Der jetzige Messstellenbetreiber will keine Kaskadenschaltung

  • Unsere Situation:

    PV-Anlage in Planung, vermutlich wird es in Kürze ca. 14 kwp.

    Aktuell einen Zähler für Haushaltsstrom (Bezugspreis ca. 27cent) und einen Zähler mit HT und NT für die Wärmepumpe (Bezugspreis ca. 18cent).

    Der Beispielrechner für die Kaskadenmessung bringt einen Unterschied von ca. 400 Euro/Jahr zwischen Messkonzept "gemeinsamer Zähler" und Messkonzept "Kaskadenzähler".

    Eine Vorabanfrage beim jetzigen Messstellenbetreiber (örtliche Stadtwerke) ergab, dass dort das entsprechende Messkonzept (Nr.8) nicht angeboten wird.

    "Wir machen nur bis Konzept Nr.7"

    Ich hätte gerne weiterhin den (noch) günstigen Tarif für die Wärmepumpe (muss aber nicht in HT + NT getrennt sein). Der Preisunterschied ist ja schon ordentlich.

    Wie soll ich eurer Meinung nach vorgehen?

    Wohin und zu welchem Termin wechseln (IBN der PV-Anlage?)

    Danke für eure Mithilfe.

  • Ich würde es mal ausrechnen, mich nicht von den 18 Cent blenden lassen und beim HH Strom auch mal nach Alternativen suchen, denn die 27 Cent erscheinen mir teuer.


    Wie hoch ist der Verbrauch der WP pro Jahr?
    Was zahlst Du an GG für den WP Zähler?
    Sind HT und NT Tarif gleich?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Der Punkt ist, dass Du vorerst nur beim Bau der PV den WP Zähler widerstandslos, kostenfrei und einfach aus dem Haus verbannen kannst. Das sollste Du Dir gut durch den Kopf gehen lassen.


    Auf der anderen Seite muss man bei dem hohen WP Verbrauch und fast 10 Cent Differenz nicht viel rechnen.

    PV auf HH Strom legen, so viel wie möglich im Haus verbrauchen und der Rest geht eben ins Netz.


    Kannst Du mehr als die 14KWp bauen?


    Zu hinterfragen wäre der hohe Verbrauch der WP.

    Bei JAZ von 3,5, die eine WP mindestens erreichen sollte, sind das schon fast 20.000KWh im Jahr.

    Großes Haus oder schlecht eingestellte WP?

    Das könntest Du über das Forum Haustechnikdialog abklären...


    Wenn Du den Verbrauch der WP Richtung 4000KWh bekämst, den HH Strom vielleicht auf 26 Cent oder 25 Cent gedrückt bekommst, dann ist ein Ende des WP Zählers langsam ratsam.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Doch nochmal gerechnet, um nicht selbst von den 18 Cent geblendet zu werden.



    Wenn Du den HH Strom auf 25 Cent pro KWh runter bekommst, müssten mit PV 2000KWh von der PV für die WP kommen.

    Klingt viel, ist aber nur ein gutes Drittel ... WW Bedarf von März bis Oktober und zugehörigen Verbrauch der WP bestimmen ... Übergangszeite hilft Sonne/Licht noch etwas bei der Heizung.


    November bis Februar kannst Du PV für WP Unterstützung nahezu komplett vergessen.


    Was für eine WP ist das und wie wird WW gespeichert?
    Großer Puffer mit FriWa oder WW Speicher...

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zeige deinem VNB mal "Anwendungsbeispiele für Differenzwertbildung bei der Messung bei Erzeugungsanlagen sowie Bezugsmessung" von der Clearingstelle EEG und "VBEW-Messkonzepte Handout zur Auswahl der Messkonzepte" vom VBEW.

  • zur WP:

    Hersteller ist Hautec, Warmwasserbereitung läuft über eine separate kleinere Wärmepumpe mit 300 Liter Speicher für WW

    Wohnfläche liegt bei 200 qm.


    zum VNB:

    Habe der örtlichen Stadtwerke schon einen Plan zum passenden "Messkonzept 8" mitgebracht, wird aber lapidar mit "Das machen wir nicht" abgetan. Hinweis kam dann "Sie können aber den MSB wechseln" ...

  • Zeige deinem VNB mal "Anwendungsbeispiele für Differenzwertbildung bei der Messung bei Erzeugungsanlagen sowie Bezugsmessung" von der Clearingstelle EEG und "VBEW-Messkonzepte Handout zur Auswahl der Messkonzepte" vom VBEW.

    Muss er das von mir gewünschte Messkonzept umsetzen oder kann er sich einfach weigern ?

  • zur WP:

    Hersteller ist Hautec, Warmwasserbereitung läuft über eine separate kleinere Wärmepumpe mit 300 Liter Speicher für WW
    Wohnfläche liegt bei 200 qm.


    Autsch!

    Das klingt nicht gut auch nicht gut geplant und sofern das Haus halbwegs gescheit gedämmt ist, ist der Verbrauch viel zu hoch. Hautec ... kenne ich nicht, bin aber auch noch WP Frischling.


    Hast Du einen Wärmemengenzähler in der Anlage und kannst die JAZ der Anlage ausrechnen?


    Ein Ansatz wäre auch der Ersatz der Hautec und BWWP gegen eine gute und effiziente WP ... das kostet rund 4000,- bis 5000,- inkl. ggfs. neuem WW Speicher.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Wärmemengenzähler habe ich nicht.

    Ich finde den Verbrauch der WP noch angemessen für die Wohnfläche und Warmwasserverbrauch.

    (2 Familien / insgesamt 6 Personen)


    Frage bleibt für mich derzeit nur, wie kann ich das passende Messkonzept durchsetzen, damit der WP-Tarif erhalten bleibt...