Hohe Kosten für Inbetreibnahme bei Allgäunetz

  • Hallo zusammen,


    die Planung unserer PV Anlage geht gerade etwas schleppend voran, nichts desto trotz habe ich mich im Vorfeld beim Versorgungsnetzbetreiber mal informiert, was von denen so auf mich zukommen.


    Hier bekam ich telefonsich die Auskunft, dass der Netzanschluss/Inbetriebnahme bis 30 kW 229,41 netto/ € 273,00 € brutto kostet.


    Hierfür bekomme ich gem. der im Internet abrufbaren Preisblätter folgende Leistungen:


    4.1. Inbetriebnahme der Einspeiseanlage bis 30 kW

    Verteilnetzbetreiber

    - Sachbearbeitung für Auftragsabwicklung und

    Prozessbegleitung

    - Anfahrt zur Kundenanlage mit verbindlichem Termin

    - Überprüfung der Anlage nach den technischen Vorgaben

    (Checkliste)

    - Inbetriebnahme der Anlage mit dem Elektroinstallateur und

    dem Anlagenbetreiber

    - Kontrolle der maximalen Wirkleistungseinspeisung

    - Überprüfung des Messkonzeptes mit dem Anlagenaufbau

    - Funktionstest der Schutzauslösung

    - Dokumentation


    Materialbereitstellung

    Verteilnetzbetreiber

    - Verplombungsmaterial

    - Messeinrichtung (bei Bedarf)


    Kunde - Zählerschrank nach den TAB

    Hinweise

    Die Ausführung muss immer durch einen eingetragenen

    Elektroinstallateur erfolgen.

    Ehrlich gesagt werden abgesehen vom Zählertausch ja alle Leistungen ja ohnehin bereits vom eingetragenen Elektroinstallateur im Zuge der Errichtung und Anschließenden Prüfung durchgeführt, warum das der VNB nochmals zusammen mit dem Elektroinstallateur machen muss, kann ich nicht nachvollziehen und v.a. ist hier kein Mehrwert für mich erkennbar, den ich bereit bin zu Zahlen.

    4.1. Inbetriebnahme der Einspeiseanlage bis 30 kW

    Verteilnetzbetreiber

    - Sachbearbeitung für Auftragsabwicklung und

    Prozessbegleitung

    - Anfahrt zur Kundenanlage mit verbindlichem Termin

    - Überprüfung der Anlage nach den technischen Vorgaben

    (Checkliste)

    - Inbetriebnahme der Anlage mit dem Elektroinstallateur und

    dem Anlagenbetreiber

    - Kontrolle der maximalen Wirkleistungseinspeisung

    - Überprüfung des Messkonzeptes mit dem Anlagenaufbau

    - Funktionstest der Schutzauslösung

    - Dokumentation


    Materialbereitstellung

    Verteilnetzbetreiber

    - Verplombungsmaterial

    - Messeinrichtung (bei Bedarf)


    Kunde - Zählerschrank nach den TAB

    Hinweise

    Die Ausführung muss immer durch einen eingetragenen

    Elektroinstallateur erfolgen.



    Nach Recherchen hier im Forum ist dies auch eher unüblich, häufig wird fürs Zählertauschen eine Gebühr <100 EUR verlangt (was zwar teilweise auch teuer aber irgendwie noch einsehbar ist), ein derartiges Brimborium zu einem derartig hohen Preis wird aber offenbar selten bis garnicht veranstaltet.



    Mich würde jetzt interessieren

    - ob es eine Rechtsgrundlage gibt, warum der VNB dies machen/nicht machen darf?

    - wie ich mich dagegen wehren kann, ohne den Netzanschluss hinaus zu zögern, da natürlich jeder Monat einer nicht betriebenen Anlage Geld kostet und das ganze dann schnell die Mehrkosten des VNB auffrist.

    - ob andere VNB auch derart unverschämt?

    - ob und wie sich jemand bereits jemand gegen diese "Mitnahmementalität" bei Allgäunetz oder einem anderen VNB der sowetwas durchziehen wollte erfolgreich gewehrt hat.


