PV Planung mit notstrom funktion ?

  • Aber bist parat wenn 2023 mal wieder für 12min dunkel ist.

    12 Minuten???

    Nach dem letzten Gewitter, vor gut einer Woche, waren hier viele Haushalte, für ca. 5 h, vom Netz getrennt. Noch weitere fünf Minuten länger und ich hätte die alte 2 kW NEA anschmeißend müssen, wenn sie denn dann angesprungen wäre. ;)

  • Hi.


    Was hat den Notstrom mit dem Dach zu tun ?

    Schafts du es mal einen ganzen Satz zu schreiben ?


    Warum muß immer dagegen geredet werden.

    Wenn wer Notstrom und Nachtverbrauch aus einen Akku will, ist das eben so.

    Man kann ja aufklären über die Kosten und Positiv/Negativ Sachen.


    Ich denke auch ein Infini 10k oder ähnliches wäre die günstigste Lösung.

    Dazu eine PZS/OPZS/Lifepo4.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Hallo also es soll eine PV anlage entstehen mit max. 10KWp. Dach montage

    Und dann wird ein Speicher benötigt. Wichtig ist das der Speicher eine Notstrom funktion hat.


    Freundlicher Gruß

  • ja, dann halt nochmal:

    - warum soll die PV Anlage "max. 10 kWp" haben ?

    - warum wird ein Speicher benötigt ?

    - warum ist es wichtig daß der Speicher eine Notstromfunktion hat ?


    sollte aus technischen Gründen eine Notstromsicherung erforderlich sein, z. B. weil der Betrieb von medizinischen Geräten . EDV oder sonstwas sichergestellt werden soll, dann empfehle ich konventionelle Systeme wie eine USV oder einen benzinbetriebenen Notstromerzeuger.

    Vorteil wäre hier die höhere Verfügbarkeit gegenüber einem Batteriespeicher einer PV Anlage,

  • Mit wollte man auch die üblichen 9.9 kWp aufschwatzen. Wäre rentabler etc.

    Auf meine Gegenfrage hin, ob ich denn mit den platztechnisch gut realisierbaren 30 kWp (Vollbelegung Ost-West mit 96 Modulen je 310 W) nicht unter dem Strich mehr verdienen würde über die Laufzeit wurde es dann meist ruhig beim Gegenüber. Ja, ich muss 40% EEG Umlage auf Eigenverbrauch bezahlen, aber dafür speise ich auch 20000 kWh zusätzlich jedes Jahr in das Netz ein. Dies überkompensiert die EEG-Abgabe.


    Wie maximal möglichen 11 oder 12 kWp, genaueres müsste man rechnen, würde ich unter den 10 bleiben. Passen aber 20 oder mehr kWp auf das Dach, dann gibt ihm...


    1 kWp mehr auf dem Dach bedeuten grob (je nach Ausrichtung, Vergütung etc.) noch ca. €100 Einspeisevergütung mehr im Jahr. Das ist bereits mehr als die 40% EEG Abgabe auf 3000 kWh Eigenverbrauch.


    Ist der persönliche Grenzsteuersatz jetzt auch noch recht hoch, dann lohnt oft noch nicht einmal mehr die Regelbesteuerung mit MwSt-Rückerstattung des Anlagenpreises. Man spart mehr Steuern mit der Abschreibung auf den Bruttopreis (unter der „Kleinunternehmerregelung“) als mit der Mehrwertsteuerrückerstattung und Abschreibung auf den Nettopreis. Als kleiner Bonus entfällt der ganze Aufwand der Umsatzsteuervoranmeldungen. Mehr Netto und geringerer bürokratischer Aufwand = Gewinner :-)


    Mit diesem Link eines Forumsteilnehmers kann man eine erste Idee zu den drei möglichen Steuermodalitäten bekommen und welches Modell sich für jemanden lohnt. Man bekommt auch ein Gefühl dafür, über wie große oder kleine Unterschiede man überhaupt spricht. Für €200 Vorteil über 20 Jahre würde ich persönlich mir die Regelbesteuerung (5 Jahre oder auch 20) nicht antun.


    https://www.suntax.de


    Der Grenzsteuersatz beträgt übrigens 42% ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von z.Z. 54.950 Euro.

    Tragt also nicht euern durchschnittlichen Steuersatz ein, sondern den Grenzsteuersatz. Sonst kann die Abschreibung nicht korrekt modelliert werden.

    29.76 kWp Ost-West Winaico WST-310M6-PERC, SMA SB5.0, SMA STP20, SMA SBS3.7 , 10.2 kWh BYD HV Speicher, Enwitec Ersatzstromversorgung

  • "biten", "eine Speicherprogramm" ist für einen Muttersprachler unüblich.


    Dass brutto-Abschreibung günstiger ist als netto ist ein Irrglaube.

    VSt wird zu 100% erstattet.

    Bei KUR gibt es lediglich den Grenzsteuersatz zurück.

  • Leider ist erstattete Vorsteuer nicht alles.


    Ich überschlage es mal grob:


    Bei einem Grenzsteuersatz von 41% und Anlagekosten von €40k brutto:

    Regelbesteuerung:

    Vorsteuer: €6.3k

    Abschreibung auf netto-Anlagekosten bei Anlagenkosten von €33600 und Grenzsteuersatz 41% = €13800

    Macht in Summe €20.1k.

    Allerdings kommen 19% Mehrwertsteuer auf Eigenverbrauch hinzu.

    Das macht bei 4000 kWh pa ca. €200 aus oder über 20 Jahre €4k.


    Einkommensteuer auf Entnahme zu Bezugskosten (27 ct) zum Grenzsteuersatz von 41%:

    Bei 4000 kWh wären das grob Einkommenssteuer €500 pa oder €10k über 20 Jahre.


    Damit wären wir bei €20k - 4k - 10k = €6k


    Kleinunternehmer:

    Abschreibung auf brutto-Anlagekosten bei Anlagenkosten von €40000 und Grenzsteuersatz 41% = €16400


    Einkommensteuer auf Teilwert (EEG-Vergütungssatz 10.5 ct) bei 4000 kWh pa ca €170 pa oder €3400 in 20 Jahren.

    MwSt. auf Eigenverbrauch fällt nicht an.


    Damit wären wir bei €16400 - €3400 = €13k


    Das ergibt grob und überschlagmäßig einen finanziellen Vorteil von €7k gegenüber der Regelbesteuerung über 20 Jahre.

    Gebe ich meine Zahlen in Suntax.de ein, spuckt es mit €9k Vorteil aus. So ganz falsch kann ich und Suntax also nicht liegen.

    Über €2k bekomme ich glücklicherweise keine schlaflosen Nächte.


    Jetzt gibt s ja noch das Szenario mit dem Wechsel in die Kleinunternehmerregelung nach 5 Jahren.

    Suntax.de berechnet mir hierfür gegenüber Kleinunternehmer ab Beginn einen Vorteil von €340 Euro aus.


    Mir waren es die €340 über 5-6 Jahre oder €70 pa nicht wert mich mit dem Thema Umsatzsteuer in einer GbR aus zwei einzeln veranlagenden Steuerzahlern auseinanderzusetzen.


    Sollte ich ganz falsch kalkuliert oder verstanden haben, lasse ich mich natürlich gerne korrigieren.

    Steuern sind mir ein Graus.


    Meine Lehre aus den Planung der Anlage war, dass man jeden Einzelfall prüfen muss. Die Anlagengröße, die Eigenverbrauchsmenge und die persönliche Steuersituation spielen eine zu große Rolle immer um pauschale Aussagen zum besten Modell treffen zu können.


    Ich möchte mich aber an dieser Stelle für den Input von pflanze und anderen bedanken. Diese haben mir wichtige Beiträge zum Verständnis und verbliebenen persönlichen Nichtverständnis geliefert. :-)


    Und ja, mein Speicher macht sich bestenfalls selbst über seine Lebensdauer bezahlt. Ich mag das Teil aber trotzdem. "Festinger lebt" pflegen die Psychologen zu sagen. (bin keiner)


    https://ethologiepsychologie.w…der-kognitiven-dissonanz/


    Dafür fahre ich meinen 11 Jahre alten Toyota Prius mit e85 (CO2 bis minus 65%) aus Frankreich und einem Super-Äquivalzenzverbrauch von 5.1 l/100km gemittelt über das Jahr. Und da der so toll läuft, behalte ich ihn noch mindestens weitere 4 Jahre. Danach kommt ein BEV, sollte ich es mir leisten können und wollen als alter Gebrauchtwagenkäufer.

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  • Nach Ablauf von 5 Jahren zur KUR wechseln fehlt in deiner Betrachtung?

  • Hallo pflanze,

    das hatte ich drin:


    "Jetzt gibt s ja noch das Szenario mit dem Wechsel in die Kleinunternehmerregelung nach 5 Jahren.

    Suntax.de berechnet mir hierfür gegenüber Kleinunternehmer ab Beginn einen Vorteil von €340 Euro aus.


    Mir waren es die €340 über 5-6 Jahre oder €70 pa nicht wert mich mit dem Thema Umsatzsteuer in einer GbR aus zwei einzeln veranlagenden Steuerzahlern auseinanderzusetzen."

    29.76 kWp Ost-West Winaico WST-310M6-PERC, SMA SB5.0, SMA STP20, SMA SBS3.7 , 10.2 kWh BYD HV Speicher, Enwitec Ersatzstromversorgung