mit der sonne leben...

  • mit der sonne leben...


    dachte so gerade für mich... anstatt in speicherthreads zu schreiben wo es vielen nur darum geht ihre bezugskosten zu senken aber nicht wirklich primär oder ernsthaft um den verbrauch zu senken schreibe ich lieber hier für mich und meine erfahrungen mit kleiner pv-anlage und kleinem grundlastspeicher und den dazu passenden angepassten kleineren sprüngen durch mein leben... :-)


    das wollte ich eben an anderer stelle als kommentar reinplumsen lassen... aber nun schreibe ich es hier hin...


    Ach so, jetzt verstehe ich. Du schaltest alle Verbraucher extra in der Zeit an wo die PV gerade in die Gänge kommt. Du schaltest alle Verbraucher extra in der Zeit an wo die PV gerade in die Gänge kommt. ... Kaffeemaschine ... Sonnenaufgang verändert, ... Gewohnheiten verschieben ... Sonnenaufgang ...

    Das schöne an Berechnung ist daß der Weg überprüfbar ist, lediglich die Annahmen können falsch sein.

    ich mag überprüfbare wege... auch wenn sie sich noch so bescheuert lesen... jedenfalls habe ich mein monitoring nicht um damit fakebeiträge auszumalen...


    also es funktioniert... nach der sonne zu leben... mit ein paar kleinen einschränkungen... mein geheimnis ist das serialisieren des stromverbrauchs... gerade wenn die sonne sich öfters hinter den wolken versteckt... okay, die wolken verstecken die sonne... und die sonne ist unschuldig... :mrgreen: sah dann in etwa so aus:



    mein einfacher kaffeeautomat zieht nur 1,6 kWp... was ich schon echt viel finde... aber das ist mein erstes extra des tages... :-) tagsüber lief heute zur grundlast nur wenig: bischen herd, kühlschrank, onkel fritz für telefon und internet, der laptop, ein monitor, ein hub... dazu nachladen der elektrischen zahnbürste und meines kleinen grundlastspeichers... die gastherme bleibt noch ausgeschaltet... aber so langsam knabbert sich die kälte durch die isolierung des kleinen häuschens... immerhin passt die obige gelbe ertragskurve halbwegs zur unteren grünen kurve wenn diese was zusammengeschoben wird... aber so langsam glaube ich bauerkiel ... der eastron schlabbert So-impulse wenn gleichzeitig zwei impulse anfallen... gleichzeitig ein verbrauch und ein lieferung scheint zum verlust von einem zu führen... aber näherungsweise kommt das ungefähr hin... für meine zwecke reicht es aus... aber anders wäre natürlich schöner...



    ein paar sonnenüberschüsse (grüne ertragskurve größer tausend kWp oder so gingen heute über tag in einen kleinen infrarotheizkörper... wenn ich am rechner sitze reicht dafür ein klick in der fritz-oberfläche für den ein/aus-befehl an die dect-steckdose ... jedenfalls war heute über den tag mit ein bischen fingerspitzengefühl im zu- und abschalten der jeweiligen verbraucher trotz schwankender einstrahlung ein netzbezug fast ganz zu vermeiden... mache ich mir einen neuen frischen kaffee nutze ich häufig den "wolkeistgradwoandersschattenmachen"-effekt und schalte herd und/oder andere verbraucher kurz aus und nach der kaffeezubereitung wieder ein... dann gelingt es trotz zackenbarsch keinen hohen zusatzbezug in den tälern aus dem netz zu haben und dennoch mit allem gut durch den tag zu finden... mit speicher und flat wäre das alles kein thema... aber so hat sich bei mir in den letzten jahren ein vollkommen anderes stromlastprofil entwickelt... nicht in der garage für das elektroauto sondern zwischen den ohren... anyway... hier noch ein bildchen, heutiger verbrauch...