    Vielen Dank Euch!

  • NAB hast du gemailt?

    Den Mist den die Geier sich wünschen musst du ja nicht beauftragen/unterschreiben. Die sind unverschämt dreist!


    EEG sieht vor dass die IBN durch Elektriker erfolgen darf. Auf was anderes würde ich mich nicht einlassen!

  • NAB hast du gemailt?

    Nein, steht noch aus, da Meinerseits bzw. Seitens des Solateurs hier noch ein paar Details offen sind, sollte aber demnächst geklärt sein.


    War ne telefonsiche Auskunft des VNB vorab bzw. gemäß den öffentlich einsehbaren Unterlagen des VNB und scheint hier tatsächlich so die Regel zu sein.

  • Sie versuchen es halt und die meisten lassen sich das gefallen. Du nicht! Sehr gut!

  • "wer lang fragt, geht lang irr"


    der ganze Zeug den du da oben schreibst, ist ein Angebot vom Netzbetreiber das du nicht annehmen musst.

    (vielleicht ähnlich wie die IGEL Leistungen bei Hausarzt) ;-)

    die Rechtsgrundlage für deine PV Anlage ist das EEG.

    darin ist festgelegt, was eine Inbetriebnahme ist. (§3 Abs. 30)

    dazu ist eine Mitwirkung des Netzbetreibers nicht erforderlich.


    darin ist auch festgelegt was die Pflichten des Netzbetreibers sind ( § 8, Abs, 1: "unverzüglich vorrangig"...)

    und was er nicht darf (§7 Abs. 1):

    "Netzbetreiber dürfen die Erfüllung ihrer Pflichten nach diesem Gesetz nicht vom Abschluss eines Vertrages abhängig machen."




  • Wobei im EEG auch steht:

    § 16 Netzanschluss

    (1) Die notwendigen Kosten des Anschlusses von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Grubengas an den Verknüpfungspunkt nach § 8 Absatz 1 oder 2 sowie der notwendigen Messeinrichtungen zur Erfassung des gelieferten und des bezogenen Stroms trägt der Anlagenbetreiber.


    Gibt's da was schriftliches, was die diesbzgl. berechnen dürfen?

  • damit sind die Kosten für den Anschluß an einen zugewiesenen Verknüpfungspunkt gemeint, also z. B. das Kabel zum Ortstrafo.


    dein Verknüpfungspunkt ist nehme ich mal an dein Hausanschluß, und das Kabel mit dem deine PV in deinen Zählerschrank angeschlossen wird musst selbstverständlich du bezahlen.

    Aber nicht deinem Netzbetreiber sondern deinem Elektriker oder Solateur.

  • D.h. ich weiße darauf hin, dass ich gem. Paragraph 10 EEG den Netzanschluss durch einen fachkundigen Dritten durchführen lasse und bitte um ein Angebot, dass lediglich den Zählertausch beinhaltet?


    Gibt's hier jemanden, der diesen Weg schon erfolgreich gegangen ist? Habe halt prinzipiell die Sorge, das der Netzbetreiber was die zeitlichen Abläufe angeht am längeren Hebel sitzt und derartige "Spezialanliegen" dann eher mit nicht ganz so hoher Priorität behandelt.

  • bitte um ein Angebot, dass lediglich den Zählertausch beinhaltet?

    Warum um ein Angebot bitten??? "Normalerweise" wird nach Eingang des NAB eine Bestätigung geschickt mit Hinweis, wie lange sich der VNB an diese Zusage hält, und ein Zweirichtungszähler vom VNB/Messstellenbetreiber eingebaut. Dass muss der VNB von sich aus machen, da muss man kein Angebot einholen....

    4,81 kWp / 31 x TS CIGS-Hochleistungs-Solarmodule 155W / Kostal Wechselrichter PIKO 4.2 / seit 09/2013

    Ausrichtung 46° Dachneigung 36°

    Standort: 51° 54‘ 22” Nord, 8° 37‘ 52“ Ost