Meldung beim Netzbetreiber entsprechend DGS / Inbetriebsetzungsprotokoll E.8

  • Hallo zusammen,


    ich möchte für die Meldung einer Mini-PV-Anlage (SAmax <= 600VA) entsprechend der von der DGS beschriebenen Meldung vorgehen.

    Zitat

    Das Zertifikat für den NA-Schutz E.6 und das Inbetriebsetzungsprotokoll E.8 nach VDEAR-N 4105:2018-11 ist beigelegt. (Schädliche Rückwirkungen in das Elektrizitätsversorgungsnetz entsprechend§ 19 Abs. 3 NAV sind demzufolge ausgeschlossen.)


    Das Musterschreiben der DGS habe ich bereits ausgefüllt und auch das Zertifikat für den NA-Schutz E.6 liegt mir vom Hersteller des Wechselrichters (Envertech EVT560) vor.


    Laut DGS soll nun weiterhin das Inbetriebsetzungsprotokoll E.8 beigefügt werden. Leider ist dieses für mich trotz elektrotechnischem Ausbildungshintergrund nur schwer auszufüllen :/


    Kann jemand ein Muster davon bereitstellen?

  • Mach dir nichts draus, das können die meisten Installateure auch nicht.


    Wenn du bis Montag warten kannst, kann ich dir ne Anleitung eines Versorgers zum ausfüllen des Protokolls schicken.


    Fördert dein Versorger keine Fertigstellunganzeige/Fertigmeldung eines eingetragenen Installateurs?

  • Das schreibt die DGS so... Der Netzbetreiber bietet leider keine Anmeldung nach einem vereinfachen Verfahren.



    Mach dir nichts draus, das können die meisten Installateure auch nicht.


    Wenn du bis Montag warten kannst, kann ich dir ne Anleitung eines Versorgers zum ausfüllen des Protokolls schicken.


    Fördert dein Versorger keine Fertigstellunganzeige/Fertigmeldung eines eingetragenen Installateurs?

    Das wäre klasse. Der Netzbetreiber fördert das leider nicht. Eher das Gegenteil, hat einen Haufen Formulare geschickt und an einen eingetragen Handwerker verwiesen. Die Mini-Anlage wird von diesem betrachtet wie eine große Anlage mit EEG-Einspeisung.

  • Hallo,

    meinte fordern anstatt fördern.


    Habe gerade noch mit nem Ex Arbeitskollegen gesprochen, der hat letzte Woche ne "plug in" in Betrieb genommen.

    Der Kunde brauchte keine Fertigmeldung, nur das E8. Protokoll.


    Versuche die Ausfüllhilfe Montag zu bekommen, ich arbeite nicht mehr bei dem Netzbetreiber.

  • Ja und nein,


    Mein ex Kollege hat die Vorlage leider nicht mehr da.


    Er hat die Mini PV mit ausgefüllter E.1 und teilausgefüllter E.8 in Betrieb genommen.


    Bei den Mini PV entfällt ja auch einiges.

    Ich würde zur Inbetriebnahme das E8 bereithalten und den Monteur des Versorgers fragen, welche Punkte er darauf benötigt.

    Das will jeder Netzbetreiber anders haben.

    Als ich noch Monteur war, habe ich viele PV Anlagen ans Netz genommen und wusste auch welche Punkte erforderlich sind und welche nicht.


    Am besten auch die Zertifikate des WR und Module als Kopie bereithalten und ggf. noch einmal mitgeben.

  • Der Netzbetreiber fördert das leider nicht. Eher das Gegenteil, hat einen Haufen Formulare geschickt und an einen eingetragen Handwerker verwiesen.


    Die Bürokratie hatte einst die Aufgabe Willkür zu verhindern und wird heute leider oft eigenständig für willkürliches Handeln missbraucht. In Deinem Fall versucht ein Netzbetreiber Dir Deine PV-Anlage madig zu machen.


    Ich persönlich gehe bei solchen Formularen immer nach dem Schema vor, dass ich denjenigen, die mir Arbeit machen, umgekehrt mindestens genauso oder noch mehr Arbeit aufhalse. Daher würde ich den Namen eintragen und die Angaben, bei denen man nichts falsch machen kann und zum Schluss würde ich das ganze einfach zwei Mal unterschreiben (Anlagenbetreiber / Anlagenerrichter). Vorsorglich würde ich dann noch von allen Modulen, Wechselrichtern & Co. sämtliche Gebrauchsanleitungen und Datenblätter kopieren und vielleicht sogar noch von jedem Stecker oder verbauten Kabel eine Quittung anhängen. Auf dem Formular würde ich dann noch frech den Hinweis anbringen: "Nähere Angaben siehe beiliegende Unterlagen". Das ganze kann man dann in einen Maxibrief (bis ein KG) stecken und an den Netzbetreiber schicken. Wenn Rückfragen kommen einfach immer wieder auf die beiliegenden Unterlagen verweisen oder im Zweifel den Netzbetreiber auffordern genau mitzuteilen, welche einzelnen Angabe er jetzt nicht aus den beigefügten Unterlagen entnehmen konnte.


    Die Verwaltung ist für uns da und nicht wir für die Verwaltung. Das gleicht gilt für das Marktstammdatenregister, welches den Bürger durch die dreiste Lüge, man könne die Daten nicht aus anderen Datenbanken übernehmen, eine blödsinnige Eselei aufbürdet. Denn man könnte, wenn man die Einwilligungen dazu einholen würde, was einfacher wäre, als die Bürger zu stupiden Tippsen der Bürokratie zu machen. Und hier sind wir dann bei der Willkür, gegen die wir uns als mündige Bürger überall wehren sollten, wo wir auf diese treffen. So jedenfalls meine persönliche Meinung.

  • @Frezer86:

    Hast Du das Inbetriebssetzungsprotokoll E.8 für Envertech EVT560 in der Zwischenzeit ausgefüllt und erfolgreich die Anlage im Betrieb? Stehe gerade genau vor dem gleich Problem mit Netzbetreiber EDIS und EVT560.

  • Hallo Freezer86,


    das Formular versuche ich auch gerade auszufüllen. Wo hast Du denn das Zertifikat für den NA-Schutz her? Ich suche schon lange danach für einen EVT300.