Kleine Eigenversorgung ( 2 KW ) auf Garagendach mit gebrauchten Teilen <=> keine chance auf Genehmigung wg VDE 4105

  • Hallo,


    habe gerade "Skrupel" bzgl. Eigenversorgung. Würde gerne eine 2-KW-Anlage zusammenkaufen, auf das Garagendach montieren und nur für Eigenverbrauch ans Hausnetz anschließen lassen ( etwas entfernter Nachbar ist zugelassener Elektriker ).


    Motivation: über die Laufzeit der Anlage Strom sparen = Stromrechnung reduzieren


    Fakt: es gibt natürlich neue Anlagen, zB solar-pac Köln, es gibt aber auch gebrauchte Anlagen ( etwas klein aber warum nicht ) 1400 KW Gebraucht, ich könnte aber auch Module, Wechselrichter u Kabel separat gebraucht kaufen ( ebay-Kleinanzeigen etc .. )


    Problem ( zumindest aus meiner Sicht ): VDE 4105 ( und ich will ja was neues machen = keine Bestandsanlage reparieren )


    Warum ? -> ich befürchte, der Netzbetreiber ( Westnetz, aber andere bestimmt auch ) erteilt mir keine offizielle Erlaubnis zum Betreiben der "Anlage", wenn ich einen gebrauchten Wechselrichter ohne VDE-4105-Zertifizierung benutze. "Ja dann kauf halt nen neuen, da ist ja eh Garantie drauf". Natürlich. ABER: gebrauchter Wechselrichter ab 250 , neu über 800.


    Frage: so wie ich das verstanden habe sind die neuen Wechselrichter natürlich nicht baugleich mit 10 Jahre alten Geräte, aber das wirklich neue für die Genehmigungsfähigkeit ist ein softwareupdate. Was vormals nicht nötig war, mich aber daran hindert "billig" ne gebrauchte Anlage für 1200 Euro statt neu für 2200 Euro anzuschaffen. Ja, ich weiß, Geizhals, wer billig kauf, kauft 2x etc. pp.


    Aber es gibt doch bestimmt findige Menschen, die aus einem gebrauchten Wechselrichter einen genehmigungsfähigen machen können. Ich vermute mal, viele gebrauchte Wechselrichter haben noch ein paar attraktive Lebensjahre vor sich und werden nur per Gesetz für tot erklärt. Mir würde ja einer reichen.


    Hat außer mir sonst noch jemand das Problem ? ( viel Enthusiamus, nicht so viel Kohle, Misstrauen gegenüber der Notwendigkeit zur Nutzung der allerneusten Technik .. )


    Würde mich über Tipps freuen. Ob Greta per Schiff oder per Flugzeug mehr CO2 erzeugt ist mir jetzt gar nicht sooo wichtig, aber mein Geldbeutel hat eh schon Löcher und würde sich freuen, wenn es für Klein-Otto-Normalo doch auch günstig gehen könnte...

  • Hallo ww3382



    gleich vorab, ich kann dir kein Wechselrichter - Umbausatz liefern, sorry.


    Möchte dir nur sagen PV und günstig ist nicht unter einen Hut zu bekommen.

    Es werden dir viele raten, nehme einen Kredit auf und finanzier die Anlage über EEG.

    Das mag ja auch gehen, aber nicht jeder will Schulden machen, du vermutlich auch nicht wenn ich dich richtig interpretiere.


    Da dein Beitrag in der Rubrik "Anlagen ohne EEG" zu finden ist, gehe ich auch davon aus, dass du keine Eispeisevergütung anstrebst.


    Lass dich aber nicht entmutigen und verfolg deinen Plan mittels PV Strom zu erzeugen. Du wirst einen Weg finden und es schaffen!


    Viel Erfolg!

  • Ist dein einziges Problem die Differenz zwischen einem gebrauchten und einem neuen Wechselrichter.


    Die entscheidenden Fragen sind doch vielmehr:


    - Hast du einen 2-Richtungszähler?

    - Hast du so viel Grundlast, dass du 2 kwp rentabel betreibst? Wenn Du nur 30 oder 40 Prozent deiner Energie verbrauchen kannst, arbeitest du für deinen NB

    - Willst Du das Ding anmelden? Wenn ja, wird man von dir die Unterschrift eines eingetragenen Elektrikers verlangen - gehört Dein entfernter Nachbar dieser Garde an?


    Meines Erachtens solltest du du es so machen wie ich:

    Kaufe Dir zwei Module und einen passenden Modul-WR, melde das Ding vereinfacht an. Wenn alles durch ist, kaufst du dir noch 1 Modul, vielleicht auch 2 dazu.

    Du wirst merken. So viel wie die Dinger liefern, bekommst du kaum verbraucht - zumindest nicht bei dem derzeitigen Wetter...

    Ob du mit den ollen gebrauchten einen guten Schnitt machst, wage ich zu bezweifeln...

