huawei 60ktl mit 6Mppt), aber für die Mehrkosten zum derzeit verbauten Huawei 33ktl-a kann ich mir locker nen 10-15kW WR dazu kaufen.


    Mit meiner oben skizzierten Lösung komme ich mit 1 Wandlermessung (Z1) und 2 Standardzählern aus. Der gewöhnliche Aufbau mit 2 Zählern setzt bei einem großen WR 2 Wandlermessungen vorraus, korrekt?


    Ich denke ganz unsinnig ist meine Lösung mit den 3 Zählern dann nicht, aber ich warte mal auf Kommentare des Netzbetreiber.


    Danke für eure Beiträge!

  • Kleinwandlermessung ab 44 A.

    Warum soll Kaskade 2 Wandlermessungen brauchen?

    Warum willst du 3 Zähler obwohl 2 reichen?

  • Ok jetzt hab ichs auch verstanden :-D ! Bei deiner Zählerkaskade kommt die kleine Anlage ebenfalls hinter den Z2, deshalb nur 1 Wandlermessung und 1 gewöhnlicher Zähler.


    => Hast mich überzeugt!

  • Wandler hast du schon?

    Die kleine ist doch die die du vorrangig nutzen möchtest?

  • Ja genau, die kleine will ich bevorzugt nutzen, passt alles. Wandler kommt pünktlich zur Inbetriebnahme im Juni 2020, dazu muss ich die bei mir an der Straße stehende Zähleranschlusssäule ersetzen. Für den Erzeugungszähler habe ich im Gebäude für die bestehende Anlage einen Zählerplatz mit ausreichend Reserven errichtet, hier muss ich im Grunde nur den Anschluss der Verbraucher im Haus und den bestehenden Wechselrichter vertauschen, bisher ists genau anders herum wie in deiner Kaskade.