Plug and Play (Mini) Solaranlage mit Batteriespeicher bis 600Watt

  • Hallo zusammen,


    mein erster Post hier im Forum, also bin echter Neuling im Thema Solar.

    Habe die Woche einen Beitrag im Radio zu Mini-Solaranlagen gehört.

    Bis 600 Watt Solarleistung sollen Anlagen ohne großen bürokratischen Aufwand schnell und einfach über Schuko bzw. Wieland Steckdose selbst zu installieren seien.

    Stichwort Plug and Play!


    Das hat mich erstmal neugierig gemacht.

    Online findet man auch diverse Shops, die Komplettanlagen mit Modul, vorkonfektionierten Kabeln, Microwechselrichter, ... sprich das Rundumsorglospaket anbieten.


    Finde das hört sich super an. Einfach die Grundlast des Einfamilienhauses selbst erzeugen (irgendwo so ca. 80-120 Watt??).

    Noch besser fände ich es, die Überschüssige Energie aus den Solarmodulen (bis 600 Watt sind laut VDE ja drin), in Batterien zwischen zu speichern.

    Leider finde ich dazu keine Komplettpakete mehr.


    Welche Komponenten müsste ich für so eine Anlage kaufen?


    - Solarpanell: zwei Stück je 275-300 Wp, Aufstellort Flachdach

    - Laderegler: 12V, 24V ? Mit Display, Schnittstelle / App?

    - Batterien: gehen 12V Bleiakkus aus Sicherheitsanlagen? Komme sehr günstig an diese Batterien, zb. 40 Ah

    - Wechselrichter: Mit Display, Schnittstelle / App?

    - Wielandsteckdose, Verkabelung


    Könnt ihr mir beispielhaft zueinander passende Komponenten (Hersteller, Modell, Typ) nennen?


    Besten Dank :danke: und viele Grüße! :):):):)

  • Wenn die im Radio sagen, dass alles ganz einfach sei, haben die wohl noch nichts vom Marktstammdatenregister gehört. Dort muss jeder die Daten seiner Anlage eintragen. Und wenn das geschehen ist, kommt dann die Rückmeldung, dass man eine EEG-Nummer vom Netzbetreiber bräuchte. Sprich daher am besten zuerst mit dem Netzbetreiber und versuche hier eine einfache Lösung zu finden.


    Wenn der Netzbetreiber Probleme macht und einen Elektrofachbetrieb einfordert, frage nach der entsprechenden VDE-Vorschrift. Und wenn das nicht hilft, frage nach, ob der Netzbetreiber im Falle der Beauftragung eines Elektrofachbetriebs sich bereit erklären würde für jede Steckdose im Haus die Haftung zu übernehmen, wenn hier einer eine gewischt bekommt oder ein Brand entsteht. Da Du jedoch selbst für Deine Installation verantwortlich bist, endet deren Einflussbereich nachweislich hinter dem Stromzähler.


    Bei der Installation würde ich niemals eine Anlage mit einem Stecker einspeisen. Bau eine Sicherung für die PV im Sicherungskasten ein und speise über diese ein. Ideal wäre hier eine Einspeisung in der Garage, weil Du dort die Installation besser Aufputz verlegen kannst (auch die Module sind leichter zu montieren).


    Ich persönlich finde es außerdem ideal, wenn man jeweils zwei Modulpaare mit Ausrichtung Ost und West verbaut, weil man somit über den ganzen Tag verteilt Strom erzeugen kann (z.B. 2 x 500-600 Wp). Die Installation von zwei Modulpaaren mit einem Wechselrichter (ca. 600 Wp) ist jedoch etwas komplizierter (Stichwort Rückstromfestigkeit der Module).


    Zu Deiner Frage hinsichtlich eines Akkus zum speichern, weiß ich nicht, was Du damit anfangen möchtest. Im Sommer könnte vielleicht etwas Strom übrig bleiben, der die Grundlast des Hauses übersteigt und die übrige Zeit dürfte die Anlage weniger Strom liefern als permanent verbraucht wird. Bei uns fließen z.B. höchstens mal sonntags am frühen Morgen 50-100 W ins öffentliche Netz. Ähnlich dürfte dies auch der Fall sein, wenn wir im Urlaub sind. Den Rest verbrauchen wir aber selbst. Es stellt sich daher die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, um am Ende vielleicht für viel Geld ein paar Kilowatt zu speichern. Außerdem müsste dann dieser Strom auch irgendwie wieder per Wechselrichter eingespeist werden und gleichzeitig eine permanente Überwachung stattfinden, damit nicht im Falle eines Überschusses Strom ins Netz eingespeist wird. Es gibt fertige Angebote, aber ob die sich lohnen bzw. diese gar umweltfreundlich sind, wage ich stark zu bezweifeln.


    Ich würde heute übrigens tendenziell so ein Paket nehmen:



    Wenn Du die Module je zu Hälfte nach Ost und West ausrichtest, musst Du nur noch dem Netzbetreiber erklären, dass wir nur eine Sonne haben und somit die Maximalleistung 600 W nicht übersteigen kann ;-) Erwarte aber nicht, dass die das sofort kapieren. In Sachen Spielzeug (App & Co.) habe ich selbst nur einen digitalen Zwischenzähler bei mir verbaut, den es für 20-30 EUR zu kaufen gibt. Man kann aber natürlich auch bei einer Anlage für tausend Euro mal eben ein paar hundert Euro für die Anlagenüberwachung ausgeben ;-)

  • https://www.photovoltaikforum.…-pflanze/#wall/comment201 enthält auch Link mit Infos für Balkonanlagen.


    Stromspeicher ist defizitär - hat das Radio das nicht verraten?


    Warum keine große Anlage? Gibts noch geschenkt!