PV-Anlage in 26xxx auf EFH mit nahem Nachbarhaus und SO-NW-Dach

  • Moin,


    mal eine Frage:

    Wenn ich den Wechselrichter und den EZ auf dem Dachboden anbringe und dann noch ca. 6m Leitung (AC) zu meinem Hauptzählerschrank habe, wer „zahlt“ dann eigentlich die darauf entstehenden Verluste?


    Der EZ dient nur der Berechnung der EEG Umlage auf den Eigenverbrauch.


    Der Zähler im Hauptzählerschrank kann bei Deckung des EV „rückwärts“ laufen.


    Da müssen sich doch bei 1000den kWh pro Jahr Differenzen ergeben?!


    Ich bekomme WR und Zählerschrank leider nicht ordentlich im HWR platziert, das sieht einfach scheisse aus.


    Und WR in den HWR und EZ auf dem Dachboden bedeutet Leitungen ohne Ende.


    Der Zählerschrank muss nach TAB 1,1m hoch sein...

  • Abgerechnet wird über den ersten Zähler hinterm HAK, also zahlst du die Verluste.

  • Moin,


    noch ein kleines Update in die Runde:

    Ich habe heute noch einmal mit meinem VNB gesprochen wegen dem EZ ab 10kWp.


    - Wenn ich den EZ in einen Raum außerhalb des Hauswirtschaftsraum (da ist der Zählerschrank) baue, dann darf ich den Zählerschrank ohne TAB und Co. bauen - also einfach einen kleinen Zählerschrank, EZ rein, fertig. Ich habe das explizit für den Dachboden angefragt.


    - Wenn ich den EZ im HWR baue, dann muss dazu der bestehende Zählerschrank ertüchtigt werden oder ein Zählerschrank nach TAB neu gebaut werden - was mir optisch einfach nicht zusagt.


    Ich habe nun direkt am HWR einen kleinen ungenutzten Raum (unterhalb einer Betontreppe), ich bin echt am überlegen dort den Zähler hin zu setzen mit einem kleinen Zählerkasten.


    Ich habe dass nun einfach mal so beim VNB angefragt, was dann zu tun ist.


    Das ist doch aber echt alles irgendwie "krank".

  • Ja, das ist krank. Aber wenn dein VNB dir schriftlich gibt dass er mit einem simplen Zählerkästchen zufrieden ist dann würd ich mich nicht wehren.

    Kabelverluste auf 6 Meter einfach nicht drüber nachdenken. Das ist Eigenverbrauch.

    WR unterm kalt-warmen Dach finde ich sehr ungünstig.

  • Moin,


    nee, da wehre ich mich auch nicht, eher im Gegenteil:

    Wenn der VNB mir sagt, dass ich das kleine Zählerkästchen / EZ im Raum neben dem HWR montieren darf, dann baue ich das so und bin happy:


    PV-Generator auf dem Dach --> DC-Leitung zum WR im EG (HWR) --> Hin-AC-Leitung zum Erzeugungszähler (neben HWR) --> Rück-AC-Leitung zum Einspeisepunkt (HWR).

    Wenn das Zählerkästchen nicht in den Raum neben den HWR darf, dann muss ich es wie folgt bauen:


    PV-Generator auf dem Dach --> DC-Leitung zum WR im EG (HWR) --> Hin-AC-Leitung zum Erzeugungszähler (Dachboden) --> Rück-AC-Leitung zum Einspeisepunkt (HWR). Die AC-Leitungen und DC-Leitungen müssen dann durch ein 25mm, das würde nicht passen.


    Ergo müsste dann auch der Wechselrichter auf den Dachboden, sodass ich nur mit einer großen AC-Leitung in den HWR gehe. Den EZ und insbesondere den WR auf dem Dachboden finde ich aber nicht optimal.


    Andere Varianten sehe ich aber nicht mehr.

  • Der WR geht den Zählertauscher nichts an. Muss auch der Hauptzähler gewechselt werden? Interessant wären die Grundlagen, das würde vielen helfen einen Zählerplatz dezentral zu platzieren! Toll!

  • Hallo,


    ja, der Hauptzähler muss auch getauscht werden, das ist aber unkritisch. Der muss in einen Bezugs- und Einspeisezähler (oder ähnlich) gewechselt werden.


    Ich suche morgen mal das raus, was ich rechtlich finde konnte dazu.


    Ich hoffe das die da einigermaßen entspannt sind ?

  • Moin,


    so, könnte ein entscheidender Tag sein.


    1.) Der VNB hat zugestimmt, dass der EZ in einem separatem "Zählerschräncken" untergebracht wird, wie z.B. dieses Produkt.


    Rechtliche Grundlagen konnte ich keine finden. Zugesagt wurde mir, dass ein dezentraler EZ nicht den TAB2000 (o.ä.) unterliegt und da nicht ein 1,1m hoher Schrank gefordert wird.


    Ich muss dazu sagen: Ich glaube es ist gut den Leuten des VNB's das Szenario einmal gut zu beschreiben und zu bebildern. Zumindest mein VNB hat da "Augenmaß" und wäre auch bereit gewesen, sich die Situation vor Ort einmal anzusehen.


    2.) Mein Elektriker des Vertrauens (dessen Sohn seinen Elektro- und PV-Betrieb weiterführt) hat sich heute bei mir gemeldet, bekommen wir alles hin. Der Elektriker hat damals auch den Hausanschluss gemacht, hat also damit auch die Berechtigung für den VNB zu arbeiten.


    Angebote liegen nun vor, ich rechne noch mal.


    Tut mir leid das ich hier keinen "juristischen Ratschlag" liefern kann, ich glaube aber dass eine gute Aufbereitung und Argumentation (z.B. auch mit dem "EU kippt EEG-Umlage auf PV-Anlagen") hilft in der Argumentation.


    Schönen Start in das Wochenende, ich trinke gleich ein Bier :-)


    Moritz

  • Das freut mich sehr! Habe deinen Post verlinkt in den FAQ "... ODER Schränkchen"

    Für Conrad gibts viele Gutscheine, 100 EUR für n bisschen Plaste ist deftig. Aber so läufts, besser als ein Schrank. Ggf. mal bei Hensler und Hager schauen.

  • Moin,


    Danke.

    Ja, ich schaue da gerade nach.


    Mal zwei doofe Fragen:

    1.) Der Wechselrichter (SUN2000 KTL15 M0) ist ja dreiphasig, hat das etwaige Auswirkungen auf den Zählerkasten von Spelsberg, Hensel oder so? Dort finde ich keine Angabe der Phasen.


    2.) Um maximale Transparenz in die erzeugte Energie und den Strombezug zu erhalten würde ich wohl zu Zählern von Discovergy tendieren (Erzeugungszähler und normaler Zähler) für 120 EUR im Jahr + Montage. Spricht etwas gegen den Anbieter? Bei mir läuft so oder so immer ein NAS System, es muss also kein Zähler mit Cloud und Co. wie bei Discovergy sein.


    Danke,

    Moritz