Erfahrungen mit Discovergy / ComMetering?

  • Hallo Zusammen,


    ich versuche mich gerade im Bereich PV-Anlagen schlau zu machen und bin auf das Thema Messstellenbetrieb gestoßen.


    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird aufgrund gesetzlicher Regelungen die Ausstattung mit einem intelligenten Messsystem für mich Pflicht, und zwar schon alleine aufgrund meines hohen Stromverbrauches (aktuell über 6.000kWh p.a.). Wenn ich das richtig gelesen habe, dann ist das vermutlich irgendwann Anfang 2020 soweit, wenn das BSI drei Systeme verschiedener Anbieter zertifiziert haben wird.


    Irgendwann in der nächsten Zeit plane ich eine PV-Anlage aufzubauen (ca. 8kWp).


    Einen Vertrag mit einem Messstellenbetreiber würde ich aber evtl. vorziehen, falls sich die PV-Anlage verzögert. Das holt mich wegen meines Stromverbrauchs ja ohnehin ein.


    Wie sind denn hier grundsätzlich die Erfahrungen mit dem Angebot von Discovergy / ComMetering? (Gibt es überhaupt andere Alternativen?)


    Wie hoch ist der Communityrabatt bei ComMetering derzeit? Ist die Zahl der Vertragspartner dort transparent?


    Weiß zufällig jemand, ob es bei ComMetering ein Hindernis ist, wenn man noch keine PV-Anlage hat? Gibt es irgendwelche Einschränkungen des Leistungsangebots bei ComMetering gegenüber Discovergy?


    Danke und viele Grüße


    -flo-

  • Wir sind mit unserer Volleinspeise Anlage von 2011 vor einem guten Jahr zu commetering gewechselt. Community Rabatt haben wir 2,50 brutto bekommen, also 57,50 € pro Jahr statt 60 €.

    Ich glaube nicht, dass es ein Hindernis ist, wenn man noch keine PV hat.

    Von Einschränkungen gegenüber Discovergy ist mir nichts bekannt.

    Wir sind sehr zufrieden.

  • Wie hoch ist der Communityrabatt bei ComMetering derzeit? Ist die Zahl der Vertragspartner dort transparent?

    Aktuelle sind 172 Zähler in unserem Community-Kraftwerk abgebildet (Stand Juni 2019). Das sind 2,5% Rabatt.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • "Volleinspeise Anlage von 2011"

    Warum keine Überschusseinspeisung?

  • Beobachte ob ein geringfügiger Bezug anfällt.

    Hat ComMetering dafür eine Lösung? ZB 1RZ oder einen Anlagentarif?

  • Hallo Zusammen,


    ich schließe nochmal Fragen an. Auf der Website commetering.de steht:


    MACHT ES SINN, SCHON HEUTE ZU WECHSELN?


    Wer jetzt seinen Messstellenbetreiber wechselt, hat dann 8 Jahre Ruhe und kann während dieser 8 Jahre nicht durch den grundzuständigen Messstellenbetreiber „ausgerollt“ werden. Sobald §30 MsbG erfüllt ist, verlangt der Gesetzgeber, dass wir 15-Minuten Werte per UMTS oder Powerline übermitteln. [...] Diese Datenübermittlung können wir jetzt über das Hausinternet machen und brauchen keine UMTS oder Powerline-Verbindung. Durch UMTS oder Powerline entstehen zusätzliche Kosten und mit offiziellem Start des Rollouts werden die Preise folglich für dann neu installierte Messtechnik steigen. Messtechnik die bereits installiert wurde, ist davon nicht betroffen und kann zu den festgelegten Konditionen genutzt werden. [...] Wir hoffen natürlich, dass wir auch zukünftig einen Preis unterhalb der Preisobergrenzen anbieten können, aber unsere Kosten werden in jedem Fall steigen und der Vorteil gegenüber der Preisobergrenze wird kleiner werden. Jetzt zu wechseln, bedeutet also in den meisten Fällen einen finanziellen Vorteil.


    Quelle: https://www.commetering.de/produkte/messstellenbetrieb/


    Das verstehe ich überhaupt nicht.


    • Wenn UMTS oder Powerline vorgeschrieben sind (wo ist das genau geregelt?), warum ist dann eine Übermittlung per Internet überhaupt möglich / zulässig?
    • Was hat es mit den 8 Jahren auf sich? Ist das eine Karenzzeit für nicht dem Gesetz entsprechende (z.B. weil nicht Powerline oder UMTS genutzt wird) intelligente Messsysteme?
    • Wenn es ausschließlich um darum geht möglichst preisgünstig eine Verpflichtung zu erfüllen wäre es doch sinnvoll zu warten, bis die Pflicht ein intelligentes Messsystem zu betreiben überhaupt erst entsteht, also der Rollout startet und erst dann einen Vertrag mit Commetering oder Discovergy abzuschließen. Oder geht das dann nicht mehr und ggf. warum?
    • Warum sollte ein Wechsel jetzt einen Preisvorteil bringen?
    • Warum sollten die "Kosten in jedem Fall steigen"? Wenn das Angebot vom ComMetering grundsätzlich funktioniert, dann sollte das doch nur passieren, wenn Discovergy seine Kosten erhöht, oder?

    Verweise auf Gesetzestexte / -stellen wären höchst willkommen, falls sich jemand soweit auskennen sollte. Danke schonmal!


    -flo-

  • Nach dem Rollout darf Commetering deine Internetverbindung nicht mehr mitnutzen, dann müssen sie auch Powerline oder UMTS nutzen und haben dadurch höhere Kosten und werden diese auch weitergeben.

    Bestehende Lösungen haben 8 Jahre Bestandsschutz, werden dann aber nicht mehr neu eingebaut.


    Das müsste alles im MsbG stehen.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Das MsbG schreibt keine Technik für die Datenübertragung vor. Den Internetanschluß des Kunden wird man aber nicht zertifiziert bekommen, der geht also schon mal nicht mehr. Egal was man sonst macht, kostenlos bekommt man (weder Commetering noch sonst wer) das nicht.

    Genau, die 8 Jahre sind die Überggnagsfrist.

    Imo alle gMSB haben die POG in ihren Preislisten stehen, jetzt schon wechseln ist in der Tat sowas wie eine Wette darauf, wann der gMSB mit dem Umbau kommt und ab dann die POG verlangt.


    edit: zu langsam