Man möge mich steinigen, aber ich verstehe es nicht.

  • Hallo liebe Forengemeinde,


    ich habe meine PV mit Speicher komplett alleine aufgezogen. Selbst den Zähler vom neuen MSB habe ich selber gewechselt. Die Anlage ist komplett beim Versorger durch und genehmigt. Jetzt kommt für mich das Grauen, Finanzamt.


    Folgende Ausgangssituation:

    Anlage ist, bis auf die PV-Module ohne Rechnung.

    Ich bin im Angestelltenverhältnis ohne Nebeneinkünfte.

    Die Anlage ist am 31.08. zum Teil in Betrieb gegangen.

    Die Größe im ausgebauten Zustand ist 5,4 KWp.

    Ein Speicher ist ebenfalls vorhanden.

    Den Löwenanteil verbrauche ich selbst, die Rückspeisung ist sehr gering. (derzeit <20KWh/Monat)

    Ich würde gerne den einfachsten Weg gehen und auf einen Steuerberater verzichten.

    Seit Jahren benutze ich erfolgreich WISO Steuer.


    Die Seiten von PV-Steuer.com habe ich mir angesehen. Die 50€ wären mir egal, aber das sind mir zu viele verwirrende Informationen.


    Die meisten Leute haben Angst einen Elektroherd an "Starkstrom" anzuschließen. Ich habe Angst vor dem Finanzamt, weil ich da nichts verstehe.


    Ich möchte eigentlich nur den Eigenverbrauch und den Überschuss richtig versteuern, wobei ich beide Werte noch nicht kenne.

    Was ist da die richtige Steuerform?


    Gruß vom linken Niederrhein


    Marc

    4 Stück Pylontech US2000plus, Solax X1 Boost 3KW, Envertech EVT300S, Envertech EVT560S, Dowell iPower 3000

    6 Stück Modul 380 Wp Mono (West), 3 Stück 100 Wp Mono (Süd), 2 Stück 270 Wp Poly (Süd)

    In Planung 6 Stück 380 Wp Mono (Ost); (Änderungen vorbehalten)

  • Schreibe dem Finanzamt, die Einnahmen aus dem Stromverkauf werden unter 410€ sein. Da giebt es nix zu versteuern.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Wenn du dann noch die Kleinunternehmerregelung wählst im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, bleibst du auch von der Umsatzsteuer verschont.

  • OK. Danke. Denn das hatte ich eben nicht genau verstanden und war mir sehr unsicher, bevor ich beim Finanzamt unnötig die Pferde scheu mache.

    Den Rest kann ich dann sicher hier auch nachlesen.

    Das mit der Suchfunktion ist ja ganz nett. Aber man erhält in völliger Ahnungslosigkeit so viele Möglichkeiten, dass man nachher erst recht noch unsicherer wird.

    Man bekommt bei YouTube auch tolle Anleitungen zum Herdanschließen.

    Vielen Dank für die Antworten.

    4 Stück Pylontech US2000plus, Solax X1 Boost 3KW, Envertech EVT300S, Envertech EVT560S, Dowell iPower 3000

    6 Stück Modul 380 Wp Mono (West), 3 Stück 100 Wp Mono (Süd), 2 Stück 270 Wp Poly (Süd)

    In Planung 6 Stück 380 Wp Mono (Ost); (Änderungen vorbehalten)

  • Schreibe dem Finanzamt, die Einnahmen aus dem Stromverkauf werden unter 410€ sein. Da giebt es nix zu versteuern.

    Wenn man weniger als 410€ aus der Summe aller selbständigen Tätigikeiten im Jahr als Gewinn hat dann braucht man keine EK-Steuern dafür entrichten, aber man muss natürlich seine jährliche Einkommensteuererklärung dafür machen. :juggle:


    Hallo Machtnix,

    bitte keine falschen Spuren legen! ;)

    Grüße
    Didi

  • Anlage ist, bis auf die PV-Module ohne Rechnung.

    Hallo Froema,

    WR und Speicher hast Du geschenkt bekommen oder warum hast du keine Rechnungen dafür?

    Was hast du für die Module bezahlt und wie viele kWp hast du bzw. was vermutest du was du jährlich an kWh produzierst und wie viele % davon wirst du vermutlich selbst verbrauchen. Ich will dich nicht strapazieren mit verschiedenen Möglichkeiten, aber bei der Beantwortung der obigen Fragen, gibt es evtl. Rat genau für deine Situation.


    Trotzdem hier ein bisschen Theorie:


    Wenn du in D was verkaufst (z.B. Strom) wirst du Unternehmer und musst dann dafür jährliche Einkommen- und Umsatzsteuererklärung machen.


    Zur Einkommensteuererklärung siehe meinen Beitrag oben, bei der Umsatzsteuer musst Du eigentlich auch eine Erklärung machen selbst wenn du die KUR wählst. Damit stellt dann das FA fest das nichts zu entrichten ist aufgrund deiner niedrigen Umsätze und dir die KUR erlaubt wird. Es gibt aber scheinbar Finanzämter die dies nicht jährlich einfordern. Deine Unterlagen solltest du trotzdem über Jahre parat halten falls das FA wach wird und Einsicht/Darlegung fordert.

    Grüße
    Didi

  • Anlage ist, bis auf die PV-Module ohne Rechnung.

    Wie geht das? Rest bei ebay von privat geschossen?


    Die Anlage ist am 31.08. zum Teil in Betrieb gegangen.

    Die Größe im ausgebauten Zustand ist 5,4 KWp.

    Ein Speicher ist ebenfalls vorhanden.

    Wichtig ist, dass du Anlage und Speicher im Marktstammdatenregister anmeldest!


    Jetzt kommt für mich das Grauen, Finanzamt.

    Ich denke, in deinem Fall wäre es wirklich angebracht nicht auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten!


    Du schreibst zwar nicht, wie groß die Anlage z.Zt. ist, aber selbst bei 5 kWp werden vermutlich nicht mehr als 400,- € USt. aus den Modulen anfallen. Und selbst wenn du zur USt. optierst würdest du hier in den ersten 5 Jahren ca. 300,- € über die unentgeltliche Wertabgabe wieder abführen.


    Als Kleinunternehmer musst du neben der ESt.Erkl. dann zwar immer noch einmal im Jahr die USt.Erkl. machen, aber Letzteres ist dann einfach, weil sie inhaltsleer sein wird. Und die ESt.Erkl. bekommst du mit WISO gut hin. Es läuft wie bisher, nur, dass du zu deinen "Einnahmen aus nichtsselbstständiger Arbeit" nun noch "Einnahmen aus Gewerbebetrieb" erklären musst.

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • dann zwar immer noch einmal im Jahr die USt.Erkl. machen, aber Letzteres ist dann einfach, weil sie inhaltsleer sein wird.

    Lt. Ausführung von kpr sind dann statt 2 Feldern nur 1 Feld auszufüllen und das Kreuz für KUR machen, aber die ganze Ermittlung ist zu machen damit du das Ergebnis eintragen kannst und Berechnung und Belege sind zu archivieren.


    Bei der KUR entfällt aber der Abschnitt für die uWA und die mtl. VA falls man noch dazu verpflichtet wäre als Jung-Unternehmer.

    Grüße
    Didi

  • Erst mal Danke für die zahlreichen Antworten.

    Die Umrichtertechnik habe ich anderweitig erworben. Betrachten wir das mal als Geschenk.

    Die Solarmodule habe ich per Rechnung gekauft, die lagen bei 2.400€ Brutto.

    Die Montage macht(e) ein Dachdecker, das kann ich über das Haus abschreiben.

    Die Module leisten 5,4kWp. Da ich die Anlage zuvor schon im Testbetrieb hatte und erst jetzt die erforderlichen Messstellen da sind, kann ich noch nicht genau sagen, wie hoch meine Erträge sein werden. Vielleicht 2000-3000kWh. Die Anlage ist ja noch nicht fertig, da der Dachdecker keine Zeit hat.

    Wie gesagt. Die Anlage ist bei MaStR gemeldet und beim Versorger auch gemeldet und genehmigt. Das ist alles durch.

    Der nächste Gang wird also sein, persönlich zu FA zu gehen und mit denen reden. Gefühlsmäßig halte ich die KUR auch für den richtigen Weg.

    4 Stück Pylontech US2000plus, Solax X1 Boost 3KW, Envertech EVT300S, Envertech EVT560S, Dowell iPower 3000

    6 Stück Modul 380 Wp Mono (West), 3 Stück 100 Wp Mono (Süd), 2 Stück 270 Wp Poly (Süd)

    In Planung 6 Stück 380 Wp Mono (Ost); (Änderungen vorbehalten)