Dimensionierung der einzelnen Elemente

  • Hallo erstmal an Alle.

    Ich habe da ein paar verständnis Probleme (zu dumm?). Möchte definitv und unbedingt eine Insellösung, bedingt durch mehrer Umstände.

    Ich möchte als erstes eine kleine Anlage bauen und später evtl. erweitern. Möchte als erstes mit PC, Fernseher und Stereo anfangen, später möglicherweise Kühl-gefrierkombination. Platz habe ich für ca. 3 Reihen mit 5 Modulen (1Meter*1,6Meter). 2 AGM Batterien 12v 100Ah neu stehen hier schon rum. Anfangen wollte ich dann mit einer Reihe Module a 300Wp, einem Laderegler, einem Wechselrichter und den Batterien. Die Module sollten etwas Überdimensioniert in der Leistung sein, da ich auch bei wenig Ertrag noch die Batterien laden möchte (Tagsüber wenn ich nicht da bin). ich möchte später nachrüsten aber immer getrennte Systeme haben, sprich 5 Module, 1 Laderegler, 2 Batterien (oder mehr, pro Einheit) und ein Wechselrichter. das ist das Vorhaben. Kann später geändert werden, mal sehen.

    So meine Probleme:

    1. Ich montiere 5 Module a 300Wp und möchte nun die Batterien Laden. Kommen also so 800-1200W (sagen wir mal so) am Laderegler an. Wären bei 24V= ca.50A. Nun sollen die AGM mit max. 20(?) A geladen werden. Muss ich nun einen 20A Laderegler kaufen, oder kann ich gleich einen 40A nehmen falls ich die Batterien verdoppel? Regeln die Batterien den Ladestrom nicht durch den Innenwiederstand selber? Beim Auto habe ich ja auch eine 70A Lichtmaschiene und nur eine 75 Ah Batterie. Wobei der Regler einfach nur seine 14,4V hält und sich der Strom einfach durch das Zuschalten eines Verbrauchers erhöht, wobei die Batterie Ihren Ladestrom durch den Innenwiederstand selbst regelt. Bin ich so blöde?

    2. Wenn ich am Sonntag Zuause bin, wie kann ich die volle Leistung der Module nutzen, wenn diese mehr als den Ladestrom hergeben? Der Wechselrichter ist ja an den Batterien angeschlossen und der Laderegler gäbe dann nur die 20A her?

    Ich stehe da sowas von auf der Leitung! ich hab jetzt schon soviel gelesen, jedoch raffe ich es nicht.

    Es geht mir vorerst exact nur um diese Punkte. Nichts mit Wirkungsgrad und Verbrauch und Ausrichtung oder Zweck der Anlage oder so. Soviel Module wie möglich, um im Winter Reserve zu haben um das Minimum zu erfüllen, im Sommer aber möglicherweise den Überschuss in irgendeiner Form zu nutzen.

    Wie ging der Spruch? Erkläre es einem 5 jährigem.


    Mit vielem Dank im Vorraus,

    bin gespannt auf die Antworten morgen.

  • Hi.


    Gleich vorab:

    Wenn du Tagsüber nicht da bist um den Strom direkt zu verbauchen, macht eine Halbisel wenig Sinn.

    Wenn man Günstig an PZS/OPZS Akkus ran kommt und diese Pflegt, kann man etwas Geld Sparen.


    Es ist ein Irrglaube das man mit neuen günstigen Akkus von der Stange Geld sparrt.

    Der Inselstrom solte möglichst direkt verbaucht werden, das sich die PV abbezahlt.

    Strom aus den Akku kosttet.

    (bei einer reiner insel wo es keinen Strom gibt, ist es uninteresant was der Strom aus den Akku kostet, immer noch biliger als ein Disel oder so)



    Zu deinen Fragen.

    Die 1200Wp wird man nicht sehen.

    Im Hochsommer kann man mit 80-90% der Nennleistung rechnen.

    Die Nennleistung hatt man meist nur für eine Paar Minuten im Mär-Mai.

    Sobald die Module Heiß werdne sinkt die Leitung.


