Anlagenplanung Hamburg

  • Hallo liebes Forum,


    ich lese schon lange gespannt mit und möchte jetzt auch endlich mal meine Pläne mit euch teilen. WIr haben ein Haus in Hamburg erworben und planen nun unsere eigene Anlage auf dem Ost-West-Dach (35° Ziegel). Unser jährlicher Verbrauch ist auf Grund von Kindern, HomeOffice, Klimaanlage und Elektroauto recht hoch (etwa 5000 kWh). Wir wollen hauptsächlich selbst erzeugen und nutzen und somit vielleicht 50% Autarkie erzielen. Der Rest wird eingespeist.


    Vielleicht könnt ihr einmal die Komponenten beurteilen und habt Ratschläge zur Optimierung? Experte wird man ja erst nach 10 Jahren Erfahrung und ich stehe bei 0. :-)


    - Module: 32 St. Hanwha Q.Cells GmbH - Q.Peak-G4.4 310 Watt, 9,92kWp und damit unter 10

    - 10 SMA TS4-R-O-40 Yellow Optimierer für verschattete Module

    - SMA Sunny Tripower 5.0

    - SMA Sunny Home Manager 2.0



    Im Angebot sind die Inbetriebnahme und alle Formalitäten mit dem Netzbetreiber enthalten.

    Das wird dann ca. 6.300 € kosten.


    Ich bin mir vor allem beim Wechselrichter unsicher. Der nächstgrößere hat bereits eine Mindesteingangsspannung von 260 V - das ist sehr viel für den String auf der Ostseite; hier in der Stadt ist ja Schwachlicht eher der Standard als die Ausnahme.


    :danke: fürs lesen und kommentieren.


    Falk

  • Gut vorbereitet. Wie viel würde auf Ost zusätzlich passen?

  • -Der WR ist zu klein für 9.x kWp.
    -Der Oststring wird laufen, aber länger wäre natürlich besser. Du hast doch noch jede Menge Platz. Ist es wegen der EEG-Umlage?

    -Welche Module haben Optimierer? Wo ist da Schatten?

    -Der Preis scheint mir unrealistisch günstig für eine 10kWp-Anlage????

    -50% Autarkie werden sportlich, aber vielleicht wenn du tagsüber viel laden kannst, kann das klappen.

  • Gut vorbereitet. Wie viel würde auf Ost zusätzlich passen?

    +18- Module würd ich schätzen - außer es passen Ost 6 Module übereinander ?!

    Ich würde wirklich beide Dachseiten beegen - insbesondere wenn du auf eine hohe Eigenversorgungsquote raus willst.

    Einspeisung (vorwiegend im Sommer) ist nix schlechtes - bezahlt wie doch deine Anlage durch Erträge und nicht nur durch Einsparungen!


    Simulation outputs:
    Slope angle [°]: 35
    Azimuth angle [°]: 86
    Yearly PV energy production [kWh]: 875


    Simulation outputs:
    Slope angle [°]: 35
    Azimuth angle [°]: 94
    Yearly PV energy production [kWh]: 840


    - Module: 32 St. Hanwha Q.Cells GmbH - Q.Peak-G4.4 310 Watt, 9,92kWp und damit unter 10

    - 10 SMA TS4-R-O-40 Yellow Optimierer für verschattete Module

    - SMA Sunny Tripower 5.0

    - SMA Sunny Home Manager 2.0

    Optimierer sind (insbesondere bei nem 22er Sting Quatsch. - oder wolltest du den kurzen Oststring optimieren - technisch ne gute Idee aber ich würde lieber Module kaufen.

    Vollausbau 40*325Wp = 13kWp

    Für deine 10kWp wäre ein STP8 der richtige WR -
    SHM2 magst du haben? (technisch) brauchen tust ihn nicht - Anlage wird "hart" abgeregelt.


    Gruß Flo

  • So viele Antworten in so kurzer Zeit - (ihr seid) der Wahnsinn!

    Gut vorbereitet. Wie viel würde auf Ost zusätzlich passen?

    Auf Ost passen noch 19 weitere Module rauf!


    -Der WR ist zu klein für 9.x kWp.
    -Der Oststring wird laufen, aber länger wäre natürlich besser. Du hast doch noch jede Menge Platz. Ist es wegen der EEG-Umlage?

    -Welche Module haben Optimierer? Wo ist da Schatten?

    -Der Preis scheint mir unrealistisch günstig für eine 10kWp-Anlage????

    -50% Autarkie werden sportlich, aber vielleicht wenn du tagsüber viel laden kannst, kann das klappen.

    Warum ist der WR zu klein? DC gehen bis zu 9kW rein und AC bis zu 5kW raus - so ein Ost-West-Dach hat doch weniger spitze und mehr Leistung verteilt über den Tag.

    Ich möchte die Anlage gerne unter 10kWp wegen der EEG-Umlage halten.

    Die 6 Module oben links bekommen Optimierer (Rotbuche vom nördlichen Nachbargrundstück ragt 4 Meter auf unser Grundstück, ab 16 Uhr Verschattung) und die 4 Module unten links (Verschattung von Nachbardach - gut zu sehen).

