Leistungsoptimierer und Wechselrichter MPPT

  • Hallo zusammen, ich bin seit einiger Zeit schon "stiller Mitleser" und habe mich nun auch angemeldet, da ich auf meine Frage auch mit der Suche-Funktion keine Antwort gefunden habe.


    Meine Idee meiner PV-Anlage war ausschließlich die Deckung der Grundlast (etwa 0,25 KW) und -sagen wir mal- etwas Experimentierfreude. Im Vordergrund stand für mich daher nicht zwingend die Rendite. Ich wollte keinesfalls einspeisen (Auch wenn das für manche gar nicht nachvollziehbar ist :))


    - (A) 3x 265W Module Südausrichtung (Ab später Nachmittag Beschattung)

    - (B) 3x 265W Module Ostausrichtung (Bis früher Nachmittag Beschattung)

    - (C) 3x 265W Module Südausrichtung (Bis Mittag Beschattung)

    (---> Module sind aufgrund der Dachgegebenheiten / Beschattungen nicht anders installierbar)

    - 1 MPPT Wechselrichter Effekta AX-M 5000-24

    - 12x2V Hoppeke OPzV SunPower VRL 2-250, 204 Ah C10


    Nachdem ich nur einen MPPT-Eingang habe habe ich wie folgt verschalten:

    A in Reihe

    B in Reihe

    C in Reihe

    B+C parallel

    A+(B+C) parallel an den WR MPPT-Eingang


    Es ist alles etwas "suboptimal", aber ist eben ein gewachsenes System, welches für meine Zwecke funktioniert


    Nur zur Frage bzw. Idee zur Optimierung


    1. Kann ein Leistungsoptimierer auch an einen String mit 3 Modulen angeschlossen werden? In diesem Fall hätte ich 3 Leistungsoptimierer an jeweils 3 Strings (mit 3 Zellen in Reihe) die dann gesammelt parallel auf den WR gehen... Oder muss hier zwingend für jedes Modul ein Optimierer eingesetzt werden?


    2. Wie verhält sich die MPPT-Regelung des WR mit der MPPT-Regelung der einzelnen Optimierer? Kommen die zurecht, oder Regeln die sich gegenseitig ins Nirvana?


    3. Bringt der Einsatz von Optimierern bei meinem System überhaupt was?



    Danke euch herzlich für die Ratschläge.


    Oli

  • Es handelt sich da um eine Guerillia Anlage richtig?

    Nur technische Fragen?


    Hat der WR überhaupt ein Schattenmanagement? Prinzipiell sind auch einzelne Optimierer möglich - ob sinnvoll kann dir eine Schattenanalyse sagen.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Es handelt sich da um eine Guerillia Anlage richtig?

    Nur technische Fragen?


    Hat der WR überhaupt ein Schattenmanagement? Prinzipiell sind auch einzelne Optimierer möglich - ob sinnvoll kann dir eine Schattenanalyse sagen.

    Hallo, mit dem Begriff Guerilla-Anlage kann ich leider nicht viel anfangen. Es ist ein einphasiger WR zur Abdeckung der Grundlast (Zähler mit Rückstromsperre). Er schaltet mittels Relais auf Batterie um, wenn die PV-Module zu wenig Leistung liefern.


    Der WR hat kein Schattenmanagement.


    Welche Fragen, außer die technischen sollte ich Deiner Meinung nach stellen? Hättest Du Tipps / Antworten zu meinen 3 Fragen? Bin für jeden Hinweis dankbar :)


    Viele Grüße

    Oli

  • 1. Im Datenblatt des Optimierers steht, welche Ströme und Spannung er kann, danach entscheidet sich das.

    2. Es gibt Optimierer für WR mit MPPT und solche für mit ohne (SE ohne i)

    3. Da bei dir alle Optimierer parallel hängen würden, liefen sie zwangsläufig auf derselben Sekundärspannung. Der Sinn von Optimierern ist, unterschiedliche Leistungen in einer Reihenschaltung durch unterschiedliche Sekundärspannungen abzubilden. Also wohl nein.


    Wenn dein WR die Spannung aller Module auch in Reihe abkann, dann würden Optimierer arbeiten können (sofern du welche findest, die drei deiner Module primärseitig vertragen)


    Ich wollte keinesfalls einspeisen (Auch wenn das für manche gar nicht nachvollziehbar ist :))

    In der Tat. Hast du wenigstens einen rücklaufgesperrten Zähler oder lässt du den rückwärts drehen?

