Fragen zur Elektroinstallation von Fronius Wechselrichter mit Ohmpilot

  • Hallo zusammen

    Ich bin daran mir eine Fronius Solaranlage mit 13.2kwp zuzulegen. Zusätzlich möchte ich mit dem Fronius Ohmpilot den Überschuss im Boiler "verheizen". Diesbezüglich habe ich aber noch ein paar Fragen. Ich bin ursprünglich gelernter Elektriker. Die Installation nehme ich allerdings nicht selber vor (zumindest nicht primär), ich möchte nur einfach gerne die genauen Vorschriften kennen da meine "Aktivzeit" lange vor der Photovoltaik-Ära war.


    Aktuell habe ich zwei Zähler. Einer für das Wohnhaus und ein Zweiter nur für die Wärmepumpe.

    - Macht es Sinn den zweiten Zähler aufzuheben und alles auf einem Zähler laufen zu lassen auf welchem auch die Solaranlage angeschlossen ist ?


    Aktuell erwärmt primär die Wärmepumpe das Warmwasser. Reicht das nicht (tiefer Winter) oder einmal in der Woche wird elektrisch auf 60° geheizt. Gesteuert wird dies von der Wärmepumpe aus. Neu soll der Fronius Ohmpilot den Überschuss im Boiler verheizen. Ebenfalls kann der Ohmpilot den Legionellenschutz sicherstellen.

    - Darf ich dazu die bestehende Verkabelung (Tag-/Nachtschaltung des Netzbetreibers sowie Sperre/Freigabe des Boilers via Wärmepumpe) komplett entfernen und das Warmwassermanagement komplett dem Ohmpilot überlassen ? Bitte beachten, meine Anfrage bezieht sich auf die Schweiz mit Netzbetreiber BKW. Oder gibt es gewisse Werksvorschriften welche besagen, dass der Boiler auch via Netz geladen werden muss ?

    - Gemäss Fronius muss der Ohmpilot über einen FI-Schutz verfügen. Ich verstehe nur nicht wieso. Der derzeitige Boiler ist ja fest angeschlossen und hat auch keinen FI. Meine Idee wäre nun einfach den Ohmpiloten dazwischenzuschalten ohne einen extra FI einbauen zu müssen. Meinem Verständnis nach müssen fest angeschlossene Verbraucher nicht zwingend einen FI-Schutz haben. Oder hat das inzwischen geändert ?


    Als Wechselrichter soll ein Fronius Symo 10.0-3 verbaut werden.

    - Wie wird der genau ans Netz angeschlossen ? Muss dazu eine drei-polige 13A Sicherung (wenn eine Phase auslöst werden die anderen Phasen auch ausgeschaltet) verwendet werden oder gar eine vierpolige (mit Neutralleitertrenner) oder können die einzelnen Phasen auch einzeln je mit einem Leitungsschutzschalter abgesichert werden ? Hintergrund ist der, ich hätte noch eine Drehstrom 13A Reservesicherungsgruppe. Dort hat aber jede Phase einen eigenen Leitungsschutzschalter. Benötigt der Wechselrichter auch einen FI-Schutz ? Wenn ja, reicht ein "normaler" FI mit 30mA Auslösestrom oder muss dazu einen FI Typ "B" verbaut werden ?


    Ebenfalls wird ein Fronius SmartMeter 63A verbaut.

    - Spielt es eine Rolle, ob der SmartMeter eingeschlauft wird oder können diesbezüglich auch Stromwandler eingesetzt werden ?


    Besten Dnak für eure Antworten.


    Freundlicher Gruss

    Letraz

  • Hallo


    2 Zähler: Musst Du durchrechenn mit Deinen Tarifen, Lohnt sich meist, aber vorher mit Netzbertreiber absprechen, ob erlaubt, Vor- und Nachteile.


    Ohmpilot ohne EW Steuerung: Absprache mit dem EW. Bei uns können wir es so umsetzen, Teilweise braut es noch eine Sperrung, je mach EW verschieden.


    FI Ohmpilot: FI Bau ich auch nicht ein, macht keinen Sinn. Da das Ding PWM macht, müsst es auch ein Typ B sein?? Habe mich ehrlich nicht damit beschäftigt, owohl schon ca 15 Stück Ohmpiloten verbaut.


    Automaten WR: Ich denke da passiert nix, wenn man die LS nicht zusammen ausschaltet.

    FI WR: Braucht es nicht. Wenn ja, 100mA Typ A. Typ B ist nicht nötig, gibt ein Whitepaper.


    Smartmeter: Es gibt beide Ausführungen, ist aber dann andere HW. Wandler sind separat zu beziehen, Spannungssicherung auch nötig. Einfacher also Einschlaufen.

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)