Anlagenplanung EFH mit diverses Fragen

  • Hallo liebes Forum,


    bin ganz neu hier und möchte bald zu den Anlagenbetreibern gehören. Ich ist eigentlich wir: 4 Personen Haushalt (2 Erw + 2 Kinder). Nachdem meine Eltern vor knapp zwei Monaten eine Anlage mit 9,6 kWp in Betrieb genommen haben und ich schon länger mit dem Gedanken spiele, juckt es nun auch mir in den Fingern.


    Zur Situation: Aktueller Verbrauch 3200 kWh pro Jahr, tendentiell steigend aufgrund der älter werdenden Kinder. Dachausrichtung 175° Süd, Dachneigung 30°. Ich habe den Platz für etwa 24-28 Module, damit werde ich wohl nicht über die 10kWp kommen. Ein "Kleingewerbe" ohne UST führe ich bereits und werde die Umsatz/Gewinngrenzen auch mit Verwendung der PV und Einspeisung so schnell nicht übersteigen.


    Ich gehe von einer Leistung von 7,68 kWp aus (24x320 Watt)

    Folgende konkrete Fragen habe ich:

    1. Würde sich für uns ein Batteriespeicher lohnen? Der Bedarf der sich in "Dunkelheit" ergibt ist, Heizungsanlage, bisschen Licht, zwei Kühlschränke, Fernsehen und sowas. Über Nacht habe ich je nach Jahreszeit zwischen 1,5-3 kWh Bedarf. Bedingt durch die Kids in Zukunft bestimmt etwas mehr. Da ich viel von zu Hause arbeite habe ich die Möglichkeit Extermverbraucher (Waschmaschine, Wäschetrockner, Kochen) in die PV-Produktiven Zeiten zu legen.


    2. Vermutlich wird unser Anbieter auf Fronius Technik zurückgreifen. Ich finde im Netz durchaus interessante Angebote für Batteriespeicher, zum Beispiel von Pylontech. Weis jemand ob ich soetwas an eine Fronius Symo hybrid anschließen kann? Gibt es da Standards nachdenen ich mich richten kann (Kommunikationschnittstelle zb. ) Sicherlich wird ja nicht nur platt der PLus und Minuspol an die Batterie angeklemmt!?


    3. Meine Eltern haben auch den Ohmpilot mit dazugenommen (Heizpatrone für den Brauchwasserspeicher). Ich sehe das so das ich für knapp 7 Cent die gleiche Leistung Gas einkaufe für die ich dann 10-11 Cent + die einmaligen Kosten für die Heizpatrone hätte um die gleiche Wärmeleistung zu erzeugen. Solange ich den Strom also noch mit mehr als 7 Cent einspeisen kann lohnt doch diese Anschaffung bzw. Maßnahme gar nicht richtig?


    4. Gibts eine Fausformel was eine Anlage aktuell Kosten sollte? Die Anlage meiner Eltern liegt bei 12.070€ Brutto mit Montage, Gerüst ohne Ohmpilot/Heizpatrone. Damit ergibt sich ein Preis von 1257,38 € pro kWp netto (30x LUXOR Eco Line Half Cells M120/LX-320M, 1x Fronius Symo 10.0-3.M, 1x Blitzschutz und alle Montagematerialien)


    Das sind erstmal meine dringendsten Fragen. Vielen Dank!

  • Bitte lies die FAQ in meinem Benutzerprofil und stell ALLE deine Dächer vor.

    Deine Eltern haben mE teuer gekauft.


    Du übersiehst den abgeregelten Strom in 3.

    Dennoch ist 1:1 heizen Quatsch.

  • Hey und willkommen,


    1. nein, eventuell später, wenn die deutlich günstiger werden.

    2. siehe 1.

    3. siehst du richtig, macht maxximal Sinn für den Strom über 70% der Peakleistung, den du nicht einspeisen darfst. Wesentlich sinnvoller ist eine Brauchwasserwärmepumpe.

    4. Ich glaube, du verwechselst Brutto und Netto. Brutto wäre der Preis gut, netto ist es schon teuer. Aber die Montagepreise haben in den letzten Monaten aufgrund der hohen Nachfrage stark angezogen.

  • Hallo Monsmusik,


    danke.

    Zu 3. Das heißt alles über 70% der Peakleistung wird nicht vergütet? Das wusste ich noch gar nicht. Aber noch Brauchwasserpumpe rechnet sich in meinen Augen nicht.

    Zu 4, ne das sind tatsächlich die Brutto Preise.

