Speichertyp und Leistung -oder gar nichts?

  • Hallo zusammen,


    wir haben Offerten für eine PV-Anlage erhalten und sind uns ernsthaft am überlegen, ob wir zusätzlich einen Stromspeicher einbauen sollen.


    Unseren Stromverbrauch schätze ich auf 8'000 kWh. Wir heizen mit Erdsonde. Tagsüber ist meine Frau mit den zwei kleinen Kindern zu Hause. Das heisst, wir können auch dann (einen Teil) des Stroms direkt verbrauchen, wenn er produziert wird. Die Anbieter gehen von einem nutzbaren Anteil von ca. 40% aus.


    Wir können auf unserem Dach eine Fläche von 43 bis 44m2 bedecken. Offeriert wurden uns PV-Anlagen, welche einen Jahresertrag von ca. 7'800 kWh generieren. Optional könnten wir mit Sitzen-Modulen auf einen Jahresertrag von bis zu 10'000 kWh kommen. Dies natürlich zu einem relativ hohen Preis... Zusätzlich offeriert wurden uns Speichersysteme. z.B. sonnenBatterie mit einer Nennkapazität von 10.0 kWh, max. Einladeleistung von 3.3 kW. Der andere Anbieter schlägt ebenfalls sonnenBatterie vor, jedoch mit 7.5 kWh.


    Dass Speichersysteme die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems verschlechtern, ist uns bewusst. Trotzdem möchte ich mal in die Runde fragen, was ich bei der Dimensionierung des Speichers beachten würdet. Sollen wir PV-Anlage und Speicher generell eher möglichst gross dimensionieren vor dem Hintergrund, dass wir als Familie in Zukunft eher mehr als weniger Strom verbrauchen werden? Ein E-Auto steht zurzeit nicht zur Diskussion da unser aktuelles Modell hoffentlich noch einige Jahre fährt. Danach sind wir offen dafür. Die Haushaltsgeräte sind mehrheitlich neu.


    Vor einigen Tagen habe ich etwas über Salzwasserspeicher gelesen, konkret von Greenrock. Dies sind anscheinend etwas grösser (ist kein grosses Problem), haben weniger Leistungsdichte (was heisst das für mich?) und wohl auch etwas teurer. Habt ihr Erfahrungen damit?


    Vielen Dank für eure Bemerkungen!


    Gruss

    Henry96

  • Das ist eine wichtige Info...kannst du was zu Strompreis und "Einspeisevergütung" bei dir sagen?

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Mit der "kleinen" Anlage und dem hohen Bedarf sehe ich keine sinnvollen Nutzen eines Speichers.

    Eher mehr Module und Bedarf reduzieren: Stromfresser lokalisieren und die Wärmepumpe und Wärmeverteilung

    vernünftig (!) einstellen, hier ist der Betreiber gefragt, der Heizungsbauer kann das nur grob machen...

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Zähler abgelesen, Schreck gekriegt und den Hintern bewegt... aufmerksam lesen ;)


    Schau dir die Anlage und die Beiträge von oliveraltorfer an - und stell gerne deine Dächer kurz vor.

  • Im Hochtrafik 17.88 Rappen/kWh, im Niedertarif sind es 12.49 Rappen/kWh. Die Vergütungspreise für die Einspeisung ins Netz des EW's sind 5.80 Rappen/kWh, bzw. 4.60 Rappen/kWh. Die Anbieter rechen mit einem Speicher von einem Eigenverbrauchsgrad von um die 70%.


    Gezielt nach Stromfresser haben wir nicht gesucht. Da wir neu eingezogen sind, sollte die Haushaltsgeräte alle auf einem guten Stand sein. Die Wärmepumpe sollte gut eingestellt sein. Was mit Wärmeverteilung gemeint ist, verstehe ich nicht. Was ist darunter zu verstehen?

  • Die Wärmepumpe sollte gut eingestellt sein.

    Sollte. Meist ist sie das nicht. Mehrere User berichten hier dass sie durch Anpassung Heizkurve usw. allein ca. 20-25% Strom sparen konnten.
    Da würde ich genau hinsehen und auch schauen wie oft sie taktet.

    In Beiträgen von mdonau und afair Broadcasttechniker ist zB viel zu WP zu finden.


    Welche Ausrichtungen / Dächer hast du? Maße?

  • Die Wärmepumpe sollte gut eingestellt sein. Was mit Wärmeverteilung gemeint ist, verstehe ich nicht. Was ist darunter zu verstehen?

    Eine Wärmepumpe läuft je effizienter, je niedriger die nötige Temperatur im Heizwasser ist.

    deshalb sollte man mit hohem Heizwasserdurchsatz in alle Heizkreise mit einer

    möglichst geringen Temperatur (Heizkurve) heizen.


    Viel wollen in ihrem Niedrigenergiehaus z.B. einige Räume nicht beheizen im irrglauben, dadurch zu sparen.

    Nun muss man den noch genutzten Raum daneben aber stärker beheizen, da die Wärme in den

    unbeheizten Raum durch die ungedämmten Wände/Decken verschwindet.

    Die Wärmepumpe muss nun mit höherer Temperatur eine kleinere Fläche beheizen,

    was sehr viel Effizienz (mehr Strom) kostet.

    Der gesamte Energiebedarf ändert sich im übrigen kaum, da die thermische Hülle des Hauses immer die selbe bleibt.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5