Akku geht nach 3 Jahren tatsaechlich kaputt

  • Leute, danke für die Ratschläge bzgl. Einspeisen, aber das ist doch bei einem Inselsystem mit 200Wp nicht sinnvoll. War auch nicht mein Thema. Trotzdem darf ich doch ein wenig auf Kosten achten...


    Und Halbwissen verbessert man am besten durch lernen! Wie denn auch sonst? Deshalb stelle ich doch hier mal den Stand meiner Anlage vor, und ja gerne, ich bin froh über jede Idee, die ich bekomme. Dafür ist das Forum hier doch klasse.

  • OPZS sind toll, aber im Vergleich zu PZS oft überteuert. Staplerakkus sind quasi Massenware und kosten weit weniger. Meine 24V/250Ah lagen vor 7 Jahren bei gerade mal 900,-€ inklusive Lieferung (ist was Wert bei >200kg). Viel kleiner gibt es die aber nicht. Die Laufen bei mir mit anfangs 30% Entladung am Tag seit fast 7Jahren.

    Die 48V/250Ah Pylon kosten freilich 4400,-€ ersetzen aber bei vergleichbarer Lebensdauer problemlos 48V/750Ah Blei. So betrachtet ist das gar nicht mehr teuer. So sah es aber auch schon vor 7 Jahren aus und wir waren uns so sicher, dass LiFeYPo4 oder ähnliches 2020 deutlich billiger werden würde.


    Würde ich heute mit wenig WP und Akku gelegentlich viel Leistung ziehen wollen, würde ich auf LiFeYPo4 setzen. Kaum Pflege, weniger Temperaturabhängig und extrem belastbar im Vergleich zu Blei. LiFeYPo4 erlaubt ohne Probleme 1C, während Blei schon bei C3 stark einbricht und vernünftige Dauerleistung nur bei C5 oder gar C10 drin sind.


    Wenn man nur wenige Zyklen braucht, so einmal die Woche oder so (Wochenendhaus etc), dann tun es auch einfache Traktionbatterien. So etwas wie 12V Trojan. Die sind wenigstens Belastbar. Was da als Solarbatterie verkauft wird, mit schön gerechneten Kapazitäten (bei C100 oder so... lol) würd ich nicht benutzen wollen.

    Halbinsel 3,44KWp, 48V/250Ah Staplerakku, TriStar MPPT60, 2 Studer XTM 2600-48
    TriStar TS60 mit 3KW Heizstab als Dump für den Überschuss

  • Meine 24V/250Ah lagen vor 7 Jahren bei gerade mal 900,-€ inklusive Lieferung (ist was Wert bei >200kg). Viel kleiner gibt es die aber nicht. Die Laufen bei mir mit anfangs 30% Entladung am Tag seit fast 7Jahren.

    Die 48V/250Ah Pylon kosten freilich 4400,-€ ersetzen aber bei vergleichbarer Lebensdauer problemlos 48V/750Ah Blei. So betrachtet ist das gar nicht mehr teuer. So sah es aber auch schon vor 7 Jahren aus und wir waren uns so sicher, dass LiFeYPo4 oder ähnliches 2020 deutlich billiger werden würde.


    Wenn man nur wenige Zyklen braucht, so einmal die Woche oder so (Wochenendhaus etc), dann tun es auch einfache Traktionbatterien. So etwas wie 12V Trojan. Die sind wenigstens Belastbar. Was da als Solarbatterie verkauft wird, mit schön gerechneten Kapazitäten (bei C100 oder so... lol) würd ich nicht benutzen wollen.

    Die PzS gibt es ab 24V/100Ah C5 von der "Stange". Gelistet bei ATN mit 352,-

    Die Abstufungen sind 20Ah. D.h. 100Ah/120Ah/140Ah usw.

    Der 24V/250Ah Block ist mit 581,-€ gelistet.

    Zur kal.Lebensdauer bin ich auch mal gespannt. Eine PzS hat eine kal. Lebensdauer von 12 Jahren. (80% Restkappa)

    Daher macht es auch Sinn, die bei täglichem Zyklen nur zu 30%-40% zu belasten.

    Sind dann immerhin 3000Zyklen bei 250Zyklen/Jahr im PV-Betrieb. Da passt dann 30% Entnahme besser

    dazu wie z.b. 50%. Angabe der Hersteller sind 2400 -2500 50% Zyklen mindestens.

    Restkappazität wie gesagt 80%.


    Mein Traktionsakku im Leaf hat bei durchgehender Zellentemperatur von 6°C eine kal. Lebensdauer von 15 Jahren

    (66% Restkappa)

    Ich erwarte bei mir eine kal. Lebensdauer von 9-10 Jahren bis zum erreichen der kal. Lebensdauerende. (66% Restkappa)

    Das bedeutet einen Betrieb des Akkus bei durchgehend 16°C Zellentemperatur.

    Daher kann hier eine Flüssigkeitskühlung von der Lebensdauer her keine nennenswerte Verbesserung bewirken.

    Die würde den Akku nur unnötig verteuern. (Meine Meinung)

    Alle Hersteller die ich angefragt habe, gehen im übrigen von einer Lebensdauer ihrer Traktionsakkus von

    10-12 Jahren im Auto aus. Das erscheint mir auch realistisch.


    Natürlich kann der Akku dann weiter betrieben werden. Es könnte aber zu Dendritenbildung bei

    plötzlichen Kurzschlüssen in den Zellen kommen. Nicht umsonst hat z.b. Tesla eine "Schmelzsicherung"

    in ihren Akkus bei jeder Zelle angeschweißt. (Ist ein dünner Draht, der bei Kurzschluss wegschmilzt - haben da

    sogar ein Patent drauf.)


    VG Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 5J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >1.5 Jahr alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly, Akku 7 Jahre alt

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher - Akku 13 Jahre alt

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe - Akku 6 Jahre alt

  • Schau mal nach, bei allen großen Blei Akkus kommt zum Preis normal noch der MTZ drauf. 581,- für 24V/250Ah wäre günstig.


    Übrigens hält dich keiner davon ab, aus 24V/250Ah eben 12V/500Ah zu machen. Oder eben nur 6 2V Blöcke zu kaufen. Die haben allerding dünne Wandungen und brauchen ein zusätzliches Gehäuse oder Stützgerüst.


    Meine hatten zu beginn jeden Tag einen 30% Zyklus, jetzt liegt es eher bei 40%. Im Winter oder bei schlecht Wetter geh ich auch mal auf 70% DOD. inzwischen haben meine Zellen auch rund 2400 Tage Betrieb hinter sich gebracht. Eine Zelle ist nicht mehr so gut, weil der Nachfüllstöpsel auf voll geklemmt hat und die Zelle irgendwann zu leer war. Ist denn aufgefallen, weil die Spannung weg gebrochen ist. Hat sich davon nicht mehr so ganz erholt.

    Halbinsel 3,44KWp, 48V/250Ah Staplerakku, TriStar MPPT60, 2 Studer XTM 2600-48
    TriStar TS60 mit 3KW Heizstab als Dump für den Überschuss