Für meinen Fall scheint mir aktuell die SonnenFlat tatsächlich die beste Option zu sein

  • Will mich auch mal zu Wort melden - nachdem ich mich heute angemeldet habe und mich tatsächlich durch die 44 Seiten SonnenCommunity Thread hier durchgewühlt habe ;)


    Bin gerade in der PV Angebotsphase, d.h. habe schon ein paar Angebote eingeholt, auch eins mit SonnenFlat.


    Für meinen Fall scheint mir aktuell die SonnenFlat tatsächlich die beste Option zu sein - im Vergleich zu nur PV oder PV+Speicher (ohne "Flat").


    Bin bei der Wahl des Systems+Anbieter aber recht emotionslos, d.h. lasse mich sehr gerne über mögliche Denkfehler aufklären (wenn jemand bereit ist, den Roman hier durchzulesen) ;)


    Aktuell habe ich ca 5000kWh Jahresverbrauch (davon ~3300 kWh Wärmepumpe).

    2020/2021 will ich ein eAuto anschaffen, damit kommen wohl noch ca. 1500 kWh dazu.


    Komplett-Angebot für 9.9kWp, Sonnen Eco8 mit 10kWh, SMA WR, Gateway und allen nötigen Vorbereitungen für die SonnenFlat: 22T€ netto (o. MwSt). Die "nackte" PV-Anlage liegt bei "schlüsselfertigen" 12.5T€.


    Die "Cloud-Lösung/Flat" passt bei mir wohl wegen meiner "speziellen" Verbrauchs-Charakteristik:


    Von den +/- 8500 erzeugten kWh werde ich wohl weniger als die Hälfte selbst verbrauchen können, da der Hauptverbrauch dank WärmePumpe im Winter anfällt.


    Außerdem fahre ich Frühling bis Herbst hauptsächlich Fahrrad statt (e)Auto. (Ob das über die 15-20 Jahre Anlagen-Nutzungsdauer so bleibt, wer weiß... ;) )


    Mein aktueller Strompreis liegt bei durchschnittlich 28Cent/kWh, d.h. mit eAuto = 6500kWh dürfte ich dann bei ca. 1800€ Stromkosten im Jahr liegen.


    Wenn ich davon ausgehe, dass der Strompreis über die nächsten 20 Jahre konstant bleibt, die Anlage + Flat 20 Jahre bei gleichen Kosten in Betrieb ist und die Steuern+Betriebskosten komplett die Einnahmen aus der Einspeisung auffressen, bin ich bei jährlichen Kosten:


    Anschaffung 22000 / 20 Jahre => 1100€

    Kosten für SonnenFlat 6750 => 240 €

    Kosten für Strom => 0€ (da unterhalb der "Freimenge" von Sonnenflat 6750).

    Einnahmen aus Einspeisung = Ausgaben für Steuern+PV Betrieb

    => 1340€ Kosten pro Jahr.


    Macht 1800-1340 = 460€ Ersparnis pro Jahr, auf 20 Jahre => 9200€.


    Selbst wenn der WR nach jeweils 10 Jahren ersetzt werden müsste (2x2000€), blieben noch 6T€ übrig. Der Wiederbeschaffungswert einer 10kWh Batterie in 20 Jahren sollte damit auch noch gut drin sein...


    Die Annahmen sind wohl eher pessimistisch. Sobald man an den Stellschrauben spielt, also Strompreiserhöhrung 2-3% pro Jahr, Betriebskosten+Steuern kleiner als Einspeisevergütung+Steuervorteile (Afa PV), Restwert der Anlage, längere Laufzeit, ... kann man sich die SonnenFlat noch deutlich/beliebig schöner rechnen ;)


    Mit meinem Hauptverbrauch im Winter = geringer Autarkie macht ein "normaler" Speicher allein nicht wirklich Sinn.


    Und da ohne Speicher mein Eigenverbrauch sehr gering ist, hätte ich bei "nur PV" immer noch ziemlich hohe Stromkosten, plus die Anschaffungskosten + Betriebskosten der PV, aber vergleichsweise nur geringe Einnahmen nach Steuern.


