Messstellenkonzept mit WP, PV und ELW

  • Hallo zusammen,


    ich habe folgende Anschluss-Herausforderung (und habe mich auch schon informiert, bzw. die Infos zum Kaskaden-Zählerkonzept gelesen):


    Wir bauen ein Einfam.-Haus mit Einliegerwohnung, PV und Wärmepumpe (inkl. WW). Die Einliegerwohnung (ELW) soll vermietet werden.

    Welches Zählerkonzept ist am sinnvollsten:


    A.) 1 Zähler für Hauptwohnung inkl. PV und inkl. WP (allerdings wird die Leistung der WP dann auch für die ELW aktiv, was man pauschal abrechnen müsste) und ein separater für den Stromverbrauch in der ELW (direkt mit Stromversorg.)


    B.) Kaskaden-System mit einem 3. Zähler für die ELW:
    Dann könnte genau erfasst werden, wer was individuell verbraucht und den Verbrauch der WP (gesamtheitlich, WP-Tarif möglich). Aber wie ist das dann mit der PV? versorge ich dann den Mieter mit meinem erzeugten Strom?


    C.) Ich mache 3 separate Zähler und die ELW zahlt auch direkt an den Versorger (allerdings auch 3x Grundgebühr X()


    D.) Ich lasse den Verbrauch komplett über 1 Zähler laufen und berechne dem Mieter eine (warme) Inklusiv-Miete. Dann bekommt er meinen Strom, weil es hinter dem Zähler ist und ich muss auch nur 1x Grundgebühr zahlen. Zudem keine Irritation mit der Wärmepumpe.



    Was meint ihr?:danke:


    Beste Grüße,

    Thomas

  • Machen kann man alles, die Frage ist, was du willst.

    D geht nicht, weil für den an den Mieter gelieferten Strom 100% EEG-Umlage anfällt und das muß dafür gemessen werden. Außerdem kannst du den Mieter nicht verpflichten den Strom von dir zu kaufen. Daher ist es (derzeit - im Klimapaket steht ganz vage, daß man sich das nochmal ansehen will und möglicherweise einfacher gestalten) immer einfacher das einfach gesondert laufen zu lassen, was kümmert dich die Grundgebühr deines Mieters?

    Wenn das geklärt ist, hast du einen ganz normalen Fall. Wärmelieferung darfst du bei ELW ohne Messung machen, nach m², Personen oder Augenfarbe ganz wie du willst (und der Mieter bereit ist zu zahlen).

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Gebühr


    D wäre nicht legal wie vorgenannt.


    C die teuerste Variante und akademisch. Nein.


    A oder B.

    Ich würde B beim VNB durchsetzen bzw. mit Mietern* vertraglich regeln dass er seinen Strom über mich bezieht. Dadurch können wir uns den Grundpreis teilen (mich sehr wohl die Bonität und Liquidität meines Mieters).


    B ermöglicht die volle EEG-U für den Mieter an den ÜNB abzuführen. Rechtlich sauber. Genau genommen könnte er sogar ein eigenes EVU wählen (virtueller Zählpunkt), dann aber kein Grundpreisvorteil.


    Sensor für weich darf in allen Fällen vor den HAUS-Verbrauch!


    Die Frage ist wer einzieht. Aber sieh einen, besser 2 Zählerplätze allein für die ELW vor. Das kann auch ein nachrüstbarer Platz wie im Foto in meinen FAQ sein - aber besser einfach ingesamt 1-2 Plätze mehr als nötig sezten.


    * IMMER vorher Boni ziehen - das hätte mir einmal viel Ärger erspart. Beim zweiten mal hat es das. Da kam bei ihr und bei ihm "erkennbare Aussichtslosigkeit der Vollstreckung" oder so ähnlich raus obwohl im Gespräch keine Auffälligkeiten.

  • Danke für die guten Antworten!

    Pflanze: was meinst du mit „Sensor für weich darf in allen Fällen vor den HAUS-Verbrauch!“?

    Besten Dank!

  • So wie ich es geschrieben habe. Der Sensor kommt bildlich gesprochen zwischen HAK und Zählerkasten.