    0,6 kwp ohne EEG;)

  • Ist dein einziges Problem die Differenz zwischen einem gebrauchten und einem neuen Wechselrichter

    -> ja.

    Hast du einen 2-Richtungszähler?

    -> ja. ( wurde beim letzten Wechsel des Stromanbieters eingebaut )

    Hast du so viel Grundlast, dass du 2 kwp rentabel betreibst? Wenn Du nur 30 oder 40 Prozent deiner Energie verbrauchen kannst, arbeitest du für deinen NB

    -> weiß ich nich. ca. 3800 kwh/jahr im 2-personen-haushalt. Nachbarn mitfüttern: bin ein sozialer Mensch .. Spaß. Denke da eher an den Winter - wenig Ertrag -> wär ja schön, wenn dann trotzdem Sonnenstrom beim sparen hilft...

    Willst Du das Ding anmelden? Wenn ja, wird man von dir die Unterschrift eines eingetragenen Elektrikers verlangen - gehört Dein entfernter Nachbar dieser Garde an?

    -> der entfernte Nachbar ist von Westnetz zugelassener Elektriker und würde mir den Anschluß auch machen

    Kaufe Dir zwei Module und einen passenden Modul-WR, melde das Ding vereinfacht an. Wenn alles durch ist, kaufst du dir noch 1 Modul, vielleicht auch 2 dazu.

    -> ist nachvollziehbar. ABER: der Wechselrichter ist doch für ne max Eingangsspannung/Strom ausgelegt. Wenn du ( die Module ) drüberkommen, brennt dann das Ding nicht durch ?


    Und noch ein moralischer Appell: angeblich kann ich bei eBay-Kleinhandel ne gebrauchte 2KW-Anlage für 1200 Euro bekommen. Bei mir in der Nähe. Mit nem 3KW-Wechselrichter. Ich seh das so wie mit nem gebrauchten Auto: es gibt viele Menschen, die ekeln sich davor, wenn in ihrem Auto schon mal wer dringesessen hat. Ich finde: Hauptsache gut in Schuß u sauber. Und ich denke ( vllt naiv ? ) wenn ein Wechselrichter nie auf Vollast fährt, hält er vllt auch länger.


    Es geht mir übrigens nicht drum, Recht haben zu wollen oder gelesen zu werden. Ich will einfach nur wissen: bin ich doof/unvernünftig, weil ich meine, daß auch ne günstige gebrauchte PV-Anlage es tut ? Oder ist das ne Scheiß-Idee und ich muss eben das nötige Geld ( 2500 Euronen ) in die Hand nehmen für ne Tippi-toppi-neu-anlage ? Manch einer hier wird sagen "und für 1000 Euro macht der so ein Geschiß ? Ja, mache ich, 1000 Euro sind viel Geld.

  • erst informieren, dann nachdenken, dann entscheiden, dann handeln.

    und nicht ohne Grund herumjammern und lamentieren.

    Entweder alles richtig machen wollen, oder tricksen und knausern.

    Beides zusammen ist manchmal schwierig.

  • Hallo,


    die frage ist doch, ob der VNB eine Anlage ohne EEG mit z.B. 2 KWP genehmigt ?

    Auch wenn alles soweit " Regelkonform " Angeschlossen und durch einen " Fachbetrieb " Beantragt wurde.


    Ich denke, wohl eher nicht.

  • Mach mal eine Anfrage am Marktplatz. Hier gibt es immer mal Leute, die Uraltanlagen mit Restvergütung rumliegen haben und kein Dach dafür. Einen Elektriker, der einem das auch anschließt und anmeldet zur Hand zu haben, ist da Gold wert, einen neuen WR wird man aber fast imemr brauchen.

    Zu der ANlage aus Ebay sollte eigentlich eine Vergütung gehören. Wenn nicht, ist der einzige im EEG vorgesehene Weg die Module zu erneuern, wenn sie defekt sind. Willst du wirklich defekte Module (also welche, die als solche gekennzeichnet sind, der Verkäufer aber nichts davon schreibt) kaufen? Abgesehen davon, sind die Module in D eigentlich immer im Betriebsvermögen, wer die privat verkauft, möchte in der Regel die fällige Mehrwertsteuer nicht abführen. Nur für das Materiel ist das aber imo sowieso zu teuer, da fehlt ja noch sowas wie die UK.


    edit:

    die frage ist doch, ob der VNB eine Anlage ohne EEG mit z.B. 2 KWP genehmigt ?

    Alle netzparallelen Anlagen in D fallen unter das EEG (und andre auch in manchen Punkten). Wenn die Module einen Vergütungsanspruch von 0 haben, haben sie den halt, das hat nichts mit "ohne" EEG zu tun.

    Da gibt es nichts zu genehmigen, die einzige Möglichkeit wäre zu sagen, daß das" Netz es nicht hergibt", was bei 2kWp sehr unwahrscheinlich ist. So lang man den normalen Anmeldeweg einhält, der Elektriker das unterschreibt, kann der VNb nichts machen.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.