Anlagenplanung PV in Bremen

  • Moin!


    Wir haben im Mai diesen Jahres eine Doppelhaushälfte gekauft. Im Zuge der Renovierung und teilweisen Sanierung sind natürlich die Üblichen Fragen aufgetaucht. Eben auch die Frage zum Thema Photovoltaik.


    Nun habe ich mich schon einige Zeit im Forum versuch schlau zu lesen und mir den ein oder anderen Beitrag zu Gemüte geführt. Auch habe ich schon versucht Solateure in meiner Umgebung zu finden und Angebote einzuholen. Ich selbst tu mich mit der Planung allgemein etwas schwer gerade, da mein Kopf durch den Umbau doch etwas voll ist.


    Ich habe drei Angebote erhalten von zwei Solarteuren. Das erste Angebot erschien mir sehr teuer. Der Mensch hat auch relativ wenig Rücksicht auf meinen Wunsch genommen, auf einen Speicher zu verzichten und lieber das Dach so voll wie möglich zu machen (Danke Forum!).

    Der zweite Solarteur hat mir auch erst einen Speicher und eine Stromcloud anbieten wollen, lies sich aber zu einem neuen Angebot ohne Speicher und Cloud überreden und hat mir ein Angebot gemacht, mit einer seiner Meinung nach bestmöglichen "Vollbelegung".


    Nun suche ich Rat und Hilfe, um die für uns sinnvollste Lösung zu finden.


    Wir haben eine Doppelhaushälfte mit ca. 150qm Wohnfläche in der Hauptwohnung, ca. 60-65qm Wohnfläche in der Einliegerwohnung und einem 38 Kubikmeter großem Schwimmbad. Das Gebäude ist theoretisch in alle Himmelsrichtung mit Dachfläche ausgestattet. Der größte Teil befindet sich Östlich (100°) und Süd bis Südwestlich(190°) ausgerichtet. Aber auch Nord ist relativ groß, West eher weniger, aber vorhanden.



    Der gelbe Rand markiert das gesamte Grundstück. Die rote Umrandung zeigt die nutzbare Dachfläche.


    Der östliche und westliche Teil ist in Satteldachform gehalten (Ost ca. 45° und West etwas flacher, zwischen 45° und 30°). Der Nord-/Südteil ist ein Mansardendach mit ca. 15° Neigung oben und sehr viel mehr weiter unten.


    Die Dachfläche beträgt Ost ca. 9,77m x 6m, also ca. 58qm abzüglich 2 Dachfenstern. Laut Angebot sind ca. 38qm nutzbar für Module. Die Fläche Süd wird vom Solarteur ebenfall mit ca. 38qm nutzbarer Fläche angegeben. 16m Länge und 2,7m bis 3m Breite. In etwa das gleiche nochmal für Nord. Die Westfläche ist etwas komplizierter, da hier ein Teil Satteldach mit Erkerausbau (Flachdach) und ein Teil vom Mansardendach hier noch mit rein fällt.


    Die Hälfte unseres Garagendaches könnte ggf. auch noch zur Verfügung stehen. Flachdach mit ca. 12-14m Länge und ca. 2,5m Breite.


    Verschattung sollte soweit keine Vorhanden sein.


    Unser Stromverbrauch liegt derzeit bei ca. 5000-5500kWh pro Jahr. Wir zahlen 0,25 Euro/kWh.


    Aktuell heizen wir mit Öl. Wir haben im EG schon auf eine Flächenheizung (Fußbodenheizung) umgerüstet und arbeiten daran, nun auch das OG auf eine Flächenheizung umzubauen. Die Einliegerwohnung wird mit dem Umbau etwas länger dauern. D.h auf lange Sicht gesehen wäre möglicherweise ein Umbau auf eine Wärmepumpe oder ähnliches vielleicht eine Option. Auf einen Speicher würde ich erstmal verzichten wollen. Ein Elektroauto ist noch nicht da, aber Interesse besteht in der Richtung auf jeden Fall.


    Da wir gerade das Haus gekauft haben, bin ich nicht sicher, inwieweit die Bank nun noch eine weitere Finanzierung und in welcher Höhe mitmacht. Mit einem entsprechenden Angebot kann ich das allerdings klären. Aktuell habe ich mich auf ca. 20.000 Euro eingeschossen, keine Ahnung inwiefern das realistisch und sinnvoll ist.


    Das letzte Angebot ist eine 14,26kWp Anlage mit 46 SENEC.Solar 310M Modulen und einem Fronius Symo 12.5-3-M Wechselrichter. Preislich läge ich hier bei 18.700 Euro netto. Also ca. 1300 Euro pro kWp. Belegt wird hierbei Süd (23 Module) und Ost (23 Module) mit insgesamt ca. 76,5qm.


