PV-Überschuss Kostal Plenticore -> IDM Wärmepumpe über Modbus TCP (Kostal Smart Energy Meter)

  • Hallo Zusammen,


    ich bin nun in mein neues Haus gezogen und würde gerne die PV-Anlage mit dem Wechselrichter verbinden.


    Folgende Ausgangssituation habe ich:

    - Kostal Plenticore Plus 10, PV-Leistung 9,36 kWp, Kostal Energy Meter)

    - IDM Terra SWM Grundwasserwärmepumpe mit Navigator 2.0 Regelung


    Ich würde nun gerne den PV-Überschuss in kW vom Wechselrichter in die Steuerung der Wärmepumpe übertragen, um die Wärmepumpe möglichst nur am Tag zmit PV-Strom zu betreiben. Meine Vorstellung wäre eine Datenkommunikation per Modbus TCP, 0-10V-Kontakt oder der Potentialfreier Kontakt des Plenticores wären nur Notlösungen. Alle Geräte, IDM-Wärmepumpe, Kostal Plenticore Wechselrichter sowie der Kostal Smart Energy Meter hängen nun im Netzwerk und können mit der jeweiligen IP aufgerufen werden.

    Da der Kostal Smart Energy Meter ein TQ-Systems EM410 zu sein scheint, müsste dieser deutlich mehr können als einfach nur die Visualisierung von Daten auf der KSEM-Oberfläche. Ich würde gerne direkt die Daten vom KSEM zur Wärmepumpe schicken, für die Adressierung der Daten per Modbus TCP hat der KSEM aber keine Oberfläche. Ich vermute aber, wenn ich die CPU- und RAM-Auslastung sehe, dass man doch irgendwas mit der Rechenleistung anstellen kann. Bezüglich Lastmanagment bei Wallboxen (E-Mobilität) wäre diese Funktion auch sinnvoll.


    Weiß jemand, ob ich den KSEM für einen direkten Datentransport der PV-Überschussleistung an die Wärmepumpe per Modbus TCP benutzen kann?

    Wird es ggf. in Zukunft Updates geben, die mehr Zugriffsmöglichkeiten auf die Modbus-TCP Schnittstelle erlauben?

    Kennt ihr günstige Alternativen, um sowas zu realisieren? Habe auch schon mit einem RaspPI herumgespielt und Daten auslesen können, würde aber gerne möglichst wenig Einzelgeräte in der Kommunikationskette haben, daher am liebst direkt von KSEM->Wärmepumpe.


    Vielen Dank euch schonmal für die Rückmeldung.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Stefan.

    ich habe den Plenticore - und den "alten" Energymanager. Hab aber auch ein Skript für den Neuen geschrieben, das wohl zu funktionieren scheint ;-)

    Hier die Links:

    Kostal Plenticore Daten per skript über Modbus auslesen

    Kostal Smart Energy Meter programmatisch auslesen

    Skript zum Auslesen des B-Control Energy Manager EM300


    Ich würde mal mit dem Skript für den Plenticore anfangen. Damit bekommt man (lesend) die wichtigsten Parameter raus (wie z.B. die Werte auf der Einstiegsseite des Wechselrichters). Vielleicht hilft das schon mal ;)

    PV: 9,4Kwp, LG 335, Kostal Plenticore, BYD 6,4

  • Hallo Kruki,


    Vielen Dank für deine Nachricht.


    Ich habe deine Artikel schon im Vorfeld überflogen, würde aber gerne keinen zusätzlichen Modbus-Client im Netzwerk haben.

    Meiner Ansicht nach bietet der TQ-System EM410 bereits diese Funktionalität, leider kommt man über die Kostal-Oberfläche nicht auf die notwenigen Funktionen. Echt Schade, im Anbetracht der hohen Kosten.


    Ich werde mich mal die nächsten Wochen etwas mit dem Raspberry Pi im Netzwerk beschäftigen, vielleicht dann auch eine Visualisierung mittels FHEM oder OpenHab aufbauen. Schlussendlich will ich aber wirklich der Wärmepumpe die PV-Erzeugung in kW mitteilen, um dann die Wärmepumpe gezielt zu steuern.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Schlussendlich will ich aber wirklich der Wärmepumpe die PV-Erzeugung in kW mitteilen, um dann die Wärmepumpe gezielt zu steuern

    Hallo Stefan,

    wenn das das Ziel ist, musst Du doch trotzdem eine "Schaltstelle" einziehen, die die Information an die Wärmepumpe weitergibt. Da ne Wärmepumpe "träge" ist, reicht es m.E. die Leistungsgenerierung der PV Anlage im Minutentakt zu übermitteln. D.h. man pollt mit den Skripten die PV Anlage in nem gewissen Takt (kann dann nochmal die Werte ein bischen glätten etc und übergibt das dann an die Wäpu). Das andere "Problem" in das Du laufen wirst ist der Speicher. Bei mir zieht die Wärmepumpe im Heizbetrieb ca 3Kw und 4Kw für die Warmwassergenerierung. Das zieht den Speicher ziemlich schnell leer -gerade in der Winterzeit. Mein bisheriger Ansatz hierzu ist den minimalen Ladezustand hochzusetzen während die Wäpu läuft...

    PV: 9,4Kwp, LG 335, Kostal Plenticore, BYD 6,4

  • Hallo Kruki,


    mit der "Schaltstelle" scheint wohl aktuell nicht anders zu klappen, da bin ich bei dir.

    Laut eines Arbeitskollegen, der bei TQ-Systems bezüglich Energiemanagement eine Schulung hatte, kann der EM300 über eine Art vorgefertigte Bibliothek bestimmte Werte rausziehen und z.B. an eine andere IP-Adresse senden, ähnlich wie dein Skript.

    Kommende Woche bin ich wieder in der Arbeit, dann werde ich Ihn hierzu mal näher Befragen.


    PS: Sehr intessant, eine technische Ausstattung ist fast identisch mit meiner, nur habe ich Axitech 360Wp-Module, Gesamtleistung sind aber mit 9,36kWp fast identisch. Auch der Speicher ist gleich :). Ich habe noch 3,6kWp zusätzlicher, noch nicht verwendeter Module auf dem Dach. Diese werde ich im kommenden Jahr in Betrieb nehmen und Anmelden. Dann vermutlich mit einem zweiten Kostal Plenticore.


    VG

    Stefan

  • Hallo


    Du kannst ja das neue kostal Energy Meter per Modbus TCP kontaktieren (z.b: per Raspberry) und die beiden aktuellen Werte aus Register 0 und 2 auslesen - dann siehst du auf 0,0001kw welchen Überschuss du gerade erzielst.


    Den Raspi könntest du dann dazu nutzen um relais zu schalten oder wiederum per Modbus andere Modbus fähige Geräte zu steuern...

  • Hallo GTDriver,

    vielen Dank auch dir für deine Antwort. Ich werde mich wohl erst die nächsten Wochen intensiver damit beschäftigen, vor dem Winter will ich zuerst noch ein wenig Hofeinfahrt und den Garten vorbereiten ;).

    Ich werde mich wohl tiefergehend mit dem Thema Modbus beschäftigen und den Raspberry als Mittler für die Datenübertragung benutzen.


    Ich mache Meldung, wenn ich Neuigkeiten meinerseits zu vermelden habe :).


    VG

    Stefan