    werte aus dem eva-log abgelesen und in excel eingetragen welches daraus dann die tabelle bastelte... klar wird das im dezember schlechter aussehen... dann werden KEINE plus 4,5 kWh am 2.8.0 abzulesen sein wie heute trotz wenig sonne doch dort von mir eben abgeschrieben wurden... das sind immerhin 50% direktverbrauch über den ganzen tag gewesen heute... :lol: und mir reicht es vollkommen das die verbrauchsspitzen durch das netz beigefüttert werden und ich auf einen klassischen speicher mit seinen kosten und verlusten verzichten kann... das sonne, mond und sterne spiel geht auch ohne speicher ungefähr auf... :idea: mit kenntnis seiner pappenheimer, ein bischen geduld, home office und ein wenig fingerspitzengefühl in der manuellen verbrauchssteuerung kein hexenwerk...


    einfach nur mein persönlicher ansatz weniger strom zu verbrauchen und davon auch noch einen hohen anteil selber auf dem dach zu produzieren... was übrig ist geht an meine nachbarn und ich erhalte dafür sogar ein bischen geld... das der vnb dafür seine marge drauf legt habe ich nichts, dafür unterhält er auch das netz und hat anders als ich eine vollkommen andere infrastruktur mit zu finanzieren... und meine gestehungskosten für die kWh sind ja auch kleiner als das was ich dafür an vergütung erhalte... :mrgreen:

  • Das ist mir zu extrem und geht auch nur dann wenn man sonst wenig zu tun hat.

    Da halte ich es eher mit Großmutter und werde mir nen neuen Kühlschrank holen, auch wenn die Ersparnis bei jemandem der den Strom selber macht nicht ganz so durch schlägt.

    Speicher haben die meisten ja schon in Form von Telefon und Laptop, die Zahnbürste rechne ich jetzt mal nicht dazu.

    Wie sieht deiner aus?

    Gestern war ja sonnenmäßig noch so lala, aber wir werden auch noch schlechtere Tage bekommen.

    Heizung habe ich gestern in Betrieb genommen, weder ich noch meine Mitbewohner wollen frieren.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.

  • Ich hatte in jungen Jahren eine gute Schule in Spanien- ein Anwesen ohne Strom und insgesamt sehr wenig Maschinen.

    Mit der Dämmerung aufstehen, den ganzen Tag (bis auf die Siesta) viel Arbeit/Bewegung und abends bei einbrechender Dunkelheit ist außer gemütlich ein paar Gläser guten Wein zusammen zu trinken nichts mehr zu tun.

    Ein bißchen davon konnte ich mir über die Jahrzehnte bewahren und das macht mir das "mit der Sonne leben"

    auch heute noch eher logisch und leicht als anstrengend und gängelnd.

    Mich dem Wetter anzupassen gelingt mir schon immer viel besser als an andere Menschen :mrgreen:

    lg,

    e-zepp

  • In einem warmen ländlichen Umfeld mag das gut gelingen. Uns, die wir in einer hochtechnisierten bequemen (Um)Welt leben, dürfte es sehr schwer fallen, unser Verhalten so zu ändern. Versuchen sollten wir es dennoch. Wie das aber aussehen soll, weiß ich nicht ganz genau.

    Als Beispiel: Neulich wollten wir unsere 20 Jahre alte Waschmaschine (ja, wir waschen nicht mit der Hand!;)) gegen eine neue energiesparende ersetzen. Das sah auf dem Papier zunächst sehr toll aus. Nach einiger Recherche musste ich aber erkennen, dass die Verbrauchswerte der neuen Maschinen -ähnlich wie die der Autos- sehr verzerrt um nicht zu sagen bewusst irreführend ermittelt werden. So wäscht eine aktuelle Maschine bei 60°C z.B. nur mit 50°C oder noch weniger, was sich natürlich gut beim Stromverbrauch macht. Dafür wäscht sie dann eben 3h sattt 1,5h. Nach dieser ernüchternden Erkenntnis sahen wir vom Kauf ab und nutzen unsere alte, bis sie verrecken wird!

