Dauer Antrag auf Anschluss PV-Anlage bei Westnetz?

  • Hallo zusammen,

    wir haben uns entschlossen eine PV-Anlage mit Überschuss-Einspeisung auf dem Dach zu errichten. Anlage ist unter 10 KWp. Angebot liegt uns vor, die gewünschten Module+WR sind momentan auch lieferbar. Standort 50xxx

    Vor >3 Wochen haben wir (d.h. die von uns beauftragte Firma) nun den Antrag auf Netzanschluss und Prüfung der Netzverträglichkeit gestellt. Seitdem: außer Eingangsbestätigung des Antrages passiert bei Westnetz nix !!! Bei telefonischen und Email Anfragen wird nur auf die aktuell hohe Zahl von Anfragen verwiesen... inhaltliche Antwort Fehlanzeige.

    Wie lange dauert es denn normalerweise so? Der beauftragte Solateur meinte, das sei eigentlich nicht normal so.

    Kaufen bzw. errichten wollen wir die Anlage erst, wenn wir eine Zusage zum Anschluss haben, sonst habe ich anderenfalls für teuer Geld einen Haufen Material im Keller rum liegen. Andererseits sinkt jeden Monat die ohnehin nur noch geringe Einspeisevergütung, da sollte die Anlage schnellstens aufs Dach bzw. ans Netz. UNd dann steht ja der Winter vor der Tür, da will man ja auch nicht bei Regen und Schnee auf dem Dach herum kraxeln.

    Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Westnetz? Könnte es sein, dass wir die Genehmigung nicht bekommen? Wir wohnen nicht im Außenbereich und in der Umgebung gibt es auch noch nicht so viele PV-Anlagen. Oder ist das nur eine Masche vom VT : Verzögerungstatik um eine möglichst geringe Einspeisevergütung zahlen zu müssen?

    Oder gibt´s sonst einen ernst gemeinten Tipp wie wir das mit der Anschlusszusage beschleunigen könnten.

    Gruß

    Sol2019

  • Oder ist das nur eine Masche vom VT : Verzögerungstatik um eine möglichst geringe Einspeisevergütung zahlen zu müssen?

    Es ist denen sowas von egal, wie hoch deine Vergütung ist. Die zahlen die Vergütung nur aus, die EEG-Vergütung wird ja von allen Verbrauchern bezahlt, das Geld holen die sich wieder.


    3 Wochen empfinde ich jetzt nicht als unangemessen lang.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE, Nibe F1155-6 mit RGK

  • Wie lange hast Du denn auf die Zusage gewartet?

    Da mir von verschiedenen Quellen max. eine Woche genannt wurde, finde ich das schon ziemlich lange und mache mir jetzt Gedanken, ob es da evt. Probleme gibt.

    Schließlich muss die Anlage ja auch noch installiert werden, bevor ich einspeisen kann. Wenn das dann bis nächstes Jahr dauern sollte, gibts vermutlich gar keine Vergütung mehr. Was meine Kalkulation ziemlich durcheinander bringen würde.

  • Ist das alles schon vernünftig geplant im Forum? Warum nur 10 kWp?

    Das sind keine großen Summen - ich würde bauen, am Tag der Einspeisezusage einschalten und mich freuen.

  • die Anlage brauchst du erst Anfang nächsten Jahres in Betrieb nehmen.

    Du bekommst dann ein Jahr zusätzlich vergütet.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Bei mir hakt es bei Westnetz auch seit einigen Wochen. Auf ein Netzanschlussbegehren für eine Anlage > 30kWp warte ich seit dem 15.08. Bei anderen Anlagen hat es Anfang des Jahres immer wesentlich schneller geklappt.

  • Hallo Sol2019,

    der Solateur wird nicht rumsitzen und sofort loslegen an dem Tag an dem du die Zusage bekommst.

    Das kein positiver Bescheid kommt ist unwahrscheinlich aber das Risiko trägst du wenn Du vorher unterschreibst.


    Desto eher du Anmelden kannst umso höher ist die garantierte 20-jähriger Einspeisevergütung.


    Du hast aber auch nochmals die Chance ggf. doch sinnvoll mehr als 10kWp zu bauen. ;)

    Wie viele kWp wären den auf brauchbaren Dächern möglich?


    (EEG-Umlage ist meist kein Grund um < 10kWp zu bleiben.)

    Grüße
    Didi

  • Ist das alles schon vernünftig geplant im Forum? Warum nur 10 kWp?

    Das sind keine großen Summen - ich würde bauen, am Tag der Einspeisezusage einschalten und mich freuen.

    Ja, es ist alles vernünftig geplant und <10 KWp reichen uns. Wir bauen eine Anlage zum Eigenverbrauch mit Einspeisung des Überschusses.

    Allerdings sind 10.000,- € ++ für uns doch eine große Summe, die wir nicht mal eben so in den Keller legen können, falls wir die Genehmigung zum Anschluss/Netzverträglichkeit der Anlage nicht erhalten.

    die Anlage brauchst du erst Anfang nächsten Jahres in Betrieb nehmen.

    Du bekommst dann ein Jahr zusätzlich vergütet.

    Ja, das weiss ich. Aber die Einspeisevergütung ist dann entsprechend geringer - über die gesamte Laufzeit.

    Das Problem mit der Zeit ist für uns in erster Linie die Jahreszeit und dass es scheinbar teilweise Lieferengpässe bei verschiedenen WR Modellen gibt. Natürlich könnten wir die jetzt schon kaufen, aber was wenn keine Genehmigung? s.o.

  • Bei mir hakt es bei Westnetz auch seit einigen Wochen. Auf ein Netzanschlussbegehren für eine Anlage > 30kWp warte ich seit dem 15.08. Bei anderen Anlagen hat es Anfang des Jahres immer wesentlich schneller geklappt.

    Ohwei seit August schon? Nicht gerade ermutigend.

    Doch, wir könnten kurzfristig loslegen mit dem Bau der Anlage.


    Die brauchbaren Dächer (dort wo wir in Eigenleistung aufständern können) bringen die <10KWp. Es gibt noch eine kleine Dachfläche am Wohngebäude, aber hier wäre der Aufwand für uns unwirtschaftlich. Außerdem ist das als Reservefläche für eine spätere Solarunterstützung der Heizungsanlage vorgesehen.

  • Ich habe das ganze erst vor drei Wochen hinter mich gebracht. Hat etwas mehr als eine Woche gedauert. Ingesamt macht Westnetz einen aufgeräumten und gut organisierten Eindruck. Selbst telefonische Nachfragen wurden fix und kompetent beantwortet. Das hatte mich selbst überrascht...