ENVERTECH erlaubt keine Überbelegung der neuen EVT 300 und EVT 560

  • An alle Envertech User :


    Ab sofort ist es nicht mehr erlaubt an einen EVT Port mehr als ein einziges 60/72 zelliges Modul also in Summe 360Wp PV Module anzuschließen.

    Grund dafür ist daß in der letzten Zeit häufiger Geräte auf Garantie getauscht wurden, deren Schäden nach Untersuchung im Herstellerwerk auf hohe DC Überlast zurückzuführen sind .


    Hier die Original Mail vom Hersteller:


    Hi Tech team,

    Recently we received some damage cases from mainly German customers that caused by overload on DC side.

    So this is an announcement for to make a clearance/prohibit on the application connecting more than one

    60/72 cells modul on one DC port.

    According to datasheet and manual of the EVT300 /EVT560 the maximum DC input is limited

    by 360Wp for the EVT 300 and 2 x 360Wp for the EVT 560.

    Best Regards,

    Phibon Chen    +86 139 6799 9038 www.envertec.com

    Sales Manager +86 021 6858 0086 Skype: phibon.chen

    ______________________________________________________________________________________________________________

    Zhejiang Envertech Corporation Ltd.

    Room 303, Block D, No.245, Xinjunhuan road, Minhang District, Shanghai, China

  • Damit werden deine zahlreichen Empfehlungen hinfällig.

    Dann werden sich die Überbeleger einfach zusätzliche EVTs kaufen müssen, damit die Module nicht ungenutzt bleiben...

    ...was deinem Geschäft eher nutzt als schadet...


    Ich warte schon auf den großen verbalen Schlag von smoker59

    0,6 kwp ohne EEG;)

  • Auf der Seite von envertech steht sogar 400+ Wp.

    Da wird auch der neue EVT 1200 angekündigt

    IBN: 05.02.2018. Zwei Ausrichtungen. SMA Homemanager.
    35 Heckert PV-Module: 6,21 kWp an STP 5000 und 3,24 kWp an SB 2.5.

  • Zitat

    Recommended Module Power 400Wp an EVT300

    macht ja rechnerisch 800Wp am EVT560... was auch Sinn macht - denn da sind die 72 Zeller (die imho perfekt zu einem EVT passen) demnächst

    UND da ist rein von den technischen Daten noch Luft denn

    Zitat

    Max Input Current 12A

    Isc PV (absolute Max) 15A

    dürften die entscheidendenden Werte für den "Tod" des WR sein.


    Kann jemand (fundiert) darstellen was der WR macht wenn er überbelegt wird?

    "fährt" der WR in einen Spannungsbereich bei dem er die 300W abnehmen kann? also z.B 25V*12A


    Ich hatte das Sterben der WR immer so gesehen dass die Minimalspannung seines Mppt * Kurzschlussspannung Modul(e) nicht über der (AC) Nennleistung liegen sollte. Das wären beim EVT dann 18V*16,7A=300W
    (bedeutet aber bei 60z~550Wp und bei 72Z~660Wp !!!)


    Ich bin seh interessiert an dem Thema und würde mich freuen wenn die Kompetenzen hier was zu sagen können.


    Gruß Flo

  • aus Gewährleistungsgründen kann ich die Einschränkung von Envertech durchaus nachvollziehen, hätte mir aber eine weniger restriktive gewünscht. Gerade bei Ost-West Anlagen führt die Beschränkung auf ein Modul pro Eingang dazu, dass man rein formal nicht mehr zwei Module an einem Eingang parallel schalten dürfte, obwohl das bei Ost-West-Anlagen weiterhin sinnvoll sein kann.

    Beispiel: Ost-West-Anlage mit 45° Dachschräge und 2 parallel geschalteten 275Wp Modulen am Standort München würde unter Normbedingungen zum Sonnenhöchststand bestenfalls etwas über 350W liefern und damit noch deutlich innerhalb des zulässigen Bereiches bleiben.

    Für mein Gartenhaus mit Zeltdach plane ich daher weiterhin zwei parallel geschaltete Modulen auf der Ost- und Westseite, ggfs. mit einem anderen WR.


    Sonnige Grüße

    Grub

    5,425 kWp mit 31 Aleo s_03 175Wp
    1 x SMA 5000 TL-20 an SolarLog 100e
    Dachneigung 42° bei 170 Grad Süd-Süd-Ost-Ausrichtung


    Anlage auf Sonnenertrag.eu

  • Hi,


    Kann jemand (fundiert) darstellen was der WR macht wenn er überbelegt wird?

    "fährt" der WR in einen Spannungsbereich bei dem er die 300W abnehmen kann? also z.B 25V*12A


    Normalerweise ja, aber üblicherweise geht man von "oben" an den MPP dran (kann man bei einem String-WR gut nach dem Start beobachten, wenn man sich die Stringspannungen anschaut). Sprich, man geht von der Leerlaufspannung nach unten, bis man den MPP hat. Erreicht man vorher das Maximum dessen, was der WR kann, dann bleibt man halt da.


    Wenn wir mal einfach annehmen, dass wir zwei Module mit MPP 30V 10A an einem 300er WR dran haben, dann wird er also nicht auf 25V 12A fahren, sondern eher irgendwo zwischen Leerlauf- und MPP-Spannung seine 300W haben, also dann vielleicht 33V 9A. Sprich: Der Strom wird dann sogar noch unter dem zulässigen Maximum liegen.


    Meine VERMUTUNG ist eine ganz andere: Da - siehe Rechnung - der überbelegte Betrieb in diesem Leistungsbereich nicht an den maximal zulässigen Strom herankommt, halte ich einen anderen Umstand für viel wichtiger: Ein Modul mit 300-360W liefert nur einen Bruchteil des Tages (und insbesondere nicht bei Hitze!) 300+W. Zwei 300er Module zusammen werden aber an einem sonnigen Tag viele Stunden lang über 300W erzeugen können. Der überbelegte WR läuft also nicht nur kurz mit Vollast, sondern bei guter Lage fast den ganzen Tag. Insbesondere wird er das auch in der Sommermittagshitze tun, in der ihn normalerweise die Temperatur des Moduls (bzw. die dadurch sinkende) vor zu viel Leistung schützt. Überbelegt hat er keine Chance... brütend heiss und stundenlang Dauervollgas.


    Mich wundert auch, dass in dem geposteten Datenblatt keine klare Ansage steht. "Recommended Module Power" ist eine Empfehlung und keine Einschränkung. Wenn ich in das Datenblatt meines String-WR (10 KVA) schaue, dann steht da ganz klar drin, dass DC-seitig maximal 15 KWp erlaubt sind. Die Gründe sind wie oben... mit Überbelegung landet man im Schnitt in einem viel höheren Leistungsbereich.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Ich verstehe erhrlich gesagt den Sinn dahinter nicht. Strom, Spannung und Leistung sind für das MPPTracking bekannt und werden durch einen Microcontroller verarbeitet. Dass man nicht 2 Module in Reihe schalten kann ist klar, gegegn die Spannung kann sich der Wechselrichter nicht " wehren". Den DC Strom kann der Wechselrichter jedoch selbst bestimmen, sonst könnte er kein MPPT machen. Also kann er den Strom auch limitieren! Hat der WR einen Temperatursensor? Dann kann er auch ein Derating machen bei zu hohen Temperaturen.


    Klar, der Hersteller kann so versuchen, mehr Geräte zu verkaufen, jedoch nur so lange, bis ein anderer Hersteller dieses Feature anbietet. Bzw. eigentlich erwarte ich eine Strombegrenzung von so einem Gerät!