"Spass" mit der OVAG oder der Versuch einer Anmeldung einer Stecker PV

  • Moin zusammen,


    ich möchte hier meine Erfahrungen mit der OVAG Netz im Zuge einer Anmeldung einer Stecke PV mitteilen.


    Anlage:

    - 2x 310W Panele

    - 1x EVT560

    - Wieland Energieeinspeisedose schon vorhanden (separate Absicherung, keine weiteren Verbraucher auf diesem Stromkreis)

    - Ferraris Zähler


    Ouvertüre

    Im Vorfeld hatte ich auf der Homepage der OVAG- Netz (https://www.ovag-netz.de/netzk…inspeisung/anmeldung.html) einige Informationen zum Anmeldeprozess gefunden.

    Was mich verwunderte war, dass ich für alles einen Elektriker benötigen würde. Was ja dem Gedankenken einer Stecker PV <600W widersprechen würde.

    Ich rief daraufhin die OVAG an und schilderte mein Vorhaben und dass ich quasi nur einen neuen Zähler benötigen würde, da die Energiesteckdose ja schon vorhanden sei. Es zeigte sich, dass sie wohl keinen Millimeter von Ihren Vorschriften abweichen würden und bestanden schon im Gespräch darauf, dass alles ein Elektriker machen müsse. Der Zähleraustausch (eigentlich ging es mir ja nur darum) dürfe/könne nur durch eine Elektriker beantragt werden und auch die gesamte Anlage müsse dann nochmals überprüft werden. Aber ich solle mein Anliegen auch nochmal per E-Mail vorbringen.
    Im Ergebnis bekam ich eine Kopie von der Homage der OVAG mit den Anforderungen - also nur mit Elektriker.

    Der Zählertausch an sich währe bei der OVAG kostenlos gewesen, so ich denn einen Elektriker gefunden hätte, der mir nur den Papierkram gemacht hätte. Aber da ich manchmal ein sturer Hund bin und es mir dann auch ums Prinzip ging, habe ich einen ZWR bei einem anderen Messstellenbetreiber beantragt. Der Wechsel kostet nun halt knapp 100Euro. Aber wie gesagt, da geht es mir ums Prinzip....


    1. Akt

    Nachdem ich die Anlage installiert habe, habe ich das Anmeldeformular der OVAg ausgefüllt, Lageplan gezeichnet, EEG Verzicht- und Konformitätserklärungen beigelegt. Die ebenfalls geforderten Prüfberichte zu den Konformitätserklärungen hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Den Teil mit "Anlagenerrichter" habe ich mit dem Hinweis auf die Vorschrift und bereits vorhandene Energiesteckdose nicht ausgefüllt.


    2. Akt

    Vor ein paar Tagen kam dann ein Schreiben von der OVAG. Wie erwartet, bestehen sie auf einen Elektriker.
    Zitat aus dem Schreiben:

    "... Der Anschluss kann jedoch nur gefahrlos und rechtmäßig unter folgenden Bedingungen erfolgen:

    • Der Anschluss erfolgt durch einen eingetragenen Elektroinstallatuer unter Beachtung aller einschlägigen Normen insbesondere der DIN VDE V 0100-551-1
    • Tausch des Zählers gegen einen Zweirichtungszähler (Inbetriebsetzungsauftrag durch einen eingetragenen Elektroinstallatuer)..." - Hervorhebung im Original

    Aha, "rechtmäßig", so so.... Also rief ich die Sachbearbeiterin an und schilderte erneut den Sachverhalt. Dass ich alle Verschriften bereits erfülle und der Zähler im Rahmen eines Messstellenbetreiberwechsels ausgetauscht würde. Und plötzlich waren die "rechtmäßigen Bedingungen" die Bedingungen der OVAG. Was aber nichts daran änderte, dass sie auf einen Elektriker bestand, da sie das nun mal nicht ändern könne.

    Also habe ich nochmals alles schriftlich festgehalten und entsprechend per Brief geantwortet - mal schauen, was der 3. Akt dann bringt.



    to be continued....

  • K.Analisation erst mal vielen Dank das Du uns auf dem laufenden hältst. Ich wohne auch im ovag Gebiet und warte immer noch auf eine vereinfachte Anmeldung bis 600W. Das wird aber wahrscheinlich lange dauern, mal sehen.

    Hast Du eigentlich eine Plug-In Anlage bis max 799W gemeldet wie es im Ovag Formular steht? Die Prüfberichte hast Du nachträglich zugesandt oder hat der Sachbearbeiter sie nicht benötigt?

  • Marc1978 das hat mit Mut nichts zu tun. Ich war einfach nur angepisst ob dieser Sturheit. Und da habe ich halt selbst auf stur geschaltet. Vermutlich hätte der Elektriker sonst die 100Euro bekommen.


    lappks nein, meine Anlage hat nur max. 560W. Sonst würden mir wohl auch die Argumente, es ohne Elektriker durchzuziehen fehlen. Die Prüfberichte habe ich noch nicht nachgereicht. Ob sie noch nachgefordert werden, weiß ich nicht.

    Wenn Du einen Elektriker hinzuziehst sehe ich eigentlich keine Probleme. Ich wollte und will das nicht, da ich die Bedingungen so schon erfülle. Es ging mir nur um den Zählerwechsel.


    Das ganz ist ja schon Interessant. Bis Anfang Juli hatte ich mich mit dem Thema PV noch überhaupt nicht beschäftigt. Erst durch einen Newsletter von Finanztipp und einem Artikel im Spiegel bin ich darauf aufmerksam geworden und dann halt gleich zur Tat geschritten :-) Nicht lange Fackeln - machen!

    Die Masse an (unnützen) Unterlagen, die da angefordert werden verwundert mich schon. Als wollte ich ein Atomkraftwerk betreiben wollen. Warum zum Henker braucht man einen Lageplan, in welchem eingezeichnet ist, wo die PV Module installiert sind - egal ob große oder kleine Anlage?


    Mal schauen, wie es weitergeht. Lese hier im Forum fleißig mit und habe schon Munition für die nächste Runde gesammelt. Ich vermute mal, dass die OVAG so leicht nicht nachgeben wird. Ich aber auch nicht. :evil:

  • bleib dran?

    Wenn du's schaffst, können nachfolgende auf deinen Erfolg verweisen und ihre Chancen verbessern auch ohne den Quatsch der VNB eine Kleine Anlage zu organisieren und in Betrieb zu nehmen.

    Ich finde es bescheiden, wie sehr die VNB versuchen, zu Mauern.

    Planst du nach dem Zählerwechsel die Anlage in Betrieb zu nehmen?

    Wenn der neue Zähler mal sitzt ist ja ein Rückwärtsdrehen nicht mehr drin.

    12,16 kWp, SHM 2.0, STP12000TL-20, SI4.4M, BYD 14 kWh, 26 Module JAM60S03-320 -45/28, 12 Module JAM60S03-320 -45/10

  • Aber da ich manchmal ein sturer Hund bin und es mir dann auch ums Prinzip ging, habe ich einen ZWR bei einem anderen Messstellenbetreiber beantragt. Der Wechsel kostet nun halt knapp 100Euro. Aber wie gesagt, da geht es mir ums Prinzip....

    zu welchem MSB hast gewechselt und wie waren Deine Erfahrungen?