    Der Preis ist eine Palette (32 Module) für 3.299€, Optimierer 420 €, WR 1.049 €, SHM 499 € dazu Dachkonstruktion und Kabel etwa 600 €. Alles neu, deutsche Produktion und volle Gewährleistung auf Rechnung.

    Wir heizen über elektrische Fußbodenheizung ab Installation, ich bin gespannt wieviel wir der Gasheizung abnehmen können!

    Ich habe Optimierer so verstanden, dass sie den ganzen String retten, wenn einzelne Module verschatten. Was hat das mit der Stringgröße zu tun, wenn etwa 6 Module teilverschattet sind?

    Der STP8 ist knapp 1.000 € teurer und kann dafür 3kW mehr AC händeln - aber produziere ich die überhaupt?


    Vielen Dank für die vielen Anregungen, Ideen und Vorschläge! Das hilft sehr. Fotos werden geliefert, sobald ich aufs Dach geklettert bin.


    Ach ja - gibt es Unterschiede zwischen den Modulgenerationen Q.Peak-G4.1 / Q.Peak-G4.2 / Q.Peak-G4.3 / Q.Peak-G4.4? Ich finde da leider keine Vergleiche im Internet. Hat schon jemand die G4.4 im Einsatz?

  • 22 Module West sind 6,93kWp plus etwas von Ost (selbst wenn die sonne schon im SW steht) - da reicht ein 5kVA WR vermutlich häufig nicht aus. genau sagt es dir die Simulation, z.B mit PVSOL.

    7kVA sollten es schon min. sein - zumal du auch noch Blindleistung bereitstellen musst.

    Ich möchte die Anlage gerne unter 10kWp wegen der EEG-Umlage halten.

    hast du die Umlage mal genau berechnet? Dass du auf gekauften Strom 100% EEG Umlage (~6,5ct/kWh) zahlst weisst du?


    Ich habe Optimierer so verstanden, dass sie den ganzen String retten, wenn einzelne Module verschatten. Was hat das mit der Stringgröße zu tun, wenn etwa 6 Module teilverschattet sind?

    Die Optimierer halte ich für Unsinn- selbst wenn die Module vollständig verschattet sind und die Bypassdioden sie "ausknipsen" liegen noch 22-4(resp.6) =16-18 unverschattete Module an deren Leistung durch den Mpp-Tracker "gemolken" wird.

    Auch ein Optimierer macht aus Schatten keine Sonne! Teilverschattung wird "Teil-ge-bypasst".

    Wir heizen über elektrische Fußbodenheizung ab Installation, ich bin gespannt wieviel wir der Gasheizung abnehmen können!

    SUPER :ironie:

    statt mit 6ct/kWh Gas heizt du nun mit 27ct/kWh Strom - erwarte nicht dass die PV (insb. solche reduzierter Größe) nennenswert diese Energieverschwendung ökolisiert. Sinnvoll wäre eine Wärmepumpe (und wenns eine Splitklima mit Heizfunktion =L/L-WP ist)

    Der STP8 ist knapp 1.000 € teurer

    1000€ sind 500kWh mehr pro Jahr - Das ist (nach meinem Gefühl) auf jedenfall drin!


    Auf Ost passen noch 19 weitere Module rauf!

    22 West und 22 Ost wäre eine klasse Anlage mit gut 14kWp (@325Wp) - das ganze sollte knapp an einem 10kVA WR laufen...

    Man könnte natürlich jetzt deine skizzierte Anlage an einem "großen" WR in Betrieb nehmen und in gut einem Jahr die 12 verbleibenden Ostmodule einschleifen - Anlagenerweiterung. Obs dann noch EEG und EEG-U gibt ist fraglich.


    Gruß Flo

  • Bei genug sonniger Fläche solltest du nicht bei 10 kWp kleben bleiben!

  • Autsch, hier habe ich eine Wissenslücke: Bypassdioden? Mein Wissensstand ist, dass ein Grid so viel liefert wie das schwächste Modul + Zahl der Module, daher die Optimierer zum Ausknippsen. Dann lasse ich die lieber weg und kaufe mir dafür 4 weitere Module. Oder mache gleich das Ostdach voll.


    Naja, mit Strom heize ich für 0ct/kWh weil die Sonne keine Rechnung schreibt. Das ist günstiger und darüber hinaus auch nicht fossil denn das muss doch das Ziel sein: Nachhaltige Energien nutzen. Wir haben auch alle Räume aklimatisiert - meine Annahme ist, dass eine Fußbodenheizung effizienter ist als ein Luftstrom. Das muss ich dann testen und bewerten.

    Vielen Dank für Deine vielen, guten Hinweise!:thumbup:

  • Okay, ich habe verstanden, was Bypassdioden machen und bin jetzt ein Fan von denen. Haben meine Module diese bereits werksseitig verbaut oder wo kann ich das in den Spezifikationen herauslesen?

  • Kann per App machgebucht werden.


    Ne, sind enthalten.