Planung einer PV-Anlage / Erweiterung um 3,72kwp

  • Guten morgen,


    da ich im PV Thema absolut neu bin, mich nicht wirklich viel mit der "Anschlussmaterie" auskenne und ein paar bekannte Elektriker mir auf diesem Gebiet keine 100%tige Aussage geben konnten, wollte ich mich mal hier ans Forum wenden. Evtl kann mir hier jemand Auskünfte zu Projekt geben.


    Die Anlage wurde von einem Dachdecker und Elektrikerunternehmen komplett montiert und angeschlossen.


    Ist-Zustand:


    Überschusseinspeisung

    4,8 kwp

    Solis 4g WR

    Satteldach 34°


    Dach1

    8xJaSolar 320kwp auf dem Flachdach ( Garage ) Richtung Süd-Ost

    Anschluss 4mm²

    Erdung 6mm²


    Dach2

    7xJaSolar 320kwp Satteldach Richtung Süd West

    Anschluss 4mm²

    Erdung 6mm²


    Aufbau:

    WR in der Garage montiert ( bitte kein.... da soll er nicht hin, optimal wäre der keller .... ) die Garage wird nie wirklich heiß und Frost gibt es ebenfalls nicht. :-)


    Verlegung der AC Leitung durch die Garage, Kernbohrung in den Keller, ca 20m Weg bis zum Zähler, von dort an einen Sicherungsautomaten von ABB S203 B16 und einem FI F204 A 40A anschließend auf den neuen 2Wegezähler.


    Soweit so gut. Die Anläge läuft und bringt max gegen Mittag, wenn beide Dächer in der Sonne stehen max ca 4,2 kwp.


    Jetzt zu meinem Vorhaben:


    Den Aufbau möchte ich selber durchführen, lediglich das Anschließen überlasse ich einem Fachmann.


    Das Ost-Norddach ( Dach3) bekommt morgens bis ca 12 Uhr Sonne ab. Dort würden 12x310kwp Module(3,72kwp) drauf passen. WR Solis 3,6kw 4g soll montiert werden.

    Nach Rücksprache mit dem Energieversorger, reicht es wenn ich unter 10kwp bleibe, den 2ten Wechselrichter einfach mit an den Zähler anzuschließen.


    Ich möchte nun in der Garage neben dem 1sten WR den 2ten WR montieren. Von da aus ( jetzt kommen wir zu dem Punkt an dem ich mich kein bisschen auskenne ) ich nenne es mal per Verteilerdose von beiden WR auf die vorhandene Leitung die zum FI/Zähler geht anklemmen, also in der Garage unter den Wechselrichtern, damit ich keine 2te Leitung legen muss. Vorrausgesetzt ist natürlich der Leitungsquerschnitt reicht da aus.


    Falls der 2te WR natürlich extra abgesichtert werden muss, fällt dies flach, dann müsste ich eine neue Leitung ziehen und dann ebenfalls auf eine Sicherung + FI gehen.


    Diese Idee hatte ich, da ich mir gedacht habe, die Module sind niemals alle unter Volllast, Also wenn die Sonne aufgeht, bekommt Dach3 etwas ab, im Verlauf bis ca 12 Uhr Verliert Dach3 dann die Leistung und Dach2 kommt hinzu. Das Gleiche dann von 12 - 20 Uhr Dach2 Baut ab und Dach1 Steigt.


    Wie gesagt, ich bin absolut nicht vom Fach und will kein "geprutsche" machen, nur damit es läuft.


    Falls noch Angaben fehlen sollten, werde ich diese versuchen herauszufinden.

  • Der WR ist einphasig mit 1 MPPT.

    Wie ist der Bestand verstringt und wann war IBN?

    An was für einer Leitung angeschlossen? 3 Drähte, 5 Drähte?

  • Ach da Fällt mir ein, kann ich einen 3 Phasen, der jetzt aktuell aufgelegt ist mit einem 1 Phasen kombinieren? Also eine neue Leitung ziehen und 1 phase auf den Zähler legen, wäre dann ja ein 3 adriges Kabel.


    So dass es am Zähler folgendermaßen angeschlossen wird?

    Phase1 = WR1 + WR2

    Phase2 = WR1

    Phase3 = WR1


    Zähler ist ein neuer saldierender 2 Wegezähler.

  • Siehe Schwellenwerte und Grenzen

    Wenn das 5-adrige stark genug ist muss imho kein neues gezogen werden.

  • Die Schieflast durch den neuen Wechselrichter ist nicht das Problem, eine Schieflast bis 4,6 kVA pro Phase ist zulässig und da bleibt man mit dem einphasigen neuen WR drunter.

    Das Problem ist die Zuleitung.


    Welcher Leitungsquerschnitt liegt vom bestehenden Wechselrichter zur Unterverteilung im Keller?


    Wenn da mindestens ein 5*6mm Quadrat liegt dann könnte man wie folgt vorgehen:


    - In der Garage wird eine neue , kleine Unterverteilung gesetzt. Die Zuleitung zum jetzigen Bestandswechselrichter wird zur Zuleitung für diese neue Unterverteilung.

    - Die Leitungsschutzschalter 3*16 A werden in die neue UV umgebaut und dort wieder der dreiphasige WR angeschlossen.

    - An ihrer Stelle wird in der UV im Keller ein 3*25 A Neozed Block als Vorsicherung für die neue UV in der Garage gesetzt. Der FI-Schalter kann bleiben wo er jetzt ist.

    In die neue UV in der Garage wird zusätzlich ein 16 A Leitungsschutzschalter installiert und daran der neue einphasige Wechselrichter angeschlossen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • 2,5 könnte 20-25A hergeben. Müsste man prüfen, dann rechnen.

  • Top. Das habe sogar ich als laie gut verstanden. Danke ;). Aber den querschnitt habe ich leider nicht liegen.

    Werde wohl eine neue Leitung ziehen, dann eine zusätzliche Sicherung mit 16a für den 1 phasigen WR anschließen. Der FI kann dann ja für beide bleiben.:thumbup: