KfW40+ Neubau mit 26 kWp + 8 kwh Speicher, Vorstellung Planung und viele Fragen

  • Hallo zusammen,


    nach langem lesen hier im Forum (danke pflanze für die geniale FAQ) möchte ich auch mal meine Planung / Fragen vorstellen. Es ist ein etwas längerer Text geworden. Würde mich trotzdem freuen wenn wir hier was schönes diskutieren / planen könnten.


    tl;dr: geplante ca. 26 kWp ("dach voll") Ost / West auf einem KfW40+ DN 30 Grad Satteldach 180 qm EFH mit Akku mit LWWP + KWL


    # Standort

    PLZ: 331xx

    Windlastzone: 1


    # Haus (geplant)

    * Baustart: Anfang 2020 (April / Mai frühestens)

    * KfW40+ Bauweise, da Holztafelbau

    * LW-WP + KWL mit Wärmerückgewinnung, da keine Sole/Erdthermie erlaubt (Wasserschutzgebiet III A, selbst Flachkollektoren würde die untere Wasserschutzbehörde nicht genehmigen)

    * geschätzter Energieverbrauch: um die 6500 kWh (LWWP 3000 + Haushalts-/Verbrauchsstrom 3500)

    * Ausrichtung: West (80) / Ost (-100) (es wird sich am Haus im Westen ausgerichtet und dort ab 3m Brandgrenze entfernt gebaut, siehe Screenshot)

    * 2 vollgeschossige Bauweise

    * Geplante Hauslänge: ca. 12,70m (tbd.)

    * Geplante Hausbreite: ca. 9,30m (tbd.)

    * Geplanter Dachüberstand: ca. 0,5m (tbd.)

    * Geplante Dachneigung: zwischen 28 und 35 Grad. (tbd.) (B-Plan sieht min. 25 Grad vor)


    Hinweis: Da ohne Keller gebaut wird, ist der Dachboden essentiell wichtig für "Gerümpel". Dies wurde bereits mit meiner Regierung erörtert und 25 Grad DN wurden abgelehnt.


    # Carport

    Es wird ein Carport im Osten neben(!) dem Haus geben. Das Carport hat dadurch eine Südausrichtung mit Gefälle nach Nord, aber eben nur für sehr kurz, da es zwischen unserem eigenen Haus und dem Nachbarhaus stehen soll. Größe wird es wohl bei Standardmaß 3x9m bleiben. Geplant sind Verkabelung aus dem den HTR eh für ggf. später Wallbox, daher da jetzt ein Kabel bei werfen für ggf. PV würde keinen wirklichen Unterschied machen. Meinungen? (Screenshot anbei, nicht genordet)


    # Terassenüberdachung

    Die Terasse befindet gen Süden (Screenshot anbei, nicht genordet). Daher muss da eine Verschattung her. Da könnte man ggf. auch noch über ein PV-Dach nachdenken. Es gibt da ganz schicke Module von Solarwatt, die sind "durchlässig" und für Überkopf Montage (heißt das so?) zugelassen. Wir reden hier von einer Fläche von ca. 10-15qm in einer Höhe von ca 3-3,5m.

    Hinweis: Das Nachbarhaus ist nur 1,5 geschossige gen Westen, das Haus daneben allerdings 2,5 geschossig. Im Sommer steht die Sonne zwar sehr hoch, das trifft die Terassenüberdachung, aber im Spätsommer bis Herbst und gerade im Winter sieht es da "unten" durch Verschattung eher dunkel aus. Die Kosten dafür sind auch wirklich nicht zu unterschätzen sowie das ich im Herbst halt immer eher "dunkel" auf der Terasse habe, was ich auch nicht will. Ich würde es weglassen. Was meint ihr? Meinungen?


    # PVsol / PV-Anlage

    Kommen wir also nun zur PV selbst, erstmal nur rein auf dem Hausdach. Laut PVGIS (10 % System Loss, bei 30 Grad DN):


    West: 833 kWh /kWp

    Ost: 792 kWh /kWp

    Gesamt: 812,5 kWh /kWp


    Funfact: Bei Ost / West ist der Unterschied zwischen 25 Grad DN und 35 Grad DN marginal. ca 200€ auf 20(!) Jahre.


    Fummeln wir uns das geplante Haus in PVsol mal zusammen, nehmen wild aus dem Bauch heraus die Heckert 320W Module macht das fast perfekt (und das ungeplant) 40 Module pro Seite, also (40*320) ca. 13 kWp, insgesamt ca. 26 kWp. 4 Strings a 20.Das klingt doch alles gut, oder?


    # Speicher:

    Ja ich weiß, heikles Thema hier. Es steht der Entschluss fest einen Akku zu kaufen nicht nur(!) weil es benötigt wird (KfW40+), sondern auch weil ich die Idee mehr vom selbstproduzierten "eigenen" Strom zu verbrauchen (ja, ich habe den Unterschied verstanden) sehr charmant finde. Ja, ich nehme den Rendite Verlust in Kauf, ja ich will das. Nein, die Anlage muss nicht maximal wirtschaftlich sein, sondern sich "normal" rentieren, das sieht bisher auch danach aus, oder?


    Fun Fact: Über den Solarkataster NRW (https://www.energieatlas.nrw.de/site/karte_solarkataster) habe ich ein Nachbarhaus mal durchgerechnet mit vergleichbaren Dachflächen / Ausrichtung. Siehe Reports anbei. Der Mehrpreis für eine Anlage mit ca. 8 kwh (nutzbarer) Akku belaufen sich laut dem Land NRW auf: 5.920 € netto. (Das sehe ich grob als realtistischen Wert wenn ich mich bei https://www.photovoltaik4all.de so umschaue.)


    Den größten "Vorteil" eines Speichers laut Berechnung ist der nicht benötigt Stromzukauf mit 14.870€ und der größte "Nachteil" dagegen den weniger verkauften Strom von (mit Speicher: 27.015€, ohne Speicher: 31.364€) -4.349€.


    In der Gesamtkosten Rechnung ist der Unterschied in der Bilanz:


    Mit Speicher: Einnahmen von 14.464€

    Ohne Speicher: Einnahmen von 10.760€


    Macht also mit Speicher 3.704€ mehr Einnahmen minus die Anschaffungskosten von 5.920€ reele -2.216€, die ich mir aber über die 5000€ KfW40+ Extra Tilgungszuschuss wieder reinhole.


    Hier scheint es wirklich so zu sein: Wirtschaftlichkeit bei großer Anlage und relativ "kleinem" Speicher nur bei KfW40+ Neubau. Rechne ich mir das jetzt schön oder habe ich die Zahlen falsch? Ich habe auch eine Anfrage laufen mit welchem Effizienzgrad die die Akku Leistung berechnen + wie die erwartete Haltbarkeit des Speichers angesetzt worden ist. Ich denke da liegt der Hase begraben.


    # Fragen, Dinge die mir jetzt noch nicht klar sind:

    *) Rechne ich mit 6500 kWh Energiebedarf zu viel oder zu wenig für solch ein Haus für 2 Erwachsene + ein Mini-Mensch?


    # KfW40+ 60%-Kappung / Generelle 70% Fragen:

    *) Muss ich mir da überhaupt bei Ost/West Gedanken drüber machen? Bei KfW 40+ und einer 26 kwp Anlage bei 180 qm würde das einer gesamt Abregelung auf 68,12% bei mir bedeuten, heißt: ca. 17,7 kw. Im Juni laut PVGIS: (Ost 121 kWh + West 122 kWh = 243 kWh).


    # Anlage Fragen:

    *) Modulauswahl bespreche ich dann mit einem Solateuer im Frühjahr 2020, aber ich denke unter 320W sollte man nicht gehen, trotzdem gerne Eure Empfehlungen?

    *) WR Empfehlungen gerade im Hinblick auf Akku

    *) Akku Empfehlungen?

    *) Im Dezember habe ich laut PVgis "nur" noch eine 21 kWh, das dürfte also eng werden, da neben LWWP / Verbrauchsstrom (licht, Computer, Kühlschrank) überhaupt noch den Akku zu laden, oder?

    *) Kosten? Einmal alles mit Sauce und Scharf: PVSol sagt was von knapp 36k Euro. Der Solarkataster NRW Rechner was von 32k.


    Viele Grüße und danke fürs lesen :)

  • Zitat :

    "

    West: 833 kWh

    Ost: 792 kWh

    Gesamt: 1625 kWh

    "

    Das stimmt so nicht.

    833 kWh /kWp

    Und

    792 kWh /kWp

    ergibt zusammen

    812,5 kWh /kWp

    :idea:


    Edit :

    Den Rest muss ich mir erstmal genauer anschauen, ist doch ne Menge Text ;)

    Fortsetzung 1:


    Beim Akku liegst du schon richtig, bei KfW40 + ist der ein "Muss", du bist dir bewusst das er vlt die Rendite der PV-Anlage verringert, willst ihn aber auch haben.

    Hab ich verstanden :)


    Trotzdem solltest du drauf achten, dass du etwas von dem Akku hast und nicht irgendwelche Anbieter von "Strom-Flatrates" 😏

    Also Finger weg von solchen Anbietern. Ich glaube das steht aber auch schon so in der FAQ von pflanze  :)


    Fortsetzung 2:

    ZITAT :

    "*) WR Empfehlungen gerade im Hinblick auf Akku"


    Da würde ich auf SMA setzen weil die m. E. bislang als einzige eine halbwegs funktionierende prognosebasierte Speicher Ladung haben.


    Thema Abregelung :

    Bei Dachneigung 30 Grad ist die 70% Regelung eigentlich kein großes Thema mehr. Der Wechselrichter kann dann auch etwas kleiner ausfallen, wieviel genau muss man sehen wenn die genaue Belegung steht.


    Bei 60% Begrenzung kann es auch bei deinem Dach schon mal passieren dass abgeregelt wird. Mit der prognosebasierten Speicher Ladung sollte man das aber in den Griff bekommen.


    Thema Rentabilitätsberechnung:

    Die im PDF angenommene Strom Preis Steigerung von 3% p. a. halte ich für unrealistisch 8)

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Rechne ich mit 6500 kWh Energiebedarf zu viel oder zu wenig für solch ein Haus für 2 Erwachsene + ein Mini-Mensch?

    Wenn du dir genug Zeit nimmst, die WP optimal einzustellen, dann passt das schon. Welche WP ist geplant? Beim BAFA gibt es einen JAZ-Rechner, der hilft dir dabei, die unterschiedlichen Modelle auf ihre Effizienz zu vergleichen.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE, Nibe F1155-6 mit RGK

  • Wenn du dir genug Zeit nimmst, die WP optimal einzustellen, dann passt das schon. Welche WP ist geplant? Beim BAFA gibt es einen JAZ-Rechner, der hilft dir dabei, die unterschiedlichen Modelle auf ihre Effizienz zu vergleichen.

    In dem Grob Angebot des Häuslebauers ist eine "Stiebel Eltron LWZ 5 S Plus", die hat eine Leistungszahl bei A2/W35 (EN 14511) von 3,74 bei einer Wärmeleistung bei A2/W35 (EN 14511) von 5,16kW laut Datenblatt. Ich habe auch schon bei: https://www.waermepumpen-verbr…ndex.php?button=verbrauch geschaut, aber anscheinend hat dieses Modell zZ noch keiner dort eingetragen.

  • Geplant sind Verkabelung aus dem den HTR eh für ggf. später Wallbox, daher da jetzt ein Kabel bei werfen für ggf. PV würde keinen wirklichen Unterschied machen. Meinungen?

    man kanns nicht oft genug sagen: LEG EIN ANSTÄDNIGES ROHR REIN! Egal was du heute reinlegst, es könnte was fehlen. ROHR!!!

    # Fragen, Dinge die mir jetzt noch nicht klar sind:

    *) Rechne ich mit 6500 kWh Energiebedarf zu viel oder zu wenig für solch ein Haus für 2 Erwachsene + ein Mini-Mensch?


    # KfW40+ 60%-Kappung / Generelle 70% Fragen:

    *) Muss ich mir da überhaupt bei Ost/West Gedanken drüber machen? Bei KfW 40+ und einer 26 kwp Anlage bei 180 qm würde das einer gesamt Abregelung auf 68,12% bei mir bedeuten, heißt: ca. 17,7 kw. Im Juni laut PVGIS: (Ost 121 kWh + West 122 kWh = 243 kWh).

    Weniger ist mehr, und alles was nicht am Strom hängt hat Vorteile bei Stromausfall ;) Kaskadenmessung rentiert sich in gutem Neubau mit vernünftiger Einstellung der WP(!) nicht mehr sondern Haushaltstarif - siehe https://www.robinwood.de/schwerpunkte/ökostrom-wechsel


    Die 68,12 tangieren dich umso weniger je steiler du das Dach baust - da die Ernte sinkt.

    Ich würde es bei 25° belassen und ein ernstes Wort mit der Regierung sprechen - wenn du der Wähler bist hat sie zu deinem Wohl zu regieren. Wollt ihr wirklich eine Gerümpelkammer über euren Kopf setzen? Feng Shui usw? Der Mini-Mensch und seine Geschwister werden das früher oder später wahrscheinlich beseitigen müssen. Die meisten kennen das zumindest von Omas Haushaltsauflösung.