    Der Ladestromm begrenzt sich in der Hauptladung selber. (~14,4-14,8V)

    In der Früh steigt der Ladestrom langsam, bis die Sonne voll draufscheint.

    Bis dahin ist meist schon die Hauptladung ereicht.


    Um den Ladestrom würde ich mir da jetzt keine zu großen sorgen machen.



    Laderegler gleich was mit 40-60A

    TOYO ML2440/4860, Victron MPPT 100/50



    Schau dier doch mal dei MPPSolar PIPs an.

    Da ist alle sin einen Gerät.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Hi,

    danke für die Antwort. Das der Strom aus den Batterien teurer ist als aus dem Netz, ist für mich nicht wichtig. Das die volle Power der Module so gut wie nie geliefert wird, ist mir auch klar, darum sprach ich ja auch von max. 1200w obwohl ich vorraussichtlich 1500 verbauen werde. Im Sommer würde wohl erstmal ein Modul reichen für meine Zwecke. Ich baue aber gleich fünf um auch im Winter noch Laden zu können. Wieviel, das möchte ich ja ausprobieren.

    Danke für den Tip mit den PIPs, kannte ich tatsächlich noch nicht, scheinen für mich aber etwas zu unflexiebel zu sein.


    Mein Problem im Kopf ist noch:

    Angenommen ich nehme nur einen 20A Laderegler, hänge dann aber ein 1500W Wechselrichter dran. Bei einem peak, sagen wir theoretisch mal, von 60A Leistung (24V) der Module, schließe ich einen Verbraucher von 1000W (ca. 45A) an den Wechselrichter an. Dann würde der Wechselrichter ja 20A vom Laderegler bekommen und 25A aus den Batterien ziehen und das obwohl 60A von den Modulen zur verfügung stehen.


    Dank Dir

  • Hi.

    Mein Problem im Kopf ist noch:

    Angenommen ich nehme nur einen 20A Laderegler, hänge dann aber ein 1500W Wechselrichter dran. Bei einem peak, sagen wir theoretisch mal, von 60A Leistung (24V) der Module, schließe ich einen Verbraucher von 1000W (ca. 45A) an den Wechselrichter an. Dann würde der Wechselrichter ja 20A vom Laderegler bekommen und 25A aus den Batterien ziehen und das obwohl 60A von den Modulen zur verfügung stehen.

    Ja, so ist es.


    Deshalb Laderegler so groß das auch mal fast die volle Leistung Verbraucht werden kann.


    Den Akku kann man schon mal schneller Laden.


    Die AGM gehen dir warscheinlich eh an Sulfatierung oder Austrocknen kaputt als an Natürlicher Abnutzung (wie dick die Platten halt sind)

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Supi,danke.

    Ich denk mir das halt so und finde trotz lesen, lesen, lesen nie eine Antwort. Außerdem lese ich dann immer Sachen, die nix mit der Sache tu tun haben und verplempere dann immer eine menge Zeit. Bin halt von natur aus sehr neugierig. Habe vor 2 Jahren einen EffT Lehrgang gemacht, war ein riesen Spass für mich. dem Ausbilder bin ich glaube ich ziehmlich auf den Keks gegangen, da ich immer Fragen hatte die immer über das eigentliche Lernziel hinausgingen.

    Sollte ich Dir auf den Keks gehen mit meinen Fragen, kannste ruhig sagen.

    Was ich meinte mit den Pips und unflexiebel war, ich mag halt lieber Einzelkomponenten. Geht eine Komponente hinne, holt man sich eben nur diese neu und hat dann Zeit die andere zu reparieren.Mach ich bei Musik genauso, nie Kompaktanlagen.

    In diesem Sinne:

    Weißt Du, ob man zwei MppT Laderegler parallel an einen String und an die selben Batterien anschließen kann? Oder stören die sich gegenseitig?

    Hätte halt lieber zwei Steca 30A als einen 60A. Ist einer Fritte, bleiben immer noch 30A übrig und man hat Zeit den anderen zu reparieren. Steca, weil "Made in Germany". Mag ich halt, wenn es sich noch bezahlen lässt.

    Schönen Abend noch.