    Ich habe immerhin schon mal alle Leuchtmittel auf LED umgestellt, was tatsächlich ca. 0,5MWh/Jahr einspart. Die Solarthermie ermöglicht es uns, quasi den ganzen Sommer ohne Zusatzheizung ausreichend warmes Wasser zu erzeugen. Bald werden wir eine PV-Anlage haben. Es geht voran :thumbup::)

    DIY-Anlage bestehend aus 17 Stück JaSolar JAM60S10-340/PR an Huawei SUN2000-5KTL-M0, Montagesystem Novotegra, Pultdach mit Tonziegeln, 25° Neigung, Ausrichtung Süd, aktuell noch mit gelegentlich rückwärtsdrehendem Ferrariszähler

  • die umstellung auf led hat ca. 1000kWh/a gebracht!

    ich habe vor allem einen halogendeckenfluter, der immer gedankenlos als ambientlight zum fernsehen eingeschaltet war, im verdacht. jetzt funzelt eine LED-lampe mit 15W anschlussleistung und besserer wohlueberlegter ausrichtung, die das ganze genauso erhellt!

    als dann die pv kam, eroeffneten sich dann ganz neue moeglichkeiten wie zeitgesteuerte WW-aufbereitung, bewusstes lastverschieben bei geschirrspueler und waschmaschine (zeitgesteuert), handyladen bei sonnenschein etc.


    bewusstere nutzung dort wo es nicht anders geht und weniger gedankenlosigkeit beim rest mit minimalen alltagsanpassungen. obwohl wir vorher auch nicht die absoluten verschwender waren (licht in raeumen, wo niemand war, das gabs auch damals nicht), haben wir den strombezug um mehr als 60% zum urspruenglichen startwert reduziert!


    potential gibts ueberall! genug!

  • Vom Direktverheizen des Stroms halte ich nicht so viel. Ich nutze die Schaltkontakte der WR um zwischen Klein-WP (Eigenumbau Spit-Klima) und Ölheizung umzuschalten, weil die WP mit gekauftem Strom zzt. nicht mehr lohnt. Eigenverbrauch kostet mich aus der 2011er PV 16,38 ct/kWh und aus der 2013er etwas über 15 ct/kWh.

  • meine veränderungen der lebensweise und des stromverbrauchs sind ja keine pflicht für jeden sondern nur ein "es kann auch anders funktionieren"... mit ein wenig nachdenken, umdenken und betrachtung der zusammenhänge... vor ein paar jahren kam für mich der strom auch nur aus der steckdose und ich zahlte stumpf meine abrechnung...

    Das ist mir zu extrem und geht auch nur dann wenn man sonst wenig zu tun hat. ... Wie sieht deiner aus?

    es ist ein experiment was machbar ist und wo es anfängt für mich unbequem zu werden... noch hält das häuschen die eingespeicherte sommerwärme und kühlt langsam ab... in fünf tagen kommt der installateur und macht mit der jährlichen wartung die therme fit für den winterbetrieb... bis auf einige warmwasseranforderungen ist diese seit mitte april ausgeschaltet gewesen... teilweise habe ich im sommer kalt geduscht... ein wasserkocher für sonstiges reicht...

    eine gute Schule in Spanien- ein Anwesen ohne Strom und insgesamt sehr wenig Maschinen.

    Mit der Dämmerung aufstehen, ... bei einbrechender Dunkelheit ... nichts mehr zu tun.


    Mich dem Wetter anzupassen gelingt mir schon immer viel besser als an andere Menschen :mrgreen:

    eine sehr gute erfahrung das es auch ohne strom und technik geht... das leben zu leben... bei mir half camping über mehrere wochen oder das reisen auf dem bike mit dem zelt auf der gepäckbrücke... gaskocher und kerzen sei dank... letztere oder taschenlampen sowie ein lagerfeuer konnten sogar den tag ein wenig in die nacht hinein verlängern... :-)


    als mopped-fahrer und hundehalter gilt für mich eh: es gibt kein falsches wetter sondern nur falsche bekleidung... stärkt ungemein die abwehrkräfte und ich weiß schon gar nicht mehr wann ich meine letzte erkältung hatte... :-)

    In einem warmen ländlichen Umfeld mag das gut gelingen. Uns, die wir in einer hochtechnisierten bequemen (Um)Welt leben, dürfte es sehr schwer fallen, unser Verhalten so zu ändern. Versuchen sollten wir es dennoch.