    Wieder pessimistisch gerechnet:


    Mit 9.9kWp PV Anlage allein (12.5T€ netto) und einem Eigenverbrauch von 0% wäre ich bei:

    Anschaffungskosten 12500 / 20 Jahre => 625 €

    Kosten for Strom: 1800€

    Einnahmen Einspeisung (nach Steuern): 8500kWh*9cent abzgl Grenzsteuersatz 40% = 459€


    Also sogar einen Verlust in 20 Jahren von 20x166€ = 3320 €.


    Die AGB / FAQs von Sonnen finde ich recht informativ, größere Überraschungen sehe ich keine.

    Klar, dann gibt's da noch die Sache mit Shell und eben keine Garantie, dass die Flat-Grundgebühr die nächsten 20 Jahre konstant bleibt. Aber das Risiko / fehlende Glaskugel hat man bei der Strompreisentwicklung auch.


    Daher wird es wohl bei mir die SonnenFlat.


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    Sorry für den Roman, aber vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen hier.


    Kritik / Aufzeigen von Denkfehlern immer willkommen :)

  • Bitte lies die FAQ in meinem Benutzerprofil und stell ALLE deine Dächer vor.


    Wo ist in deiner Betrachtung die entgangene Einspeisevergütung, der Speicherverlust von ca 20 Prozent(!) und die ueWA für ca 5 Jahre?


    Rechne was dich eine kWh aus dem defizitären Stromspeicher kostet. Es werden ca 45-50 Cent sein.

    Was zahlst du aktuell?

    Ich 27,65 bei EWS.


    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. "Mit 9.9kWp PV Anlage allein (12.5T€ netto) und einem Eigenverbrauch von 0% wäre ich bei:"

    Warum 0 Prozent?

    Pure PV wird locker 40 Prozent schaffen!


    Kaskadenmessung kennst du?


    Stromspeicher, Akkus und Cloud-Anbieter

  • Einnahmen sind nicht Gewinn. Und nur der muss versteuert werden, und das auch erst über 410€. Bei 12,5k € Kaufpreis hast Du lineare Abscheibung von 625€ jährlich. Das mindert den Gewinn. Zusätzlich fällt Steuer auf den selbstverbrauchten Strom an, aber die hast Du natürlich mit Sonnen auch. Da sogar noch auf die Speicherverluste. (ca 20%). Von 10k € gesparten Anschaffungskosten muss ich ja nicht reden, ist eh klar.

    26 Aleo S25 240 Wp
    Fronius Symo 6.0-3-m mit Smart Meter 63A-3
    GroßMeisterLusche
    L:24 D:4 T:2
    Wir neigen dazu, die kurzfristigen Auswirkungen einer Technologie zu überschätzen und die langfristigen Auswirkungen zu unterschätzen (Amaras Gesetz)

  • Die entgehende Einspeisevergütung auf ca 20 Prozent Speicherverlust ist real und nicht "angeblich".

  • mcbrw

    Ich finde, das liest sich wie eine Werbebroschüre.....

    DC 29.7 kWp / AC 30 kVA, Winaico, 10° Neigung, 180°

    DC 29.5 kWp / AC 30 kVA, Axitec, 20° Neigung, 90°; 270°

    beide SMA Wechselrichter

  • Die entgehende Einspeisevergütung auf ca 20 Prozent Speicherverlust ist real und nicht "angeblich".

    Hast du nicht gelesen, die marginale Einspeisevergütung hat der Themenersteller, in seiner Berechnung, großzügig in den Skat gedrückt und spielt für ihn gar keine Rolle mehr. 20% von wenig sind dann schon fast null.

  • Hast du nicht gelesen, die marginale Einspeisevergütung hat der Themenersteller, in seiner Berechnung, großzügig in den Skat gedrückt und spielt für ihn gar keine Rolle mehr.

    Wenn man die Einnahme aus der Einspeisevergütung schon so "großzügig" unterschlägt dann kann man ja den durch den Speicher ermöglichten zusätzlichen Eigenverbrauch auch "großzügig" weglassen denn der Gewinn daraus ist kleiner als der Gewinn durch die Einspeisevergütung. 😏

    mit freundlichem Gruß
    smoker59