  • Hallo, danke für die Antworten - selbstverständlich habe ich einen rücklaufgesperrten Zähler (Neubau). Ich möchte mich auch davon unabhängig nicht einsperren lassen :)


    Der WR kann leider nur max 3 Module in Reihe. (145V) .


    Wenn ich den WR nun gegen einen Hybrid-WR tauschen würde, der die Spannung aller Module in Reihe abkann und jedes Modul mit einem Optimierer ausstatte, würde ich Deiner Antwort entnehmen, dass es vom Wirkungsgrad besser passen würde als meine "Laienschaltung"?


    Danke und Grüße

    Oli

  • Das hab ich so nicht gesagt. Wenn dein WR auf 145 V ausgelegt ist, dann wird er dort auch einen optimalen Wirkungsgrad haben. Dann passt das mit deiner Parallelschaltung schon, solange er die parallelen Ströme der drei Strings abkann.


    Optimierer bringen nur dann was, wenn es auch was zu optimieren gibt. Sie können z.B. die Schattenleistung von verschatteten Modulen noch retten, die das Schattenmanagement ganz rauswerfen würde. Bei einem WR ohne Schattenamangement retten sie den ganzen String. Aber drei Module sind ja nicht wirklich ein String, die werden dann ja wahrscheinlich auch mehr oder weniger gleichzeitig verschattet. Dann bringt ein Optimierer gar nichts.


    Wenn du mit deinen Erträgen jetzt nicht zufrieden bist, werden Optimierer daran auch nichts ändern. Da helfen nur mehr Module.

  • überhaupt hätte man sowas besser als einphasiges SE -System gebaut.

    oder Modulwechselrichter und einen AC-Speicher der die Einspeisung durch Akkuladung verhindert -

    oder DC Ladung eines Akkus und Speicher WR für die Nullausreglung.


    der WR sieht interessant aus - der Wirkungsgrad nicht.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Das hab ich so nicht gesagt. Wenn dein WR auf 145 V ausgelegt ist, dann wird er dort auch einen optimalen Wirkungsgrad haben. Dann passt das mit deiner Parallelschaltung schon, solange er die parallelen Ströme der drei Strings abkann.


    Optimierer bringen nur dann was, wenn es auch was zu optimieren gibt. Sie können z.B. die Schattenleistung von verschatteten Modulen noch retten, die das Schattenmanagement ganz rauswerfen würde. Bei einem WR ohne Schattenamangement retten sie den ganzen String. Aber drei Module sind ja nicht wirklich ein String, die werden dann ja wahrscheinlich auch mehr oder weniger gleichzeitig verschattet. Dann bringt ein Optimierer gar nichts.


    Wenn du mit deinen Erträgen jetzt nicht zufrieden bist, werden Optimierer daran auch nichts ändern. Da helfen nur mehr Module.

    Danke für die Antwort... Zufrieden ist immer so eine Sache - wie gesagt, mir macht das "Experimentelle" Spaß und da bin ich über die Optimierer gestoßen. Das die Anlage, wenn ich sie jetzt neu machen würde, anders aussehen würde, ist klar. Aber wegwerfen will ich die Sachen auch nicht und das würde ich fast bei den Gebrtauchtpreisen


    Grüße

    Oli

  • überhaupt hätte man sowas besser als einphasiges SE -System gebaut.

    oder Modulwechselrichter und einen AC-Speicher der die Einspeisung durch Akkuladung verhindert -

    oder DC Ladung eines Akkus und Speicher WR für die Nullausreglung.


    der WR sieht interessant aus - der Wirkungsgrad nicht.

    ja, das hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich bei einer Neuplanung anders vorgehen würde. ist eben auch eine Preis/Leistungsfrage und da fahre ich gerade ganz gut im Verhältnis zur SE-Anlage mit "nur" 2KW. Angefangen hat alles mit der Neugier an einer "Balkonanlage"... ist eben ein gewachsenes System geprägt durch try and error...


    Zum WR gibt es für mein Setup leider keine Alternative - hier habe ich schon Stunden mit Datenblättern verbracht.


    Grüße

    Oli

  • Laut der Tigo Webseite muss bei Parallelschaltung jedes Modul einen Optimierer haben.

    Der Schatten ist natürlich Mist bei der Verschaltung fällt der verschattete String komplett aus.

    PV Anlage(n): 2x 9,9kWp und ein Energievernichter mit 7,6kWh von BYD