Meldung beim Netzbetreiber entsprechend DGS / Inbetriebsetzungsprotokoll E.8

  • (Und natürlich damit, ob die Sachbearbeiter bei den Netzbetreibern überhaupt einen Plan haben, dass sie die neuen Zertifikate eigentlich verlangen müssten...)

    Mir kommt das sowieso immer mehr wie eine Farce vor, galoppierender Bürokratismus. Bei mir war am Montag im Zusammensein mit dem installierenden Elektriker ein Vertreter meines Netzbetreibers vor Ort um eine reguläre PV-Anlage abzunehmen. Von dem Netzbetreiber weiß ich, dass er bei Mini-PV auch sehr streng ist und kein vereinfachtes Verfahren zulässt (was meine Ursprungsidee Mini-PV verhindert hat).

    Der VNB-Mensch war echt nett, aber er hat nicht mal sein eigenes Formular zur Abnahme der PV-Anlage verstanden. Mein Elektriker musste ihm an ein paar Stellen helfen und bei manchen Eintragungen murmelte er nur "wird schon vorhanden sein" oder "was ist das denn nun wieder" oder "wird wohl passen". Aber dem Privatbenutzer einer Mini-PV-Anlage wird das alles aufgebürdet...

    9,93 kWp Aleo (180° Süd, 40° Neigung)

    6,72 kWp Aleo (1,6 kWp 90° Ost, 15° Neigung | 1,28 kWp 180° Süd, Neigung 8° | 3,84 kWp 270° West, 6° Neigung)

    13 kWh E3/DC-Speicher S10 E PRO

  • Da ich ja Ersteller dieses Beitrages bin möchte ich euch gerne über den aktuellen Stand informieren. Meine Anlage ist nun seit Anfang Februar in Betrieb und beim Netzbetreiber angemeldet. Ich hatte dazu folgendes Schreiben aufgesetzt. Vielleicht könnt ihr es als Muster nehmen.




    Als Anhänge hatte ich die folgenden Unterlagen dazugegeben:

    • Registrierungsbestätigung Marktstammdatenregister
    • E.2 Datenblatt für Erzeugungsanlagen
    • E.8 Inbetriebsetzungsprotokoll für Erzeugungsanlagen
    • Konformitaetserklärung Envertech VDE-AR-N 4105


    Der Netzbetreiber, die Stadtwerke Bad Hersfeld, wollten dann von mir noch ein Foto der Einspeisesteckdose, eine Bestätigung dass die 70% Regelung eingehalten wurde, sowie eine Bestätigung dass die Anlage von einer Elektrofachkraft installiert wurde. Nachdem ich das bereitgestellt hatte, wurde der Zähler dann noch kostenfrei gegen eine moderne Messeinrichtung getauscht, da die Eichfrist eh abgelaufen war. Insgesamt fand ich den Ablauf sehr Kundenfreundlich, auch wenn kein Formular für eine vereinfachte Anmeldung angeboten wurde.

  • Insgesamt fand ich den Ablauf sehr Kundenfreundlich,

    Hallo Freezer,

    ich denke das läuft meistens so, wenn man auf beiden Seiten vernünftig mit einander umgeht.

    Sicher gibt es noch einige wenige VNB die querschießen, des wegen aber Feindbilder zu schüren von den bösen VNB halte ich für überzogen.


    Du hast dich sauber informiert und mit deinem detaillierten Antrag nichts offen gelassen für Angriffe. :thumbup:

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

  • Beim Kostal reicht dafür ein Menüpunkt.

    Dann führt der Wechselrichter die Tests durch.

    Dabei erzeugt der jede Menge Fehler die dir das Portal meldet.

    Und am Ende gibt es ein fertiges Messprotokoll.

    Hier die Seite 2 vom Netz und Anlagenschutz.



    Finde ich übrigens unsinnig, denn wie zum Teufel soll ich fehlerhafte Netzfrequenzen simulieren?

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.



  • Zitat

    Eventuellen Kostenrechnungen für Zählermiete eines Einspeisezählers widerspreche ich hiermit vorsorglich.

    Ich hoffe du bekommst nicht so wie ich eine Rechnung für zusätzlichen Messstellenbetrieb...

    Ich musste übrigens auch so eine Bestätigung zur 70%-Regelung abgeben. Ein Foto von der Steckdose wollten sie bei mir aber nicht. :)

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum, lese aber schon seit einigen Wochen mit. Interessant wäre für mich auch eine Anlage <=600 Wp.

    Hatte auch schon ein Gespräch mit unserem Netzbetreiber. Ausfüllen müsste ich insgesamt nur 3 DinA4 Seiten.

    Eine davon dient ausschließlich als Auftrag für den Zählertausch gegen eine Zweiwegezähler (ca. 50€).

    Problem an dem Dokument ist aber, dass ein „gelisteter“ Elektroinstallateur darauf unterzeichnen muss, dass die Anlage (wohl eher die Wielanddose) korrekt angebracht worden ist.


    Eigentlich sollte ein befreundeter Elektriker auf ein Stück Kuchen vorbeikommen und dabei die Dose anbringen und ggf. die Sicherung des Stromkreises gegen eine kleinere 10A tauschen. Da dieser aber jobtechnisch in die Industrie gewechselt hat, also garnicht mehr bei einem Installateur arbeitet gibt es halt keinen „Unterzeichner“ obwohl die Anlage technisch völlig korrekt durch einen Fachmann eingerichtet werden würde.

    Der nette Herr an Telefon „druckste“ zwar ein wenig rum, blieb aber dabei, dass da eine entsprechende Unterschrift d’rauf gehört....


    Und jetzt? Mind. weitere 150€ ausgeben für so eine kleine Anlage, damit jemand offizielles kommt? Unterschreibt der das denn überhaupt? Schließlich ist die gesamte Elektroinstallation im Gartenhaus auf die die Anlage soll ja nicht von ihm erstellt worden (klar, könnte er das dann auch alles noch prüfen, Installation ist ja bis auf das Erdkabel „Aufputz“).


    Gibt es hier jemanden der so eine Zeile auf so einem Antrag einfach mal leer gelassen hat? Ich bin an echten Erfahrungen interessiert.


    Ansonsten ist für mich eine SelfPV Anlage wohl gestorben, weil unrentabel...


    VG, Frank


    PS: Ein Zähler mit Rücklaufsperre ist ja bereits installiert.

  • Interessant wäre für mich auch eine Anlage <=600 kWp.

    Hallo Samotron,

    da hast du einen beliebten Tippfehler, du wills vermutlich <= 600Wp bzw. 600VA bauen. ;)


    Es ist immer wieder das Streitthema mit dem lizenziertem Elektriker auch für Balkonanlagen.

    Ich würde den Elektriker unterschreiben lassen und in seinem Kasten nicht zutreffendes streichen.

    Der lizenzierte Elektriker ist lt. der aktuell gültigen VDE für die Balkonanlagen in D nicht notwendig wenn ich mich richtig erinnere.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp