Notlichtanlage zu PV Speicher umbauen?

  • Hallo Leute,

    ich schreibe heute nach längerem mitlesen heute mal meinen ersten Beitrag hier im Forum.


    Ich spiele schon länger mit dem Gedanken meine 5,2 KWp Anlage um einen Speicher zu erweitern.

    Die Speicherpreise haben mich bisher davon abgehalten tiefer in die Materie einzusteígen.


    Nun habe ich aber neulich eine alte Notlichtanlage/Sicherheitsbeleuchtung ( BJ .99) aus einem ehemaligen mehrstöckigen Kaufhaus incl. der Batterien quasi geschenkt bekommen.


    Bei der Anlage handelt es sich um eine SIBE 2000-MIC ( https://www.google.com/url?sa=…Vaw3kp42ybOpBZByHpjgukoLl )


    Die 18 Bleibatterien in Vliestechnik 12Volt 55AH (RPower OGIV LP 12550) sind aus 2016 und laut letztem Prüfprotokoll 05/2018 noch top in Ordnung.

    Mir ist bekannt,daß diese Batterien eigentlich für Bereitschaftszwecke optimiert sind und sich weniger für zyklische Anwendungen eignen...aber für quasi umsonst...


    Ich würde die Anlage nun gerne als PV Speicher nutzen und zerbreche mir den Kopf wie ich das am sinnvollsten anstelle...

    Hatte mir so im groben überlegt die Anlage bei genug PV Ertrag übers Netz (Ladeleistung lt. Datenblatt 4,3A) zu laden. Abens und in der Nacht würde ich dann gerne aus der Batterie die Grundlast fürs Haus einspeisen (ca. 500 Watt)

    Alternativ käme auch ein Einsatz als Insel in Frage die abends eingeschaltet wird und das Haus in der Zeit vom Netz trennt.

    Nur wie stelle ich das am besten an?


    Problemen:

    Im System sind die 18 Batterien in Reihe geschaltet,was einer Gesamtspannung von ca 220 Volt DC (!) entspricht.

    Wird die SIBE mit Strom aus dem Netz versorgt werden die Batterien automatisch geladen und die Anlage geht auf Erhaltungsladung wenn voll.

    Ausgangseitig wird während dieser Zeit 220Volt AC ausgegeben.

    Wird die SIBE vom Stromnetz getrennt fällt ein Schütz und die Batterie springt ein.

    ABER: Ausgangseitig wird nun an den selben Anschlüssen plötzlich 220Volt DC ausgegeben.

    ...ich habe nicht gewusst,daß Sicherheitsbeleuchtungen sowohl mit AC als auch DC (Im Fall eines Stromausfalls) beschaltet werden ....man lernt halt nie aus.

    Ich denke aber es dürfte technisch nicht besonders schwierig sein die AC und DC Ausgänge auf verschiedene Klemmen zu legen...


    Aber wie bekomme ich aus 220V DC eine möglichst regelbare Einspeisung ins 220V AC Hausnetz hin?

    Hatte mir schon überlegt einen kleinen 500- 800 Watt PV Wechselrichter mit entsprechend zulässiger Eingangsspannung an die 220V DC zu legen,aber ich denke das wird nicht nicht funktionieren da die Leistung der Batterie zu hoch ist...und soviele Wechselrichter kommen da auch nicht in Frage.


    Oder gibt es evtl. bezahlbare Sinus Inverter oder ähnliche Geräte die aus 220Volt DC 220 Volt AC machen ..am liebsten noch 3 -Phasig verschaltbar-Dann könnte ich eine Art Insel bauen...


    ...oder andere sinnvolle Ideen ?


    Freue mich auf eure Ideen und fundierten Kommentare


    Gruß

    Christian

  • webersens

    Hat den Titel des Themas von „Notlichtanlage zu OPV Speicher umbauen?“ zu „Notlichtanlage zu PV Speicher umbauen?“ geändert.
  • "geschenkt ist noch zu teuer"

    es hat schon seinen Grund, warum man so etwas "quasi geschenkt" kriegt.

    ich fürchte dieser Kasten frisst dir die Haare vom Kopf


    ich nehme mal an du hast keine Ahnung von Wirkungsgrad und Eigenverbrauch dieser Maschine ?

  • Hi.

    Du hast eine normale Einspeiseanlage ?

    Was kosten die den nur die Akkus ?


    Nimm nur die Akkus und kauf einen Wechselrichter.

    Da würde sich ein MPPSolar PIP und ähnliches anbieten, da könnte man den Netzlader nutzen.

    Die haben auch eine Netzumschaltung integriert.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Naja die Haare wird mir das Ding nicht vom Kopf fressen,aber du hast wahrscheinlich recht mit schlechtem Wirkungsgrad und hohem Eigenverbrauch...allerdings kann ich darüber nichts aussagekräftiges in den Unterlagen finden.

    Dem Eigenverbrauch würde ich entgegenwirken durch zeitweise komplettes abschalten der Anlage wenn kein PV Ertrag und keine Einspeisung stattfindet.

    Wirkungsgrad ist mir eigentlich auch nicht wichtig,da nur PV Überschuss geladen werden soll,welchen ich dann nachts verbrauchen möchte.

    Als einfache und günstige Lösung ohne viel Schnickschnack dafür habe ich z.B.einen Dämmerungsschalter/Grenzwertsensor und zustzlich evtl eine Zeitschaltuhr im Auge...


    Was mir fehlt ist ein Gerät welches 220V DC in AC wandeln kann und regelbare Ausgangsleistung hat...


    Nur die Batterien zu nehmen und einen Hybrid oder Inselwechselrichter zu kaufen hatte ich natürlich auch schon überlegt-möchte ich aber vorerst noch nicht.

  • Was mir fehlt ist ein Gerät welches 220V DC in AC wandeln kann und regelbare Ausgangsleistung hat...

    Bei den Fronius-Wechselrichtern kann man das MPP-Tracking ganz ausschalten und eine Fixspannung einstellen. Und mit einem Fronius-Smartmeter in Reihe zum Bezugszähler lässt sich auch ein Zero-Export realisieren. So müsste es eigentlich gehen, aber ob das schon mal jemand probiert hat?

  • Ja am liebsten schon.

    Wenn ich solch ein Gerät mit niedriger Leistung (z.B.500W) finden würde um damit ins Hausnetz einzuspeisen...?

    Dann himmelt die SIBE aber wahrscheinlich den Inverter...


    Eine Möglichkeit wäre vielleicht noch die DC Ausgangsleistung der SIBE irgendwie zu begrenzen....