Strom an Mieter ( Sohn) verschenken ?

  • Da ich meine PV Anlage nun beauftragt habe, interessiert sich meine Frau auch dafür.

    ( Sie hat eigenes Gewerbe, ist umsatzsteuerpflichtig ).


    In ihrem geerbten Einfamilienhaus wohnt ihr Sohn ( mit Familie) und zahlt Miete. Er ist mein Stiefsohn.


    Sie wäre Betreiberin der Anlage, Sohn bezieht dann den Eigenverbrauch, Frau die Einspeisevergütung.

    ( Steuerberater riet mir, dass ich Käufer und Betreiber sein solle :

    ich würde empfehlen, dass auch Sie diese Anlage betreiben, damit der steuerliche Aufwand im Rahmen bleibt. Dann haben wir nur Sie als Betreiber. )


    Wie ich hier gelesen habe ist das Mieterstrommodell ziemlich aufwendig, Frau müsste ja dann als Lieferant den gesamten Verbrauch über sich

    abrechnen und ihrem Sohn in Rechnung stellen, dazu der ganze Schreibkram etc.).


    Daher haben wir überlegt dem Sohn seinen Eigenverbrauch zu schenken und nur die Einspeisevergütung zu kassieren.


    Frage ist dann aber, wie kann man die Kosten ( Abschreibung , Wartung etc. ) anteilig steuerlich geltend machen ?


    Hat so etwas bereits jemand gemacht ?

  • Bei Drittbelieferung fällt volle EEG-U an.

    Wie wäre es wenn der Sohn die Anlage betreibt?

    STB braucht man für PV nicht - für Anfänger ist pv-steuer.com super.

    Wie sieht es bei euch mit KV aus? Familienversicherung?

  • Sohn hat keine Abschreibemöglichkeit. Ist auch sonst nicht möglich.

    Betreiber muss entweder Frau oder ich sein.


    Ist in GKV familienversichert ( Frau + 3 Kinder, 1 behindert)

    Wir selbst sind in der GKV als Rentner.

  • Hast du Abschreibung verstanden? Klingt nicht so. Jeder Unternehmer (PV-Betreiber) "kann/darf/muss" abschreiben.

    Wenn deine Frau dauerhaft USt hat wäre es sinnvoller die Anlage auf dich laufen zu lassen zwecks Optierung nach ca 5 Jahren oder dann zu übernehmen.

    (Ich meine du solltest erstmal mehr von den Steuern verstehen bevor du aus vermutlich Unwissenheit sagst was nicht geht.)

  • Wie pflanze schon schrieb, ist es das sinnvollste, wenn der Sohn die Anlage betreibt. Wenn er nicht gerade dauerhaft auf Sozialhilfe angewiesen ist (was mit einem behinderten Kind schnell passieren kann, da ist imo ein Fehler im System), wird dadurch alles einfacher und man spart auch noch die EEG-Umlage auf den vor Ort verbruachten Strom.

    Natürlich wünsche ich euch ein langes Leben, aber wenn ihr schon Rentner seid, wird der Sohn die Anlage ja womöglich doch irgendwann erben. 20 Jahre EEG sind eine lange Zeit.


    Frage ist dann aber, wie kann man die Kosten ( Abschreibung , Wartung etc. ) anteilig steuerlich geltend machen ?

    IANAL, steuerlich würde das genauso behandelt als hättest deine Frau (oder du - da stimme ich dem STB zu, eine oder zwei Anlagen, macht keinen nennenswerten Unterschied bei der Bearbeitung) es selbst entnommen, die "anschließende" Schenkung ist eure Privatangelegenheit. Also genau so, wie bei der Anlage auf eurem eigenen Dach.


    Aber egal wie, planen sollte man zügig. Vor der Bestellung sollte aber klar sein, wer die Anlage später betreiben wird, der muß sie nämlich auch bestellen.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.

  • Auch ich bin umsatzsteuerpflichtig, daher egal ob Frau oder ich.

    StB meinte dies wohl wegen der Kosten, die durch ihn für Jahresabschluss entstehen.


    Das Nichtgehen auf Sohn hat andere Gründe. ( eben Hartz4)


    Die Anlage kann doch nicht nur 'Privarsache' sein, wenn auch einspeisevergütung gezahlt wird ( an uns),

    verschenkt wird ja nur der Eigenverbrauch.


