Gedankenspiel PV Anlage für EFH in 45289 Essen

  • Hallo zusammen,

    seit Anfang Juli frage ich mich, ob eine PV Anlage auf unserem Dach in Ost-West Ausrichtung rentabel sein kann.

    Über ein PV Angebotsportal wurden mir zwei große Energieversorger vermittelt, auch die Verbraucherzentrale NRW war schon vor Ort.

    Da ich nach den Gesprächen erhebliche Zweifel an den verschiedenen Aussagen und Argumenten habe, habe ich weiter gesucht und bin zum Glück noch rechtzeitig auf dieses Forum aufmerksam geworden...

    Ich habe mich nun ein paar Stunden einlesen können und möchte dennoch einmal meine Situation schildern:

    Es gibt störende Elemente wie Schornstein, Sat-Schüssel und Dachfenster, auf der wahrscheinlich besseren Dach hälfte.

    Verschattungen kommen temporär durch die benachbarten Häuser zustande:

    11.08.2019, 7:48 Uhr:


    10.08.2019, 19:12 Uhr:


    Grundsätzlich wollte ich geklärt haben, ob eine PV Anlage unter diesen Voraussetzungen rentabel sein kann.

    Lohnt es sich auch bei unserem Dach, die Fläche voll auszunutzen? Oder sollte man Module eher nur oberhalb platzieren (wenn überhaupt...)?


    Ich danke schon jetzt für Tipps und Empfehlungen!

  • Die Filetstücke vom Dach auf jeden Fall, wie tief man geht solltest du mit PVsol Premium Testversion simulieren.

    Sat an die wand oder in den Schatten legen.

    FAQ in meinem Benutzerprofil gelesen?


    Morgen- und Abendschatten interessiert nicht. Nachts ist auch Schatten.

  • Werde mir die Simulation mal anschauen!

    FAQ habe ich heute morgen überflogen, und dabei in 15 min mehr erfahren als in 3 Terminen a 2 Std. mit sogenannten Experten. Da war von beide Dachhälften gleichmäßig bis 10kWp legen bis nur WSW Seite voll belegen alles dabei. Werde heute Abend weiterlesen.

    Vielen Dank!

  • Ich habe nach einer mühsamen Einarbeitung in Pix4D und PVSol einen ersten Schuss hinbekommen:

    Bei der Belegung habe ich die unteren Dachflächen ausgespart, die bei uns in Carport und Garage übergehen.

    Ich habe willkürlich ein LG Modul gewählt (Optik spielt eine Rolle, es muss ein allblack Modul sein).

    Die Verschaltung und Verkabelung habe ich bestmöglich vom Programm erledigen lassen, da ich da aktuell nicht wirklich durchblicke. Der Inbetriebnahmezeitpunkt und die Kosten pro kWp sind reine Schätzwerte.



    Ich würde mich sehr freuen, wenn sich das mal ein "Sehender" anschauen kann, um Feedback zu bekommen:

    - Ob sich das ganze Vorhaben lohnt bzw. ob die PVSol Rechnung realistisch ist.

    - Ob es Korrekturen der Rechnung bedarf.

    - Ob das Simulationsmodell optimiert werden soll/muss.


    Vielen Dank!

  • Sieht aus als würde mehr passen. Sat aus dem Weg und da 2 Module mehr.


    Warum Garage nicht?

  • Diese "Spielerei" hilft nichts.

    Du brauchst genaue Maße - insbesondere um/zwischen den Aufbauten.

    alternativ das Deckmaß der Ziegel (hoch und quer) bestimmen (geht aus dem Dachfenster raus) - damit kann man erste Näherungen erarbeiten.

    Die Dachneigung wäre für eine Ertragsabschätzung sinnvoll.


    Für den Schattenverlauf hilft nur PVSOL (das kann auch Jahreszeitliche Verläufe abbilden)

    und/oder eine Gopro jede Dachhälfte an einem Sonnigen Tag aufnimmt.


    Ich schätze dass du bei ~25-30kWp Maximalbelegung rauskommst - was davon sinnvoll zu bauen ist ergibt nur eine genaue Schattenanalyse.


    Gruß Flo

  • Danke für die Rückmeldung.

    Mein Modell ist nicht genau, das ist korrekt. Ich kann natürlich als nächsten Schritt die Ziegel zählen und damit die genaue mögliche Anzahl an Modulen bestimmen. Ich schätze meinen Fehler im Moment auf 2, max. 3 Module pro Seite.

    Letztendlich erhoffe ich mir einen belastbaren Belegungsplan vom Solateur.


    Mir hilft diese Spielerei insofern, dass PVSol das Potential der Module in meiner Region, bei meiner Dachneigung (35°), bei meiner Ausrichtung inkl. Verschattung durch die benachbarten Häuser simuliert. Ich gehe aktuell davon aus, dass das Programm korrekt arbeitet.


    So kann ich beispielsweise durch verschiedene Szenarien die für mich wichtige Kennzahl Gesamtkapitalrendite beeinflussen.

    Entferne ich die Module Zug um Zug von der Ostseite, steigt die Rendite. Natürlich muss ich irgendwann auf den Preis pro kWp anpassen. Das sagt mir jedoch, dass eine Vollbelegung bei unserem Dach nicht inbedingt Sinn macht...

    Liege ich da richtig oder übersehe ich was?

  • Ach komm, was nützen dir relative Renditen?

    Absoluter Gewinn ist zu betrachten und auch Ost liefert Gewinn.

    Das Geld kommt zurück, die Anlage gibts gratis und den Gewinn oben drauf.

  • Zitat

    für mich wichtige Kennzahl Gesamtkapitalrendite

    das würde ich eher händisch rechnen - PVSOL stützt sich da auf zuviele Annahmen - geschickt eingerichtet kann ich dir auch das Ostdach schönrechnen.


    Es ist klar dass jedes "Nebendach" die Rendite (über Einspeisung) reduziert - vergiss aber nicht dass sich die Dachkapazität bezüglich des möglichen Eigenverbrauchs außerhalb der Hauptertragszeiten deutlich erhöht.


    ICH würde zuerst die Maximale Belegung austüfteln (das kostet Zeit, Kreativität und Liebe zum Detail die DU bei DEINER Anlage haben wirst aber nicht von einem Solateur erwarten darfst der 2-3 Dächer pro Woche bauen und 15 planen soll.

    daher ist

    Zitat


    einen belastbaren Belegungsplan vom Solateur

    eher im letzten Schritt (Angebot) zu sehen.


    Nach dem Maximalbelegung und Schattenanalyse kann man überlegen ob man Ost z.B 18-22 Module packt oder mehr.

    West sollte man einen Kompromiss aus großflächiger Belegung und Schatten finden.


    Gruß Flo