Anlage mit Süd- + Ost-Ausrichtung

  • Hallo,


    wie ich ja bereits hier geschrieben habe, stehe ich erst ganz am Anfang meiner Überlegungen und möchte euch daher mal meine ersten Gedanken zur Bewertung hier einstellen.


    Zur Verfügung stehen mehrere, relativ kleine Flächen. Größtes Problem aller Flächen dürfte die Verschattung sein, da rundum relativ eng bebaut ist die Nachbargebäude teilweise Aufbauten haben, die über die Flächen hinausgehen.

    Geplant wäre, das Dach im Süden und Osten zu belegen (jeweils mit minimaler Abweichung von der optimalen Ausrichtung). Das Westdach scheint mir ungeeigneter, da durch Kamine, Dachflächenfenster und die nahen Nachbarhäuser die Verschattung noch viel stärker sein dürfte.


    Hier mal einige grundlegende Informationen.


    Luftbild:

    Der Standort liegt in der Oberpfalz, nähe der tschechischen Grenze.


    PVIS der Süd- und Ost-Fläche:


    Hier mal eine grobe Belegungsplanung von Süd- und Ostdach. Besonders das Süddach scheint mir sehr verschattet zu sein, wenn ich PV Sol richtig verwendet habe.

    Da ich in den bisherigen Beiträgen immer gelesen habe, man soll so viele Module wie nur möglich verbauen, habe ich mal versucht, genau das umzusetzen.

    Ganz korrekt ist die Zeichnung nicht, da ich aus Gründen der Vereinfachung die leichte Abweichung in der Ausrichtung nicht berücksichtigt habe.


    Übersicht:

         

    Hier habe ich auch mal die Nachbargebäude mit eingezeichnet, von denen ich eine Verschattung fürchte.


    Süddach (DN: 15°):

    Dieses Dach müsste evtl. erst noch saniert werden, weshalb ich die beiden Fenster, die als Zugang zu den Kaminen dienen, frei eingesetzt habe. Alternativ müsste ein Wartungsgang zwischen den Kaminen vorgesehen werden. Sollte die Sanierung nicht notwendig sein, würden wohl die Module zwischen den beiden Kaminen wegfallen.


    Ostdach (DN 39,5°):

    Hier könnte oberhalb der beiden Fenster noch ein Modul hinpassen, aber das konnte ich leider nicht einfügen, da ich das Dach aus zwei Gebäudeteilen zusammensetzen musste und somit die Dachfläche ebenfalls geteilt ist. Links neben den beiden Fenstern ist ein Streifen von 1,1 m, was aber für ein Modul aber zu knapp werden dürfte.

    Auch hier müsste ein Dachfenster sowie die SAT-Schüssel weichen (bereits berücksichtigt), was aber eher ein geringeres Problem ist.


    Westdach:

    HIer noch das Westdach, das ich aufgrund der Kamine, Fenster und der Nachbarbebauung für eher ungeeignet halte.


    Auf allen Dächern sind Schneefanggitter montiert, da wir im Winter doch auch mal ordentlich Schnee haben können.

    Könnten diese beibehalten werden, oder wird das dann zu knapp auf den Dächern?


    Ich möchte jetzt nicht sofort eine Detailplanung starten. Diese würde ich dann gerne dem ausführenden Betrieb überlassen. Mir geht es erstmal um die Grundsätzliche Einschätzung, ob es Sinn macht einzusteigen, oder ob da einfach z. B. zu viel Schatten auf den Dächern ist.


    Danke für euere Unterstützung.

  • West ist geeignet mit Aussparungen.

    Auf Süd zw. den Schornsteinen eins weg und die übrigen drei mittig setzen.

    Sind das alles 72-Zeller?

  • Danke für die Rückmeldung.

    Ja, ich habe die Belegung mit LG-Modulen 2x1 m geplant, was also den 72ern entspricht.

    Das habe ich als am sinnvollsten erachtet, um die Fläche bestmöglich zu füllen.

    Oder sollte ich besser auf 60-Zeller setzen, um den ständigen Wechsel der Ausrichtung der Module möglicherweise zu vermeiden?



    Die Westseite muss ich dann erstmal ausmessen, um eine Belegung aufzeichnen zu können.

    Ich nehme mal an, dass ich den Bereich neben der Gaube des Nachbarn aussparen sollte und auch links neben den Kaminen jeweils mindestens 1 Modul Luft lassen sollte.

  • Leg auf Süd bevorzugt hochkant, zB rechts aussen.


    Können die Schornsteine verschlankt werden!

  • Hallo,

    an den Schornsteinen kann ich leider keine Änderungen vornehmen.

    Keine Rücksicht habe ich allerdings auf Kanalentlüftungen genommen. Die müsste man zur Not auch verziehen können.


    Ich habe die Belegung der Südseite angepasst und wie vorgeschlagen zwischen den Kaminen eine Reihe weggelassen sowie alle Module hochkant angeordnet.


    Ausserdem habe ich die Westseite ausgemessen und belegt. Wichtig wäre hier, dass von den bisher zwei Schneefanggittern zumindest das untere wirksam erhalten bleibt, da unter dem Dach ein Gehweg ist und auch Autos parken.

    Hier kann es also sein, dass ich eine Reihe weglassen muss. Am besten dann die beiden unteren Module zwischen den Fenstern, oder?

  • Auf West sollte noch was gehen wenn du Richtung Nord rutscht. Hast du hochkant auf West getestet?

    Süd finde ich heruasfordernd um zwischen Ertrag, Schatten gerecht werden und Optik eine gute Balance zu finden. Evtl. die Lücken quer auffüllen - und was ist mit Zugang zum Schornstein?

  • West:

    Hochkant hatte ich probiert. Da wird es sehr entscheidend sein, wie viel Platz zwischen Dachflächenfenster und Kamin wirklich ist (da müsste ich wohl mal exakt nachmessen und nicht nur die Ziegel zählen), bzw. wie viel Abstand man zu den Elementen halten muss. Denn wie ich oben schon schrieb, ist es evtl. notwendig, eine komplette Reihe rausnehmen zu müssen. Da würde ich in Längsrichtung natürlich weniger Platz verlieren.

    Thema nach Norden rücken:

    Wie viel Abstand zur Dachkante und zum First sollte man denn mindestens einhalten? Entscheidend scheint hier die Windlastzone zu sein, was ich den anderen Beiträgen so entnommen habe. Das Gebäude steht in Zone 1.


    Süd:

    Schatten ist hier wohl wirklich ein großes Thema.

    Der Zugang zu den Schornsteinen ist als Luke direkt hinter dem Schornstein eingezeichnet. Ob dem Kaminkehrer der angebotene Platz reicht, kann ich nicht abschätzen, finde es aber schon grenzwertig.

    Sollte ich diese Fläche vieleicht einfach ausklammern, da hier auch eine Dachsanierung nötig wäre?

    Ohne PV könnte man das Dach sicher noch einige Jahre lang lassen.

  • Ich habe heute mal auf der Westseite den Abstand zwischen Kaminblech und Dachflächenfenster nachgemessen, da dieser exakt 2 m ist und da bestimmt auch zumindest etwas Luft sein sollte, habe ich eben mal eine Anordnung mit Heckert-Modulen gezeichnet, die eigentlich ganz gut passen könnte. Links und Rechts habe ich so allerdings nur noch etwas mehr als 10 cm Rand. Reicht das?


    Vorteil wäre auch, dass die Module hochkant installiert werden könnten, was hier ja meist bevorzugt wird, da der Schnee besser abrutschen kann.


    Dürfte man auch 72er und 60er Module (vom selben Hersteller) mischen, oder gibt es da Regelungen, die das untersagen?

    Dann könnte ich z. B. überall 72er einplanen und zwischen Fenster und Kamin nur 60er.


  • Zeichne wünschdirwas, dann sehen wir weiter.

    Module mischen habe ich in FAQ angeschnitten.

    WLZ 1 habe ich keine Bedenken mit kleinen Rändern.

  • OK, dann also mal die "Wünschdirwas"-Belegung. Jetzt mit den in der FAQ genannten Longi-Modulen, auch, da die von den Abmessungen etwa kleiner sind und somit durch die Mischbelegung der Platz besser genutzt werden kann.

    Mit dieser Belegung käme ich auf 20,7 kWp.


    West:

    Aktuell sind hier 26 72er und 8 60er Module verbaut.

    Hier wird es wohl ratsam sein, die Module mit einer Verschattung >5% weg zu lassen, oder?




    Ost:

    Hier sind es 22 Module, wobei es 20 72er und 2 60 sind.