    Ich habe immerhin schon mal alle Leuchtmittel auf LED umgestellt, was tatsächlich ca. 0,5MWh/Jahr einspart.

    einen teil von energiesparmassnahmen kannst Du überall umsetzen... meine neue waschmaschine hat mich auch überrascht... bis zu zehn ampere zieht sie aus der steckdose um das wasser zu erwärmen... zum glück hat sich über die jahre genug kleidung im schrank angesammelt um waschvorgänge gezielt in sonnenphasen zu legen und den vollen wäschekorb auch schon mal ein paar wochen im keller vor der maschine zu parken... bis zu einem sonnentag...


    auch bei mir gab es den wechsel von glühbirne über energiesparleuchte hin zur 3W led... das hat echt was gebracht (auch wenn andere schreiben das ändert nur wenig)... 25 W pro stunde und pro leuchtquelle gespart macht bei vier stunden täglicher leuchtdauer bereits 0,1kWh und führt bei mir mit ungefähr fünf leuchtquellen (wohnzimmer, bad, wc, küche, arbeitsplatz, flur, treppenhaus) im jahr zu 180kWh weniger im jahr... von diesen gesparten fünfzig euro kannst Du bestimmt fünf leuchtquellen finanzieren und diese ausgabe ist schon nach weniger als zwölf monaten wieder drin...

    bewusstere nutzung dort wo es nicht anders geht und weniger gedankenlosigkeit beim rest mit minimalen alltagsanpassungen. ... haben wir den strombezug um mehr als 60% zum urspruenglichen startwert reduziert!

    das ist auch mein pv-anlagen-lerneffekt... analyse der verbraucher einhergehend mit der frage ob das wirklich so nötig ist... gewohntes in frage zu stellen und alternativen zu versuchen kann zu sparsamerer lebensweise führen ohne großen verzicht und minmale einschränkungen... jeder wie es für ihn passt... manches wird eben im sommer getan...

    Vom Direktverheizen des Stroms halte ich nicht so viel.

    dem stimme ich zu... bei mir ist es dieses jahr das experiment nur 250 m3 gas und 250 kWh bezug zu verbrauchen...


    grad noch mal über meine wohnsituation nachgedacht... es kommen glückliche umstände bei mir hinzu... zwei beheizte außenwände meines kleinen reihenhauses durch die nachbarhäuser... eine straßenlaterne gegenüber die es nachts (bei rolläden hoch) im flur, schlafzimmer, bad, küche und wc nie richtig dunkel werden lässt... zumindest reicht es mir um zu erkennen wo was steht bei abendlichen spaziergängen innerhalb der wohnung...


    bei conrad habe ich mir gestern einige handy bulb bestellt... nachts gezielt einige lichtpunkte zur verfügung zu haben reicht aus bei blackout... :-) die sind im angebot und hoffentlich eine echte alternative zur taschenlampe... :-)

  • auch bei mir gab es den wechsel von glühbirne über energiesparleuchte hin zur 3W led... das hat echt was gebracht (auch wenn andere schreiben das ändert nur wenig)... 25 W pro stunde und pro leuchtquelle gespart macht bei vier stunden täglicher leuchtdauer bereits 0,1kWh und führt bei mir mit ungefähr fünf leuchtquellen (wohnzimmer, bad, wc, küche, arbeitsplatz, flur, treppenhaus) im jahr zu 180kWh weniger im jahr... von diesen gesparten fünfzig euro kannst Du bestimmt fünf leuchtquellen finanzieren und diese ausgabe ist schon nach weniger als zwölf monaten wieder drin...

    ich hab fuer mich mal ausgerechnet, fuer jeden euro, den du pro LED-leuchtmittel investiert, brauchst du ca. 1 monat, damit du ein ROI hast.
    z.b. kostet eine LED-birne 12€, ist sie in 12 monaten durch die einsparung amortisiert!


    ps. 5 lampen brauchen natuerlich nicht 5 jahre, werden ja zumeist gleichzeitig betrieben! ;)