Frage zur Dimensionierung einer ganz kleinen Insel Lösung

  • Sein Beispiel beruht auf einem 100W Solar Panel (wenn ich das richtig verstanden habe) demnach müsste ich doch einfach die stärke der Solarpanele verbessern ?

  • Klar, du kannst mehr Solarpanele hinstellen, du musst bei deinem Verbrauch aber auch damit rechnen, dass die 100Ah Batterie nach 2 Monaten hinüber ist, weiters brauchst jemanden, der die Solarpanele vom Schnee befreit. Einmal nicht schauen und deine ganze Messserie ist im Eimer, samt der Batterie.

  • Also Du wandelst deine 12V mittels WR auf 230V hoch, damit dann ein Netzteil vom Switch DC-Spannung erzeugen kann um den Switch zu versorgen, der wiederum die Spannung für POE anpasst und zum Raspberry schickt. Dort das Raspberry-POE-HAT ebenfalls die Spannung dann in 5V runterwandelt damit der DC-Raspberry laufen kann? Und ein ähnliches Spiel mit dem Router? Der läuft intern ja auch mit 12-x Volt DC. Was dein Messgerät braucht, weiß ich nicht. Wird aber wahrscheinlich auch irgendwo zwischen 5 - 24V laufen. Kannst Du das ganze nicht Timergesteuert machen? zb. alle 30 Minuten alles anwerfen, messen, senden und wieder schlafen gehen? Achja.. für Sensordaten (und stromsparen) wäre auch LoRaWAN interessant. Auf der Donauinsel hast du jedenfalls Empfang.

  • Sein Beispiel beruht auf einem 100W Solar Panel (wenn ich das richtig verstanden habe) demnach müsste ich doch einfach die stärke der Solarpanele verbessern ?

    Und woher glaubst du das du die 1650WH pro Tag herbkommst wenn es im Winter 10 Tage am Stück gibt wo du mit 1500Wp nur 300Wh im Schnitt pro Tag dahekommen.. nach ein einzigem Schlechtwettertag ist deine 100Ah batterie leer.. wir hatten letzten November 21 Solche Tage hinteinander..
    Aber klar mit ein bisschen Rosa Zauberstaub ist das alles kein problem :D:ironie:

  • demnach müsste ich doch einfach die stärke der Solarpanele verbessern ?

    rechnest Du auch mal selber Deine eckdaten zusammen oder wie planst Du Dir Deine anlage zusammen? dabei ist es einfach... ich sattel Dein lila einhorn mal anders rum: 70W * 24h = 1680Wh tagesenergiebedarf... wie pezi Dir bereits vorgerechnet hat... 1680Wh / 12V = 140Ah netto nutzbar aus einer batterie ergibt für mich eine 280Ah batterie... das ist die mindestgröße für einen tag betrieb ohne sonne... besser zwei davon verwenden... ja das wird schwer... die wiegen... jetzt haben wir den akku für Deine anforderung entworfen... nun muss der auch geladen werden... 1680Wh + 19% verluste beim laden sind 2000Wh die tagsüber den weg in die batterie finden sollten... ich rechne mal konservativ mit vier stunden sonne durchschnittlich pro tag was 500Wh ergibt... da die module nicht zu 100% optimal zur sonne ausgerichtet stehen liefern sie auch nur geschätzte 72,5% der maximalleistung... zwei module mit je 350Wp sind zusammen 700 watt spitzenleistung unter optimalen bedingungen... diese nominell 700Wp werden durchschnittlich und mit glück so um die 500W pro stunde liefern... damit bekommst Du rechnerisch Deine batterien für den verbrauch geladen... praktisch klappt das modell leider auch noch nicht denn wenn mittags die akkus voll sind und die 500W von den modulen nur 70W last versorgen wird der überschuss einfach verloren... und steht an schlechtwettertagen nicht zur verfügung... dann lieber direkt einen zweiten akku dazu nehmen auch wenn es dann echt sehr schwer wird... aber so könnte es klappen...


    700-1000Wp Modulleistung plus 280-560Ah Batteriekapazität... und das ist die ganzjahres minimalkonfiguration...


    edit: empfehle aufbau im bollerwagen da getragen wirst das nimmer bekommen...

  • hmmm - vermutlich habe ich mir das wirklich etwas zu leicht vorgestellt. Meine Lösung - Strom vom Haus mit einem laaaaangen Kabel in den Garten legen lassen und hoffen, daß nicht der Blitz einschlägt und mir die Hütte abbrennt .... aber das ist dann ein anderes Forum ;(


    Danke trotzdem für die vielen Antworten und eure erschöpfenden Rechenhilfen

  • hmmm - vermutlich habe ich mir das wirklich etwas zu leicht vorgestellt. Meine Lösung - Strom vom Haus mit einem laaaaangen Kabel in den Garten legen lassen und hoffen, daß nicht der Blitz einschlägt und mir die Hütte abbrennt .... aber das ist dann ein anderes Forum ;(


    Danke trotzdem für die vielen Antworten und eure erschöpfenden Rechenhilfen

    Der allgemeine Fehler bei den Auslegungen ist, das man sagt, der Verbraucher zieht 70 W. Das ist die Leistung. Was man als Grundlage nehmen sollte, ist die elektrische Arbeit pro Tag. Also 70 W * 24 h = 1.68 kWh. Das ist eben eine ganz andere Baustelle! Und in den Wintermonaten erzeugt ein Solarmodul gerade mal 1/5 der Sommerwerte. Dann steigt noch die Anzahl der Tage mit geringer Einstrahlung, sodaß ein mehrfaches der Akkukapazität als im Sommer eingeplant werden muß. Anstatt 3 Tage können es dann 7-10 Tage werden.

    Kann man übrigens mit ein wenig Übung leicht in PVGIS OFF GRID nachvollziehen.

    Bei Kabelanschluß erübrigt sich das natürlich. :)

  • Interessant ist sicher in diesem Thread der von flokes, schauen dass man die Netzteile als solches umgeht und auf 12V bzw 5V das ganze macht, denke da sind Einsparungen im Bereich von 0-90% möglich.