PV Zeltdach EFH 53XXX

  • Hallo,


    wir planen gerade für unser neu gebautes EFH eine Photovoltaikanlage und ich würde mich um ein paar hilfreiche Ratschläge freuen. Die Heizung ist eine Erd-Wärmepumpe mit 10kW, zudem gibt es eine zentrale Be- und Entlüftungsanlage. Die Haustechnik ist weitestgehend mittels KNX aufgebaut.
    Das Gebäude besteht aus dem Haus und der angrenzenden Garage, beides jeweils ein Zeltdach, wobei alle Dachflächen 15° Neigung haben. Das Garagendach steht teilweise im Schatten des Hauses, daher würde ich das erstmal ausklammern und mich auf das Hausdach konzentrieren. Hier ist im Grunde kein Schatten von umliegenden Objekten zu erwarten, außer dem kleinen Schornstein und der Satelitenschüssel sowie einem Entlüftungsrohr.


    Meine Wunschvorstellung wären 3 Dachflächen vom Haus zu belegen, Südost, Südwest und Nordwest. Hiermit habe ich bisher im PVSol auch die besten Ergebnisse erzielt. Bei 31x 310kW Modulen wären das 9,61kW. Für die 3 Dachflächen würde sich gerade zufällig ein Kostal Plenticore 7 Wechselrichter anbieten, wobei ich mir nicht sicher bin ob der reicht. So hätten aber alle 3 Flächen einen eigenen MPPT.

    Interessant wäre hingegen auch alle 4 Flächen des Hauses voll zu belegen, hierbei würde ich mit 50 Modulen auf 15,5kW kommen. Bei einer Polystring Verschaltung könnten dann die jeweils gegenüberliegenden Dachflächen an einen MPPT des Wechselrichters, z.B. einen Fronius Symo 15.0-3-M.


    Was würdet ihr empfehlen?


    Anbei noch ein paar Bilder aus PVSol sowie die Ertragsprognosen aus PVGIS:


    Südost:


    Provided inputs:
    Location [Lat/Lon]: 50.475, 6.718
    Horizon: Calculated
    Database used: PVGIS-CMSAF
    PV technology: Crystalline silicon
    PV installed [kWp]: 1
    System loss [%]: 10


    Simulation outputs:
    Slope angle [°]: 15
    Azimuth angle [°]: -30
    Yearly PV energy production [kWh]: 956
    Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]: 1130



    Südwest:

    Provided inputs:
    Location [Lat/Lon]: 50.475, 6.718
    Horizon: Calculated
    Database used: PVGIS-CMSAF
    PV technology: Crystalline silicon
    PV installed [kWp]: 1
    System loss [%]: 10


    Simulation outputs:
    Slope angle [°]: 15
    Azimuth angle [°]: 50
    Yearly PV energy production [kWh]: 924


    Nordwest:

    Provided inputs:
    Location [Lat/Lon]: 50.475, 6.718
    Horizon: Calculated
    Database used: PVGIS-CMSAF
    PV technology: Crystalline silicon
    PV installed [kWp]: 1
    System loss [%]: 10


    Simulation outputs:
    Slope angle [°]: 15
    Azimuth angle [°]: 140
    Yearly PV energy production [kWh]: 785


    Nordost:

    Provided inputs:
    Location [Lat/Lon]: 50.475, 6.718
    Horizon: Calculated
    Database used: PVGIS-CMSAF
    PV technology: Crystalline silicon
    PV installed [kWp]: 1
    System loss [%]: 10


    Simulation outputs:
    Slope angle [°]: 15
    Azimuth angle [°]: -140
    Yearly PV energy production [kWh]: 797
    Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]: 957



    Variante 1 (31 Module, 9,61kW, Kostal Plenticore 7):



    Variante 2 (50 Module, 15,5kW, Fronius Symo 15.0-3-M):


  • Welches der Bilder ist genordet?


    Beleg auch die Garage teilweise und lies meine FAQ https://www.photovoltaikforum.…-pflanze/#wall/comment201


    Schüssel weg vom Dach! Richtig voll belegen, auch die Bereiche die geringfügig Schatten haben. Tröte überbauen!


    Hast du einen Zählerplatz frei?

  • Hier zwei genordete Bilder:


    Deine FAQ habe ich schon rauf und runter gelesen :)

    Wenn die Garage auch belegt wird, wie soll das dann verschaltet werden? Ein weiterer Zählerplatz sollte kein Problem sein.

    Was hälst du denn von den beiden genannten Varianten? Würde der Kostal 7.0 zu den 9,6kW überhaupt passen?

  • Belege die Garage vollständig bis auf eine Reihe am Haus auf NO und lass die Schattenanalyse drüber!


    Nur über das Haus zu sprechen wäre akademisch!

  • Du brauchst Flächen mit 0.x% Verschattung keinesfalls auslassen. Bis 10 oder 20% Verschattung sehe ich gar kein Problem. Ich hab mal eine Sensitivitätsanalyse gemacht, und die zeigt, dass die Rendite bei einem Rückgang des Ertrags um 10% nur gut 1% sinkt.

    Also: Am Hauptdach auf jeden Fall alle vier Seiten, bei der Garage nur den Bereich am Haus auslassen. Du wirst dich sonst nach kurzer Zeit ärgern, das nicht gemacht z uhaben - zumal "erweitern" keine Option ist, das wäre dann eine komplette Neuplanung.

    Wahrscheinlich bekommt man das sogar mit einem Strangwechselrichter verstringt, sonst halt SE.

  • Garage SW die beiden gelben weg. Mit dem Rest soweit möglich an den Rand rücken; hochkant auf der Garage testen!

    NO dito ab 20% Schatten mal ausklammern.

  • Hochkant scheint hier tatsächlich besser zu klappen.

    Das wären auf der Garage also 34 weitere Module. Insgesamt würden somit nun 84 Module 26,04kW ergeben. Mir ist aber noch nicht klar wie die Verschaltung mit den Wechselrichtern hierbei am besten geeignet wäre. Ginge das auch alles mit einem?

    Habe mal für die Ergebnisberechnung einen eigenen Kostal für die Garage reingenommen. Von der Wirtschaftlichkeit her betrachtet hätte ich hier aber jetzt eine deutlichere Verbesserung erwartet.

  • Puh das wird was.

    Die kurzen Stings auf dem Haus solltest du versuchen mit der Garage zu "verlängern" (kann man zusammen verstringen, entweder 22 in einem oder z.B 2x15 Module)

    Garage hochkant versuchen ist bei dem Schatten (zumindest ost und west) viel besser, gehen da 3 Module übereinander?

    Lüftungen kann man überbauen, kein grund da auf dem deluxedach module "wegzusparen"


    Auf SüdWest passen min 1x15 Module:


    Südost sicher 14 dazu Garage min 17 und ggf soar Vordach 2-3 ->2x16 oder 16
    Nordost vermutlich 2x15 mit Garage

    Nordwest gehen ~25 - hier könnte man ggf auf 22 reduzieren.


    Insgesamt ist es wohl möglich 30kWp zu bauen - dazu "einfach" die Maximalbelegung planen und DANN Module rauskürzen (Schattenanalyse) bis die Strings passen und du knapp unter den 30kWp landest.

    Wechselrichter denke ich eher Richtung Huawei (weil 4 Mppt).


    Gruß Flo