Strom wieder teurer?

  • Bleib mir bloĂź von der Mehrwertsteuer weg. Die steuert die Inlandsnachfrage. Und genau die ist zu gering fĂĽr den wirtschaftlichen Output der BRD. Die gehört gesenkt, nicht erhöht.

    Das Geld fehlende Geld kann ganz normal aus dem Bundeshaushalt kommen. Da ist Luft nach oben. Schwarze Nullen gehören eh geschlachtet. Aber das ist eine gänzlich eigene Diskussion.

    14+13 Module OSO+22 Module WNW Heckert NeMo Black 310 Wp

    Kostal Piko 15 70% hart

  • ...Schwarze Nullen gehören eh geschlachtet. Aber das ist eine gänzlich eigene Diskussion.

    Klar. Wir hinterlassen den zukĂĽnftigen Generationen nicht nur einen kaputten Planeten, sondern auch noch die Schulden fĂĽr unseren Wohlstand auf Pump.

  • Wenn die EEG-Umlage abgeschafft wird, wird dann auch die EEG-VergĂĽtung (rĂĽckwirkend) abgeschafft, oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Nein, viele (Unions-)Politiker, aber auch andere Akteure, befürworten derzeit ein Modell, bei dem viele Energiesteuern erhöht werden (vor allem auf Benzin, Diesel, Erdgas, Heizöl) und dafür im Gegenzug die Stromsteuer reduziert wird und/oder die EEG-Umlage (zumindest zum Teil) aus Steuermitteln finanziert wird.


    Das wird aber alles nur hinter vorgehaltener Hand besprochen. Offiziell ist da noch nichts, man will da scheinbar die Landtagswahlen abwarten. Das Klimakabinett will seine endgĂĽltige entscheidung ja am 20. September bekannt geben, ein paar Tage nach den Landtagswahlen, ist bestimmt reiner Zufall....

  • ein Modell, bei dem viele Energiesteuern erhöht werden (vor allem auf Benzin, Diesel, Erdgas, Heizöl)

    Und wo kommt das Geld her, wenn keine fossilen Energieträger mehr gekauft werden, was ja Ziel der Energiewende ist? :/


    Die EEG-Umlage wird ja auch abnehmen. Wenn wir z.B. 2025 aufhören neue Anlagen zu vergüten, gäbe es spätestens 2045 keine EEG-Umlage mehr. Theoretisch könnte man die Förderung schon heute einstellen, wenn es einen vernünftigen CO2 Preis geben würde (50€+)

  • wenn keine fossilen Energieträger mehr gekauft werden

    Moinsen,


    ich verstehe das so, dass jedes StĂĽck Geld, was nicht mehr fĂĽr den Einkauf von Fossilen ins Ausland abfliesst, hier im Land bleibt. Und eigentlich fast egal, welchen Weg es hier im Land nimmt, ist besser als es blind nach aussen zu ĂĽberweisen.


    Ich bin durch mein vieles Autofahren bestimmt in den "Top 100" in D, gemessen an direkt persönlich zuordnbaren Mineralölsteuern. Prinzipiell erscheint das logisch, wer kein oder kaum Treibstoff verbraucht, hat eine deutlich geringere absolute Steuerlast als ich. Doch den echten Materialpreis am Liter Diesel derzeit, den würde ich gerne z.Bsp. Stromlieferanten oder Produzenten aus D aus EE zukommen lassen. Wenn ich ne Sekunde drauf rumdenke, würd ich auch10 oder 20% mehr zahlen als heute. Solche Preise hatten wir ja schon. Und ja, jeder hat eine Schmerzgrenze. Aber die war bei den wenigsten bisher erreicht. Auch habe schon 1,5€ fürn Liter Diesel bezahlt. Könnt sogar noch mher gewesen sein zu Spitzenzeiten, dann habe ich das zum Glück schon vergessen ;-)


    Der Energiebedarf ist ja weiterhin da und muss anderweitig gedeckt oder eben eingespart werden. Nur die meissten Bürger würden von sich behaupten, nicht zu der Sparergruppe gehören zu müssen.


    Was die GeldflĂĽsse angeht fĂĽr EnergieflĂĽsse - da wird sich einiges tun. Ich finde es nur schade des es in der heutigen Politik mehr um Parteinamen als um die Sachen geht. Ich glaube fest, dass _darin_ die Wirkliche Quelle des politischen Unmutes steckt.


