Eigenvermarktung für eine 150-kWp Anlage.

  • Hallo Zusammen,


    ich plane eine Solaranlage auf einem Dach eines Mehrfamilienhauses (ca. 150 kWp).

    Meine Fragen sind:

    1. kann ich z. B. 40% des Stroms direkt an Bewohner und 60% am Netzbetreiber verkaufen? (gibt es eine Begrenzung für den Eigenverbrauch)
    2. Falls Ja, soll ich wen (direkt) für den verkauften Strom an der Bewohner (40%) verlangen? den Netzbetreiber oder die Bewohner?
    3. Bekomme ich das "Entgelt für vermiedene Netznutzung" vom Netzbetreiber auch?


    LG

  • 1. Über 100kWp mußt du zwingend über Direktvermarkter vermarkten, der Netzbetreieber darf dir den Strom nicht vergüten, der zahlt im dem Fall eine Marktprämie. Vor Ort kannst du vor der Einspeisung nutzen so viel du willst und mußt den Prozentsatz nicht vorher festlegen (so verstehe ich die Frage).

    2. ich verstehe die Frage nicht

    3. nein, 1. weil das sowieso für Neuanlagen (seit ????, glaube 1.1.2018 ) bis ???? ausläuft und 2. weil es das schon lang nur gab, wenn man nichts aus dem EEG bekommt, da es in dem Fall in den EEG-Umlagetopf fließt.


    Nicht gefragt, ich schreibe es trotzdem gleich:

    Für den an die Mieter gelieferten Strom fällt natürlich 100% EEG-Umlage an.

  • 2. ich verstehe die Frage nicht

    Danke für deine Antwort.


    Die Zweite Frage erzähle ich mit einem Beispiel:


    z.B. betreibe ich eine 300-kWp Anlage und sie produziert 288-MWh Strom jährlich. Ich verkaufe 40% an Einwohner (ca. 115MWh) und 60% (173MWh) wird über Direktvermarkter vermarktet.

    • 173000kWh*0.08€/MWh= 13.840€ bekomme ich von Direktvermarkter
    • 115000kWh*(Strom Preis- Volle EEG-Umlage) = 115000kWh*(0.2-0.0641)= 15.628€ ==> von wem bekomme ich das Geld? Einwohner, Direktvermarkter?
  • Letztendlich von den Bewohnern, die bekommen ja auch den Strom dafür.

    Aber du kannst sie nicht dazu zwingen "deinen" Strom zu kaufen. Wenn es mehr als zwei oder drei Mieter sind, wirst du dafür jemanden brauchen, der die Abrechung erledigt (und den Strom liefert, den du z.B. nachts nicht erzeugen kannst), weil selbst schaffst du das recht sicher nicht. Empfehlen kann ich aber niemanden und weiß auch nicht wie die Abrechung mit dir dann aussieht (weil die ihre Arbeit auch nicht kostenlos machen).

  • Letztendlich von den Bewohnern, die bekommen ja auch den Strom dafür.

    Aber du kannst sie nicht dazu zwingen "deinen" Strom zu kaufen. Wenn es mehr als zwei oder drei Mieter sind, wirst du dafür jemanden brauchen, der die Abrechung erledigt (und den Strom liefert, den du z.B. nachts nicht erzeugen kannst), weil selbst schaffst du das recht sicher nicht. Empfehlen kann ich aber niemanden und weiß auch nicht wie die Abrechung mit dir dann aussieht (weil die ihre Arbeit auch nicht kostenlos machen).

    Danke für deine Antwort.

    Jetzt ist es mir klar!

    Vorher habe ich gedacht, dass die Einwohner bezahlen den Netzbetreibern den "Strom Preis" und Ich von Netzbetreibern ("Strom Preis"- "Volle EEG-Umlage") bekomme.