  • zu 3: schlimmer noch. Nicht nur nicht vergütet, es darf nicht einmal eingespeist werden. Wieso bist du der Meinung BWWP rechnet sich nicht und denkst gleichzeitig über einen Heizstab nach? Das sehen deine Augen nicht richtig. Wenn du den Großteil deines WW zu vllt 3 ct herstelllen kannst, ist das die Hälfte vom Gaspreis und selbst bei Netzstrom die Hälfte des CO2 von Gas.

    zu 4: Brutto ist mit MWSt (größere Zahl), netto ohne. 1200 netto fände ich noch OK.

  • zu 3: schlimmer noch. Nicht nur nicht vergütet, es darf nicht einmal eingespeist werden. Wieso bist du der Meinung BWWP rechnet sich nicht und denkst gleichzeitig über einen Heizstab nach? Das sehen deine Augen nicht richtig. Wenn du den Großteil deines WW zu vllt 3 ct herstelllen kannst, ist das die Hälfte vom Gaspreis und selbst bei Netzstrom die Hälfte des CO2 von Gas.

    zu 4: Brutto ist mit MWSt (größere Zahl), netto ohne. 1200 netto fände ich noch OK.

    Ok, das war peinlich. Hab mich wohl vertippt. Der Wert oben ist korrigiert. Es sind tatsächlich 1257,38 €/kWp. Eine Wärmepumpe kostet meines Wissens nach schnell ein paar Tausend € inkl. Montage usw. Grad im Sommer wenn die Sonne ballert brauch ich aber kaum WW. Aber da mache ich mich auch nochmal schlau.

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    Deine Eltern haben mE teuer gekauft.


    Du übersiehst den abgeregelten Strom in 3.

    Dennoch ist 1:1 heizen Quatsch.

    Hallo pflanze!


    Die FAQs haben mir wirklich die Augen geöffnet und Fragen beantwortet, vielen Dank!

    Zwei Sachen habe ich aber noch nicht so ganz verstanden:

    1. Soll/Muss ich jetzt schon den Einzeiler an meinen Versorger schicken um mir die Einspeisevergütung in aktueller Höhe zu sichern?

    2. Das was Monsmusik mit den 70% geschrieben hat verstehe ich nicht. Laut dem Logger meiner Eltern sehe ich keine Gerade die da die Einspeisung begrenzt. Wird das eingespeist aber hintenrum über den Versorger "aus der Abrechnung gestrichen"?

  • BWWP: Die braucht eben über lange Zeiträume recht wenig Leistung von vllt ein paar hundert Watt. Ideal, um eigenen Strom zu verbrauchen. Die Anschaffung ist nicht so teuer wie du schreibst, aber mit Anschafffung habe ich auch nicht gerechnet. Einen alternativen Wärmeerzeuger musst du ja auch anschafffen.


    70 %: Deine Eltern sind als Betreiber dafür verantwortlich, dass das richtig eingestellt ist. Wenn die 9.6 kWp haben, darf die Anlage nie mehr als 6.72 kW einspeisen. Aber vllt siehst du das nicht, weil das zu dieser Jahreszeit sowieso nicht mehr anfällt.

  • BWWP: Die braucht eben über lange Zeiträume recht wenig Leistung von vllt ein paar hundert Watt. Ideal, um eigenen Strom zu verbrauchen. Die Anschaffung ist nicht so teuer wie du schreibst, aber mit Anschafffung habe ich auch nicht gerechnet. Einen alternativen Wärmeerzeuger musst du ja auch anschafffen.


    70 %: Deine Eltern sind als Betreiber dafür verantwortlich, dass das richtig eingestellt ist. Wenn die 9.6 kWp haben, darf die Anlage nie mehr als 6.72 kW einspeisen. Aber vllt siehst du das nicht, weil das zu dieser Jahreszeit sowieso nicht mehr anfällt.

    https://www.photobox.co.uk/my/…ull?photo_id=502174534097


    Also gestern zum Beispiel waren es 7,76 kW im Peak reine Einspeisung. Es gab bereits auch schon Tage wo die knapp 10 kW erreicht wurden?

  • Bitte keine unnötigen Vollzitate!

    Falls RSE im Einsatz ist braucht es die Abregelung, die übrigens in meinen FAQ verlinkt ist, bitte dort nachsehen, nicht. Stichwort ist glaub hart / weich o.ä.

    Möglicherweise ist die Anlage deiner Eltern aber nicht gesetzkonform und riskiert die Vergütung!


    EVU hat damit übrigens nichts zu tun sondern VNB.


    Das NAB ist nötig um überhaupt EEG-V zu erhalten. Es gilt aber der Satz bei IBN!