    Ich wünsche mir Politiker die sich Abends ins Fernsehen stellen und erklären, was sie da tun und vorhaben (und manchmal auch taten...) Auch oder erst recht unpopuläre Entscheidungen, die nicht auf kurzfristigen Erfolg aus sind, sondern weiter gedacht sind und dadurch viel mehr Menschen geholfen wird. Direkt und indirekt.


    GruĂź, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    Tel.: +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg


    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung, Anlagenplanung und -Neubau

  • Wenn man jedes Jahr den Stromanbieter wechselt, hat man nicht den Eindruck, dass die Preise teurer werden. Neukundenbonus/Vertragsabschlussbonus halten den Jahrespreis stehts "gĂĽnstig".


    Aber natĂĽrlich will sich nicht jeder pro Jahr ein paar Minuten Zeit nehmen^^


    Viele sind sogar bei den Grundversorgern in besonders teuren Vertägen, Kopfschüttel

  • Wenn man jedes Jahr den Stromanbieter wechselt, hat man nicht den Eindruck, dass die Preise teurer werden. Neukundenbonus/Vertragsabschlussbonus halten den Jahrespreis stehts "gĂĽnstig".


    Aber natĂĽrlich will sich nicht jeder pro Jahr ein paar Minuten Zeit nehmen^^


    Viele sind sogar bei den Grundversorgern in besonders teuren Vertägen, Kopfschüttel

    Als Biobauer kaufe ich nie beim Discounter, weil ich nicht möchte, daß mit meinem Geld ein System sich weiter ausbreitet, welches Bauern nötigt zu Dumpingpreisen zu liefern.


    Seit 20 Jahren bin ich Stromkunde der EWS Schönau, der Genossenschaft aus dem Schwarzwald. Ich halte nichts von dauerndem Stromwechsel, meist zu irgendwelchen Ablegern der grossen Stromkonzerne. Denn auch dort wird mit meinem Geld nur Unsinn gemacht, z.B. Boni für Vorstände gezahlt.


    Die EWS machen es mir einfach: es ist der beste Ökostrom (=höchster Anteil Strom aus neuen EEG Anlagen) und eben auch ein (bundesweit) günstiger. Weil ich weiss, daß dort mit meinem Geld z.B. PV Anlagen zusätzlich gefördert werden, zahle ich gerne mal in einem Jahr einen Cent mehr. Meist ist es eher weniger, ich erspar mir das "geiz-ist-geil" Wechselgedöns.

  • "geiz-ist-geil" Wechselgedöns.

    Auch Verbraucherzentralen raten zum Lieferantenwechsel...


    Je nach aktuellem Strombedarf und Tarif kann es um 100, 200 Euro oder mehr gehen, fĂĽr 5 Minuten Arbeit. Klar, wegen ein paar Cent wechselt niemand. Aber nachschauen kostet nichts und man weiĂź was Sache ist.


    Früher waren die Preisunterschiede noch wesentlich höher, als jeder noch bei seinem Grundversorger im schlechtesten Tarif war, als man noch glaubte, man wird nach seinen Bedürfnissen beraten. Jetzt ist es durch die Dauerwechsler schon um einiges besser geworden. Die Spanne zwischen teuerstem und günstigsten Anbieter hat sich schon deutlich verkleinert.


    PS Auch hier ist der Preisvergleich der wichtigste Punkt in der Anlagenplanung :D:D:D

  • Aber natĂĽrlich will sich nicht jeder pro Jahr ein paar Minuten Zeit nehmen^^

    Du mußt das Risiko mit einbeziehen, nach einem Jahr ggf. stundenlang deinen Prämien hinterher rennen zu dürfen, sowie eine eventuelle Pleite mit Verlust der bereits im Voraus geleisteten Abschläge und den Zeitaufwand dazu.


    FĂĽr die wenigen kWh, die ich pro Jahr noch beziehe, ist da eher die GrundgebĂĽhr ausschlaggebend als ein vielleicht 2ct billigerer Arbeitspreis.


    So wirklich seriöse Anbieter mit langjähriger Marktexistenz, die noch nicht großartig negativ aufgefallen sind, sind praktisch nicht günstiger als der lokale Anbeiter mit seinen Haus- und Privattarifen (nicht Grundversorgertarif, das ist klar, daß man da nicht drinbleiben sollte).