Was muss politisch geändert werden für einen größeren Photovoltaik Zubau?

  • Netmetering bis 600W


    keinerlei Abgaben bei privat betriebenen Anlagen bis 30kWp

    (weg mit der Gewerbereglung)


    Für Vermieter: geförderter Ausbau des Hausnetzes für jeweils eine MiniPV/Haushalt -

    alternativ umlagefreier Mieterstrom mit Deckelung des "PV Strompreises" für Mieter in höhe von 150% der für diese Anlage gültigen Einspeisevergütung


    Vergüteter Eigenverbrauch bei zweckgebundener Privatnutzung (Emobil,Wärmepumpe... eben alles was CO² spart)


    Gruß Flo

  • Änderung im WEG, daß einfache Mehrheit genügt, wenn ein (oder mehrere) Miteigentümer das Dach (evtl. auch die Balkone) gegen eine angemessene Pacht (die nahe Null liegen wird) für PV nutzen wollen. (OT: bei der Gelegenheit könnte man auch analoges für Lademöglichkeiten vorsehen).

    Dafür müssen die Betreiber aber eine Versicherung nachweisen, die die andren Eigentümer von jeglichen Schäden und Folgeschäden durch die PV freistellt. Die Versicherung muß in jedem Fall in Vorleistung gehen (sollte Garantie oder Gewährleistung bestehen, wird die an die Versicherung abgetreten) auch bei Fremdverschulden (ein mittelloser Dritter stopft brennbares unter die PV und fackelt das ganze Haus ab). Ohne so eine sehr weitgehende Freistellung der WEG wird es kaum machbar sein, da bin ich Realist, aber auch deshalb wird die Pacht minimal oder Null sein.


    Bei neuen Bebauungsplänen könnte man ein Vorpachtrecht durch die Kommune oder den Grundversorger vorsehen um dort Bürgerenergieanlagen zu bauen, wenn die Eigentümer die Dächer nicht selbst nutzen. Natürlich auch in Gewerbegebieten, wie auch immer man da die statischen Vorassetzungen für PV im Bebauungsplan vorgibt. Die Eigentümer könnten im Gegenzug ein Vorkaufrecht zum Marktpreis bekommen. Versicherungspflicht ähnlich iwe oben.


    edit, gerade noch ein zitat im "Speicher" gefunden


    Bei einem Börsenstrompreis von 5,8ct/kWh erhält die neue Freiflächenanlage genau -1ct/kWh aus der EEG-Umlage und senkt sie dadurch sogar.

    Nein, die bekommen auch 0 und dürfen den Mehrerlös behalten (bzw. sich mit dem Direktvermarkter teilen, je nach Vertragsgestaltung)

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

    Rechtschreibhilfe besser ausschalten statt unlesbare Texte zu produzieren.

  • Ich finde, das PV-Zeug ist inzwischen so günstig. dass Förderungen mit all dem erforderlichen Papierkram etc. überflüssig wurden.
    Was fehlt, ist auf Jahre hinaus ein anständiger Einspeisetarif.

    Zumindest Kleinstanlagen, sagen wir bis 10 kW sollten über Net-Metering abgegolten werden können.
    Denn damit würden auch die sinnlosen Speichersysteme, welche nicht einmal netzdienlich betrieben werden überflüssig.

    Dass es einfacher ging, hatte ich in den 90er Jahren erfahren, dann kamen plötzlich Netzentgelte, Zweirichtungszähler und alle wollten am Strom verdienen.

    Deshalb wurde die dezentrale Stromproduktion wirtschaftlich uninteressant...

    Der ganze Eigenverbrauchshype ist unnötiger Aufwand und auch die Elektromobilität mit V2G wird sich aus demselben Grund nicht durchsetzen, weil keine Anerkennung und kein Anreiz vorhanden ist.

    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Der ganze Eigenverbrauchshype ist unnötiger Aufwand und auch die Elektromobilität mit V2G wird sich aus demselben Grund nicht durchsetzen, weil keine Anerkennung und kein Anreiz vorhanden ist.

    Hm, wenn ich so drüber nachdenke... Mit einem V2G könnte ich mir die fehlenden 10% zur Autarkie einfach von der Ladesäule holen und meinen Stromanschluß abmelden. Bei deutschen Strompreisen könnte sich das bald rechnen.

  • Der "Speicherboom" hat auch einiges an Zubau verhindert. Solange es keine echten Überschüsse gibt sollte man jegliche Förderung einstellen, damit das Geld in mehr Module fließen kann.

    4,08kwp Solarworld ::: Piko3.6

  • Der ganze Eigenverbrauchshype ist unnötiger Aufwand und auch die Elektromobilität mit V2G wird sich aus demselben Grund nicht durchsetzen, weil keine Anerkennung und kein Anreiz vorhanden ist.

    Hm, wenn ich so drüber nachdenke... Mit einem V2G könnte ich mir die fehlenden 10% zur Autarkie einfach von der Ladesäule holen und meinen Stromanschluß abmelden. Bei deutschen Strompreisen könnte sich das bald rechnen.

    Dazu habe ich hier erstmal eine Zwischenlösung publiziert: Hybridanlage im Wohnmobil

    Mit einem mobilen "Speicher" werden somit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen...

    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Den Einspeisevorrang erhalten und dafür die Vergütung absenken. Also zurück zum Einspeisegesetz mit Börsenpreisvergütung.

    Um den Einspeisevorrang erhalten zu können muss man die Einspeiseleistung mittelfristig begrenzen und wenn man das nicht nachträglich machen kann - muss es jetzt geregelt werden.

    Große Anlagen werden eh bei Nichtbedarf abgeregelt. Für Kleinanlagen gibt es die 70% Regelung die man anpassen kann.


    PV-Strom lässt sich vor Ort verbrauchen. Warmwasserspeicher oder E-Auto und wer dann noch soviel mehr hat .. war einfach zu gierig.

  • Wieso die Einspeiseleistung begrenzen ?

    Weil ein paar Kohlekraftwerke nicht richtig modulieren können ? Normalerweise regelt so etwas die Evolution von ganz allein... Sowohl in der Natur als auch in der Technologie. Wer sich nicht anpassen kann stirbt aus.


    Um die Kohle vor dem Aussterben zu schützen wird aufs runterregeln der EE zurückgegriffen.

    Wir haben bei den erneuerbaren nichts zu verschenken, wir MÜSSEN zubauen. So viel, das es auch zu ertragsschwachen Zeiten reicht. Dann haben wir im Best Case halt 200-300% "Überschuss"... na und den können wir dann ungeachtet irgendwelcher "Effizienzrechnungen" umwandeln.


    Also mehr zubauen und endlich die Gaskraftwerke ans Netz bringen die genau dafür vorgesehen sind.

    Dafür die ersten Kohlekraftwerke stillegen. Es sind technologisch gesehen Dinosaurier und ihre Zeit ist um.

    Gleichzeitig forcieren der Power2Gas Technologie um in erstragsstarken Zeiten Reserven anzulegen die dann in ertragsschwachen Zeiten genuzt werden können.