Mehr Module im String mit Spannungsbegrenzung

  • Hallo allerseits,


    bei den üblichen Dreiphasen-WR mit 1000 V Maximalspannung kann man ja bekanntermaßen maximal 22 60-Zeller oder entsprechend weniger 72-Zeller im String verschalten, damit im tiefsten Winter die Leerlaufspannung auf keinen Fall die 1000 V knackt. Unter normalen Bedingungen in der Zeit, in der der meiste Ertrag generiert wird, ist diese Spannungsgrenze aber meilenweit entfernt.


    Nur mal als Beispiel... von 310W-Winaico-Modulen könnte man im Sommer und ab ca. 13 C problemlos 24 Stück in einen String packen, ohne die 1000V zu sprengen und ohne im MPP-Bereich aus dem Spannungsbereich der meisten Tracker (bis ca. 800V) zu kommen.


    Naheliegende Idee wäre demzufolge, temperaturabhängig zwei Module kurzzuschliessen oder, flexibler, mit einem Spannungsbegrenzer den String einfach künstlich auf unter 1000V halten. Knapp unter Leerlaufspannung liefert so ein Modul nicht viel Strom, so dass da gar nicht so irre viel Wärme abgeführt werden muss.


    Als ich näher über die Idee nachgedacht habe, habe ich erstmal Google angeworfen und siehe da: Die Idee gab es schon und sie ist (zumindest in sehr weiten Teilen) sogar patentiert:


    http://www.freepatentsonline.com/DE102016118039A1.html


    Scheint ein Mitarbeiter von SMA patentiert zu haben. In dem Patent ist die Idee noch ein ganzes Stück weitergedacht.


    Was denkt ihr darüber? Warum macht das keiner? Wenn man das in den WR einbaut, wäre der Aufwand minimal. Dafür bekommen würde man eine höhere Flexibilität beim Anlagenbau und eine erhöhte Sicherheit gegen Fehlauslegungen.


    Viele Grüße,


    Jan