    => Kann der First bleiben wo er geplant ist aber das Dach flacher werden? Das gibt noch mehr Gerümpelkammer ;)

    die Anlage muss nicht maximal wirtschaftlich sein, sondern sich "normal" rentieren, das sieht bisher auch danach aus, oder

    Was hat der defizitäre Speicher mit einer rentablen Anlage zu tun - nur weil die Sachen gemeinsam angeschafft werden? Das ist Selbstbetrug sich so dermaßen über den Tisch zu ziehen.

    Ok, KfW40+, ich hör ja schon auf. Speicher kleinstnötig wählen, Anlage größtmöglich.

    Bei Ost / West ist der Unterschied zwischen 25 Grad DN und 35 Grad DN marginal. ca 200€ auf 20(!) Jahre.

    Die Verteilung auch? Eher nicht! Denk an den Winter, da ist flacher besser.

    Einziger Vorteil steil: Schnee rutscht etwas besser ab.


    => Belegungsplan machen damit du das Dach samt Fenster(position) ggf. justieren kannst!

    4*20 ist fein.


    Heckert 325 Wp sollten nächstes Jahr Standard sein, ich bin mit Heckert zufrieden, aber noch keine lange Erfahrung.

    Kosten => Angebote einholen, alles rechtzeit planen, Zählerschrank ruhig mit 3-4 Zählerfeldern machen, weiß der Geier was die Zukunft bringt.

    WR SMA stimme ich zu, BYD oder LG-Akku?


    Im Trüben wird an einigen Tagen nichts für den Speicher übrig bleiben. Klar, die WP läuft besser gleich tagsüber.


    Diversen Speicherrechner enthalten keine Abnutzung, keinen Wirkungsgrad, keine Berücksichtigung des Anschluss-Ortes (vor / hinter dem EZ), keine Haltbarkeit, keinen Wartungsaufwand (Updates, Feineinstellung Ent-/Ladeleistung), Platz, ...


    HWR groß genug gestalten, da findet sich immer wieder was - und sei es nur Platz zum umrüsten für vorübergehenden Fast-Parallelbetrieb von zwei Systemen jedweder art.


    ROHRE ZWISCHEN ALLEN GEBÄUDEN SAMT CARPORT und auch im Haus!!!

  • Wichtig bei WP ist auch, die Heizflächen gut auszulegen, max. VL-Temp sollte unter 30°C sein.

    Hier ist beschrieben, wie die optimale Wärmeverteilung gewährleistet ist.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE, Nibe F1155-6 mit RGK

  • man kanns nicht oft genug sagen: LEG EIN ANSTÄDNIGES ROHR REIN! Egal was du heute reinlegst, es könnte was fehlen. ROHR!!!

    Ist notiert und ist auch so geplant, aber nicht so geschrieben!

    Ok, KfW40+, ich hör ja schon auf. Speicher kleinstnötig wählen, Anlage größtmöglich.

    So wird es sein.

    Die Verteilung auch? Eher nicht! Denk an den Winter, da ist flacher besser.

    Einziger Vorteil steil: Schnee rutscht etwas besser ab.

    Ich wollte es auch erst kaum glauben, aber laut PVGIS:

    DN 25 Grad im Dez: 11,9 kWh/kWp + 9,96 kWh/kWp

    DN 35 Grad im Dez: 12 kWh/kWp + 9,62 kWh/kWp

    Diversen Speicherrechner enthalten keine Abnutzung, keinen Wirkungsgrad, keine Berücksichtigung des Anschluss-Ortes (vor / hinter dem EZ), keine Haltbarkeit, keinen Wartungsaufwand (Updates, Feineinstellung Ent-/Ladeleistung), Platz, ...

    Das glaube ich halt auch, daher habe ich das mal nachgefragt.

    Trotzdem solltest du drauf achten, dass du etwas von dem Akku hast und nicht irgendwelche Anbieter von "Strom-Flatrates"

    Stromflatrates haben keine Chance bei mir. Da bin ich zu gut informiert um darauf reinzufallen.


    Da würde ich auf SMA setzen weil die m. E. bislang als einzige eine halbwegs funktionierende prognosebasierte Speicher Ladung haben.

    So hörte ich auch, was für einer genau? Einen Hybrid oder einen für PV und einen für Akku?



    Die im PDF angenommene Strom Preis Steigerung von 3% p. a. halte ich für unrealistisch 8)

    Tja, das sagt nunmal das Land NRW ;) aber ja ich stimme dir zu.

  • Als Wechselrichter einen normalen dreiphasigen. Dazu den Sunny Home Manager und einen SunnyBOY Storage als Speicherwechselrichter.


    Wie gesagt, das wäre meine bevorzugte Zusammenstellung.

    Andere mögen das anders sehen aber von einem All-in-One Gerät würde ich abraten.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59