    Klingt das Angebot realistisch? Gibt es noch etwas zu beachten? Habt ihr noch Ideen oder Anregungen? Lohnt sich bezüglich des Schwimmbads das Freihalten von Dachfläche für Solarthermie (ich weiß, normalerweise wird empfohlen lieber PV zu bauen, da sinnvoller nutzbar)?


    Westdach:



    Ostdach:



    Süddach:



    Norddach und Westerker:



    Rückansicht des Hauses (West- und Mansardendach):


  • Nicht alles gelesen. Skizzier Module auf die Dächer!

  • Hallöchen nochmal,


    habe mich mal an PVSOL probiert, bin aber leider nicht sehr weit damit gekommen. Damit hier überhaupt mal Futter rein kommt, habe ich den Belegungsplan aus meinem Angebot herauskopiert:



    Leider ist in diesem Belegungsplan nicht richtig zu sehen, dass sich der linke Teil um ein Mansardendach handelt. Außerdem die Westausrichtung (den Teil oberhalb vom Mansardendach) nicht richtig zu erkennen. Ich hoffe, das ist so verwendbar.


    Macht es Sinn hier noch die Nordseite des Mansardendachs und ggf. auch den kleinen Teil Westausrichtung mit zu belegen?

  • Hier nochmal die Separaten Dachbelegungen:


    Dachfläche Ost


    Dachfläche Süd


    Wie sieht es aktuell eigentlich mit der Einspeisevergütung aus? Besteht das Modell "Alles belegen" noch?

  • Was ist denn mit dem Flachdach?

    Alles belegen, wenn es sich denn lohnt.

    Ich belege z.B. mein Garagendach "flach" weils kein Solarteuer macht. Dadurch dass ich fast alles selbst mache komme ich nach 5 Jahren in die schwarzen Zahlen,

    PV Anlage(n): 2x 9,9kWp und ein Energievernichter mit 7,6kWh von BYD

  • Ja, alles belegen. Laut Belegungsplan ist West noch gut nutzbar!

  • Moin,


    endlich kommt etwas mehr Wind in die Angelegenheit. Ich habe nun zwei Konkrete Angebote erhalten von Solarteuren.


    Beide bieten mir eine Belegung von 9,715kWp Ost/Süd/West an. Der eine hat noch einen Vorschlag formuliert mit 12,7kWp, in dem er mehr auf der Ostseite belegt hat.


    Außerdem wurde mir einmal ein Angebot mit Kostal Plenticore Plus 10 und einmal mit Solar Edge gemacht. Meine Anlage dürfte keine Verschattung aufweisen. Die Idee des Solarteurs war, dass wir dadurch(Solar Edge) den Feuerwehrschalter sparen könnten und mit einen kleinen Auf-/Mehrpreis eine bessere Überwachung und bessere Garantie haben.


    Der zweite Solarteur meinte, dass wir auf einen Feuerwehrschalter verzichten können, wenn die Einführung ins Haus weniger als 5m von der Außenwand zum Wechselrichter/Schaltkasten beträgt.


    Lohnt sich Solar Edge auch ohne Verschattung?


    Aktuell liegen die Angebote bei ca. 11,8k Euro / 14,2k Euro mit MwSt. für den Kostal Plenticore, 9,715kWp exkl. Stromkastensanierung und ohne Feuerwehrschalter (900 Euro) und bei 15,2k / 18,1k für 9,715kWp mit Solar Edge und Sanierung Stromkasten (ca. 1500 Euro).


    Was haltet ihr von den Angeboten? Habt ihr noch Tipps? Sollte ich auf Solar Edge verzichten und vllt. 12,7kWp installieren?

  • Grundsätzlich wird die Südseite mehr Ertrag bringen. Wie viel mehr musst Du mit PVGIS ausrechnen. Es gilt: Dächer vollmachen wenn es bezahlbar ist, sonst wirst Du dich ärgern -ich spreche aus Erfahrung.


    Ich würde Süd so voll machen wie möglich, evtl das Flachdach im Vordergrund mitnehmen wenn es deins ist (ohne Aufständerung), danach würde ich OST und West belegen.


    Bei mir ist der Ertrag des Flachdaches höher als der Ertrag meiner Nordostseite. 750 zu 950 kWh/kWp dazu kommt dass der Aufwand das zu belegen bei fast 0 gelegen hat. Muss ich halt jetzt ein bis zweimal im Jahr sauber machen ( je eine Stunde).

    PV Anlage(n): 2x 9,9kWp und ein Energievernichter mit 7,6kWh von BYD

  • Hm, das bewegt mich zum Nachdenken.


    Wie sieht es mit der Idee zu Solar Edge aus? Und was ist mit dem Feuerwehrschalter? Hat der Solarteur recht, dass der nicht unbedingt gebraucht wird, wenn unter 5m?