Klimapaket 2030 - Das Ende vom 52 GW-Deckel

  • Merkel: Klimaschutzpaket um 2 Jahre verschoben, erste Maßnahmen werden erst ab 2021 allmählich umgesetzt

    Das ist in erster Linie ein Wirtschafts- und Interessenschutzplan nach dem bekannten Politikmotto: schieben wir es in die Zukunft, am besten in die nächste Legislaturperiode. Aber 2050 sind wir gaaaaanz sicher klimaneutral.

  • Hallo,


    unter https://www.bundesregierung.de…gramm-data.pdf?download=1 gibts die Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030:


    Senkung der Stromkosten (2)Zeitgleich mit dem Einstieg in die CO2-Bepreisung werden Bürger und Wirtschaft beim Strompreis entlastet, indem die EEG-Umlage sowie ggf. andere staatlich induzierte Preisbestandteile (Netzentgelte, Umlagen und Abgaben) schrittweise aus den Bepreisungseinnahmen bezahlt werden. Der Zahlungsanspruch gemäß EEG für die Erneuerbaren Energien bleibt davon unberührt. Ab 2021 wird die EEG-Umlage um 0,25 Centpro kWh gesenkt. Entlang des CO2-Bepreisungspfades beträgt die Entlastung 2022 0,5 Centpro kWh und 2023 0,625 Centpro kWh.Durch die EEG-Umlage werden besonders Familien und kleine mittelständische Unternehmenentlastet. Steigen die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung, wird der Strompreis entlang des Bepreisungspfades weiter gesenkt. Damit werden auch die richtigen Anreize für eine zunehmende Elektrifizierung gesetzt und die sektorübergreifende Energiewende vorangetrieben. Die weiteren Maßnahmen aus dem Klimaschutzprogramm, die dazu führen könnten, dass Preisbestandteile des Stroms steigen, wird die Bundesregierung in einer Schrittfolge umsetzen, die sicherstellt, dass die Strompreissenkung erhalten bleibt.Die Regelungen zur Strompreiskompensation im EU-Emissionshandel bleiben unberührt.


    Ausbau des Anteils der Erneuerbaren Energien auf 65% (48)Der zielstrebige, effiziente, netzsynchrone und zunehmend marktorientierteAusbau der erneuerbaren Energien ist ein entscheidender Baustein zur Erreichung der Klimaziele in der Energiewirtschaft. Die Bundesregierung hat das Ziel, im Jahr 2030 einen Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 65% zu erreichen. Die folgenden Bestimmungen haben zum Ziel, die Akzeptanz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien zu erhöhen. Es ist sicherzustellen, dass es für betroffene Anlieger im Einzelfall bei den Mindestabständen zu keiner Verringerung gegenüber der geltenden Rechtslage kommt:•Mindestabstand: Bis zu einem Mindestabstand von 1000 Metern dürfen künftig keine neuen Windkraftanlagen errichtet oder repowert werden. Die Mindestabstandsregelung gilt für reine und allgemeine Wohngebiete, sie gilt auch für dörfliche Strukturen mit signifikanterWohnbebauung, auch wenn sie nicht als solche ausgewiesen sind.•Flächenpläne: Die neuen Mindestabstandsregelungen gelten für die bestehenden und die künftigen Flächenpläne. Das heißt, für bestehende Flächenpläne reduzieren sich die dort ausgewiesenen Windflächen insoweit. Die Pläne bleiben im Übrigen erhalten. Die neuen Mindestabstandsregelungen gelten nicht für diejenigen Flächenpläne, die zwischen dem 1.1.2015 und dem Inkrafttreten dieses Gesetzes rechtskräftig geworden sind.•Opt out: Innerhalb von 18 Monaten nach Inkrafttreten der Neuregelung kann ein Bundesland geringere Mindestabstandsflächen gesetzlich festlegen. Unabhängig davon erhalten Kommunen unbefristet die Möglichkeit, geringere Mindestabstände festzulegen.Die Kommunen sollen künftig eine finanzielle Beteiligung am Betrieb von Windrädern erhalten. Diese kann erhöht werden, wenn die Kommunen von ihrem Opt-Out-Recht Gebrauch machen. Der Entwurf des Grundsteuerreformgesetzes sieht das bereits vor. Das kann durch einen gesonderten Hebesatz noch verstärkt werden. •Weitere Akzeptanzmaßnahmen werden geprüft, zum Beispiel die Verbesserung der Rahmenbedingungen beim Mieterstrom.•Zur besseren regionalen Verteilung des Ausbaus von Windenergieanlagen wirdein Regionalisierungsbonus vereinbart.•Offshore: Das Ziel für den Ausbau der Windenergie auf See heben wir auf 20 GW im Jahr 2030 an, sofern verbindliche Vereinbarungenmit den betroffenen Küstenländern erzielt werden. Mit den Übertragungsnetzbetreibernwerden entsprechende Vereinbarungen geschlossen.•Der derzeit noch bestehende Deckel von 52 GW für die Förderung des Ausbaus von PV-Anlagen wird aufgehoben. •Die bestehende Abstandsregel 10H in Bayern bleibt erhalten


    Wasser-, Strom-und andere Speicheranlagen haben es im aktuellen Marktumfeld sehr schwer. Sie werden jedoch gebraucht beispielsweise um erneuerbare Energien auszubalancieren. Deshalb werden Speicher von bestehenden Umlagen befreit und erhalten den Letztverbraucherstatus.Wir werden die Schrittfolge so gestalten, dass das Ziel des Klimaschutzprogramms 2030, die Strompreise zu senken, nicht gefährdet wird



  • War ja klar... Von wegen Schluss mit Pillepalle... :(


    10€/t CO2 ab 2021? Lächerlich... Damits ja keinem weh tut bis zu den Wahlen, oder wie?

    Senken der EEG-Umlage ab 2021... Das täte sie doch eh laut Design. Will man sich damit nun auch noch schmücken?


    Ich krieg die Krise...


    Was las ich grade auf Twitter:

    Diese Gesellschaft ist beim Klimaschutz so viel weiter als ihre Regierung #NotMyKlimapaket


    Wohl war... Einziger Lichtblick heute: 1.4Mio auf deutschen Strassen bei FFF! :)

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Sprit wird klimabedingt 3 Cent teurer.

    Planet gerettet!

    Dafür haben die Politiker 19 Stunden "Sitzungs-Marathon" gebraucht?! Klimaziele erreichen ist doch gaaaanz einfach, sieht man doch!


    "Pendler" freuen sich: 1L Kraftstoff kostet 3 Cent mehr, damit fährt der Pendler 15 .... 20km und wird mit 0,75 ....1 € "belohnt"! Die Pendler-Pauschale wird um 5Cent/km erhöht, viel Fahren lohnt sich!


    Auf eine solche Regierung kann man nur stolz sein.

  • Vielleicht sollte man mal Anfangen, wenn man schon Steuern auf etwas einführt oder erhöht, dieser (Erlös) auch zweckgebunden verwendet werden muss. Da kommen wohl einige in Zugzwang und wüssten gar nicht, wie man das Geld überhaupt schnellgenug ausgeben könnte. Für was auch, macht sich doch im Vorfeld keiner Gedanken darüber.

    Da das in D aber nicht geht, sinds halt nur Mehreinnahmen und kein "Steuern". Zu dumm auch ...

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
    Renault ZOE Z.E.40

  • Im Jahr 2021 werden Zertifikate zu einem Festpreis von 10 Euro

    2022 20 Euro

    2023 25 Euro

    2024 30 Euro

    2025 35 Euro pro Tonne CO2 ausgegeben.

    https://www.finanzen.net/rohstoffe/co2-emissionsrechte

    War das denn zu schwierig die Preise zu koppeln, und sich für den Einstieg an Marktpreisen zu orientieren?

    Wenn mehr Zertifikate ausgegeben werden können als es das CO2 Budget zulässt, wo ist dann bitte der Vorteil des Zertifikatehandels der seit Wochen propagiert wurde "Nur mit dem Emissionshandel ist eine Mengenbegrenzung möglich"(oder so ähnlich). Stattdessen gibt es jetzt nur eine Kombination der Nachteile beider Systeme(Steuer/Emissionshandel). Wir verlieren jetzt Zeit(>1Jahr) weil der Handel erst mal eingerichtet werden muss und haben dafür nicht mal die Mengenbegrenzung.


    Stattdessen wird der Einbau von Öl Heizungen gefördert wenn ein zusätzlicher beschissener Solarthermiekollektor auf dem Dach den Bau einer möglichst großen PV Anlage behindert.


    Jetzt fehlt nur noch die Nachricht das Eltern streikender Schulpflichtiger Kinder ab 27.09.2019 Zwangshaft(nicht unter 2Wochen) droht. Damit wäre dieses Klimaschutztprogramm dann komplett.

  • Die bestehende Abstandsregel 10H in Bayern bleibt erhalten

    Dem Söder gehört mMn mal kräftig der Marsch geblasen!

    Er verhindert den WKA Ausbau im eigenen Ländle und lässt sich den Transport von Offshore Windstrom aus dem Norden schön von der Allgemeinheit liefern (Netzausbau).

    Dem würde ich den Strom nachts einfach mal abschalten und ihn dann fragen, was ihm lieber ist: Ne WKA vor der Türe oder ein Kohlekraftwerk, ...oder im Dunkeln sitzen?

    Aber eigentlich will ich die Antwort gar nicht wissen....mann bin ich geladen:cursing::!:

    PV1: 9,6kWp 32 x Hanwha Q.Cells Q.Peak-G4.1 300, Kostal Piko 8,5, Azimuth +40° (SW), DN38°

    PV2: 8,1kWp 27 x Astroenergy 300, SE7K, -50°/+40°/+130° x 3/3,6/1,5kWp, DN38°

  • Zitat

    Wasser-, Strom-und andere Speicheranlagen haben es im aktuellen Marktumfeld sehr schwer. Sie werden jedoch gebraucht beispielsweise um erneuerbare Energien auszubalancieren. Deshalb werden Speicher von bestehenden Umlagen befreit und erhalten den Letztverbraucherstatus.


    Bin anscheint zu doof, was heißt das im Detail?

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO

    8.2019 22 x Ja Solar JAM60s03 - 325 WP mit 22 X SE P370 -> 7,15 kWp bei DN 10 mit ca. -18° SO

    an 25000TL-30 mit SHM 2.0
    SBS 3.7 und BYD HV 9,0 kWh
    PVGIS - Prognose 980 kWh/kWp (für die 12 kWp)

    Zähler von ComMetering

    aWATTar als Stromlieferant