    Wenn ich das jetzt richtig verstehe, würde diese Anlage genauso behandelt wie unsere auf unserem Haus ?


    Somit volle Abschreibung und der verschenkte Eigenverbrauch gilt als unser zu versteuerndes Einkommen ?

  • Auch ich bin umsatzsteuerpflichtig, daher egal ob Frau oder ich.

    Aber du wirst mit einer (oder zwei) normalen Anlagen am hausdach weit unter der Grenze bleiben und nach 5-6 Jahren zur KUR wechseln können. Egal ob du den Strom verkaufst oder verschenkst, ist das steuerlich die beste Option.

    Wie geschrieben ist die Steuererklärung für eine PV recht einfach, ein STB dafür wird dich wahrscheinlich den gesamten Gewinn kosten :( Allenfalls im ersten Jahr machen lassen und ab dann selbst amchen, ist ja immer das selbe, bis auf die konkreten Zahlen.


    edit: wegen der EEG-Umlage mal sehen, was das Klimakabinett am Freitag sagt. Es gesteht ja Hoffnung, daß die für kleinen Anlagen auch bei Lieferung an Dritte abgeschafft wird.

    Ansonsten - gibt es da einen volljährigen Enkel (natürlich nciht gerade das behinderte Kind) im Haus?

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  • Es sind ja noch Einnahmen aus anderen Gewerben vorhanden, ob dann in 6 Jahren die KUR angewendet

    werden kann, ist ist noch unklar.

    Die Enkel sind noch unter 18 und schulpflichtig.


    Der StB macht ja auch die anderen Sachen und EkSt . Wie das später mal wird ?


    Es geht uns darum, wie wie das Mieterstrommodell umgehen können und wie dies dann steuerlich

    am besten wäre.


    Einnahmen = Einspeisevergütung + Eigenverbrauch ( verschenkt)

    dann aber volle Abschreibung ?


    Umsatzsteuer auf diesen Eigenverbrauch und Einspeisevergütung, dann volle Erstattung gezahlte Umsatzsteuer ?


    Wäre somit der Eigenverbrauch der Anlage ( den wir nicht selbst nutzen können, sondern verschenken)

    so zubehandeln als ob wir ihn selbst verbraucht hätten ?

  • Ich dachte DU hast keine weiteren Gewerbe nur deine Frau. Dann hättet ihr eure Anlage aber (große Ausnahme) auch geschickter als GbR gemacht.

    Hat der STB überhaupt Ahnung von PV?

    ... volle Erstattung gezahlte Umsatzsteuer ?

    Alles andre ist unnötiger Mehraufwand, sollte das der STB vorgeschlagen haben, wird er diesen sicher auch berechnen. Dazu gehört aber bei Eigenverbrauch (geschenkt in der Familie zählt da mal dazu) immer nach 5-6 Jahren zur KUR zu wechseln, sonst ist das steuerlich nicht optimal. Um das zu können, muß man halt alles so gestalten, daß das auch geht.


    Bis zur KUR ist es imo steuerlich nicht ungeschickt den Strom an den Mieter zur Einspeisevergütung (plus EEG-Umlage und Mehrwertsteuer natürlich) zu verkaufen. Dann fällt "nur" die Mehrwertsteur auf ca. 17ct/kWh an statt auf den Bezugspreis von 20+ct/kWh. Zu billig sollte es abr auch nicht sein, sonst will das FA Steuern als hättest du teurer verkauft. Das sind aber in der Tat keine gigantischen Summen um die es da geht.

    Dazu wäre es wohl nicht ungeschickt, wenn DU der Betreiber wärst, sonst kommt noch irgendwer auf die Idee das hätte was mit der Miete zu tun (gewerbliche Infizierung), was sehr unangenehme Nebenwirkungen haben würde. Das geht aber weit über meinen Horizont ich weiß nur, daß man da aufpassen muß, wie geschrieben IANAL.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

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  • Zur letzten Frage: ja. EV ist ergebnisneutral.


    GbR mit deiner Frau für die PV - dann könnt ihr die PV(s) nach 5 Jahren optieren.


    Wenn ihr einen Zweitwohnsitz bei ihm hättet könnte die WG umlagefrei bleiben.


    (Eine weitere aber nicht saubere Idee wäre ihr meldet den Bezug dort auf euch an...)