Schattenmanagement und Optimierer - was sie können und was sie nicht können

  • Halbzellen Module habe ich auch Q.PEAK DUO-G6 345 und natürlich werden die in 2 mal 20 Ost und West verschalten aber der System Wechselrichter von E3DC hat kein Schattenmanagement . Der Schatten ist groß !! Es ist außerdem das letzte Dach welches ich bis auf den letzten cm belegen kann .

    Bin hier bei uns schon bekannt als der mit der Sonnenmake !


  • Es soll ein E3DC Pro werden.

    Wenn Schatten auf der Anlage ist dann kommst du mit E3DC um die Installation von Optimierern tatsächlich nicht herum. Ich würde sogar empfehlen alle Module damit auszustatten und nicht nur die "potentiell verschatteten".

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hallo,


    Halbzellenmodule: Deren Gewinn hängt natürlich von der Art des Schattens und der internen Verschaltung ab, wie es auch bei einem klassischen Modul ist.


    Am Beispiel eines klassischen Moduls und Schatten... das gehört tatsächlich hierher, zumal ich es oben vergessen hatte:


    Nehmen wir an, der Schatten kommt von links nach rechts. Wenn das Modul hochkant montiert ist, trifft er zuerst das linke Drittel. Das Schattenmanagement kann selbiges dank der Bypassdioden ausblenden und das Modul bringt noch 2/3 der Leistung. Danach fällt auch das mittlere Drittel weg (1/3) und dann alles. Wäre das Modul waagerecht montiert, dann wäre sofort Schluss, weil man alle drei Drittel auf einmal erwischt. Analoges gilt bei einem Schatten von unten nach oben, da hat das Quermodul dann den Vorteil.


    Bei den Halbzellenmodulen ist mir noch nicht ganz klar, wie sie intern aufgebaut sind. Bisher dachte ich, dass die untere und obere Hälfte jeweils aus 60 Halbzellen besteht und das dann parallel geschaltet ist. Eine halbe Zelle bringt dabei die gleiche Spannung beim halben Strom. Um bei unseren Beispielmodulen von ganz oben zu bleiben: Die obere und die untere Hälfte bringen dann jeweils 30V 4A. Durch die Parallelschaltung ergibt sich 240W. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich so ist, denn das erklärt die Vorteile bei Schatten nämlich nicht. Wenn das so wäre, hätte das Modul bei einer Verschattung der unteren Hälfte ja nur noch 30V 4A und würde folglich in einem 8A-String ausgeblendet werden.


    Mag jemand, der die Halbzellenmodule besser kennt, das genauer erklären oder stimmt das so?


    Viele Grüße,


    Jan

  • Um die Wirkungsweise von SE einmal bildlich darzustellen habe ich hier einfach mal den Tagesverlauf des 20.9. stundenweise dargestellt. Ich habe durch umstehende Bäume ziemlich viel Schatten auf der Anlage.

    Wie sich die einzelnen Module verhalten sieht man dann unten rechts.

  • Halbzellen Module habe ich Q.PEAK DUO-G5 320 und es ist, wie JanR schreibt: Es besteht eigentlich aus 2 Hälften zu je 160W.


    Der Vorteil im Verhalten findet natürlich nur statt, wenn der Schatten zuerst nur in eine Modul-Hälfte hineinläuft (bei mir von der Gaube) und damit den Strom im Strang ausbremst. Das führt bei mir dazu, dass die Gesamt-Leistung zunächst schnell sinkt, da der hohe Strom beide Modul-Hälften außer Gefecht setzt (Spannung am Modul sinkt stark).

    Irgendwann verursacht der gesunkene Strom im Strang jedoch, dass der MPPT einen neuen Arbeitspunkt mit geringerem Strom, aber höherer Leistung findet (Spannung am Modul springt wieder hoch). Der zu beobachtete Leistung-Sprung ist dann ungefähr der eines halben Moduls (150W).

    Ich denke, mit Modul Optimierer geht das ohne den Leistung-Sprung, der Optimierer würde hier die Leistung des Moduls immer >= 150W halten und somit einen Mehrertrag erzielen.

    Der Mehrertrag mit Optimierer wäre nach meinen Leistungskurven ca. 25%, leider dauert das ganze jeweils nur ca. 20 Minuten und da kämen dann in Summe nur 0,1 kWh heraus.

  • Halbzellenmodul

    Durch immer höhere Leistungsklassen, also einer verbesserten Spitzenleistung bei Modulen bei Standard-Testbedingungen (STC) können die spezifischen Modulpreise gesenkt werden. Ein neuer Weg ist die Teilung der Zellen in „Halbzellen“. Auf den ersten Blick ist das natürlich das gleiche Eingangsmaterial aber durch die Teilung der Zellen können einige Verluste erheblich reduziert und dadurch der Wirkungsgrad erhöht werden.

    Unterschied von Vollzellen-Modulen und Halbzellen-Modulen

    Durch die Zellteilung erhöht sich die Gesamtfläche der Zellzwischenräume auf der Modulfläche. Dies bewirkt einen geringen Reflektionsgewinn über die Rückseitenfolie. Einen größeren Einfluss hat aber die Reduzierung der elektrischen Verluste im Zellverbinder und Querverbinder. Bei Halbzellenmodulen ist die Anzahl der Zellverbinder gegenüber Vollzellenmodulen verdoppelt. Dadurch reduziert sich der elektrische Widerstand der Verbindung und so kann mit der gleichen Eingangszelle ein Modul mit 2 – 3 % höherer Leistung hergestellt werden.

    Durch den Einsatz von 120 Halbzellen können eine höhere Leerlaufspannung und ein geringerer Strom vermutet werden. Das ist aber nicht der Fall. Halbzellenmodule besitzen gegenüber Vollzellenmodulen mit 60 Zellen die doppelte Zellanzahl. Intern sind aber wie bei Vollzellenmodulen je 20 Zellen in Reihe verschalten. Insgesamt sind somit statt 3 x 20 Zellen eben 6 x 20 Halbzellen im Modul parallel geschalten. Jeweils immer 2 x 20 Zellen sind modulintern über eine Bypassdiode geschützt.

    Nach außen verhält sich somit ein Halbzellenmodul elektrisch wie ein Vollzellenmodul und kann dadurch ganz normal eingesetzt und verschaltet werden.

    Durch die Teilung des Moduls in zwei Hälften wirkt sich bei hochkant Montage eine Teilverschattung der unteren Reihen weniger stark aus als bei Vollzellenmodulen. Ein Halbzellenmodul kann dann noch weiterhin bis zu 50% der Leistung produzieren. Durch die mittig platzierten Freilaufdioden ist dieser Vorteil möglich und zeichnet auch das Erscheinungsbild mit einem Querverbinder in der Mitte aus.


    Vorteile und Nachteile von Halbzellen

    Letztendlich bekommt man mehr Leistung auf derselben Fläche und das perspektivisch zu einem günstigeren Preis. Dazu kommen noch Vorteile bei Verschattung, bei vertikaler Aufständerung oder auch beim Abtauen nach Schneefall. Bei der Befestigung und Verdrahtung der Strings ist etwas Kreativität gefragt.


    Quelle: https://strom-forschung.de/ser…2ad108ed4b37a621cf63e230b

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  • Bei mir steht ein Baum vor dem Carport und die Module liegen quer (Ausrichtung ist Süd) ... sollte also passen.:saint:

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  • Jooo alles richtig gemacht;)auch meine werden quer verlegt (Ost ,West) und von einem daneben stehenden Haus (Süd) stück für stück verschattet .:danke: